DPW: Die besondere Stellung Israels (2/2)

Kategorien: Israel   Bibel   Biblische Prophetie  

4. Israel ist der erstgeborene Sohn Gottes

Der Erstgeborene bekommt als Erbe des Vaters eine doppelte Portion. Das bedeutet aber sowohl eine doppelte Portion von Segen, aber auch von Zurechtweisung. (Wir sehen so gerne oft nur die positiven Dinge.) Wir haben schon in einem vorigen Artikel gesehen, wie das prophetische Wort Gottes zuerst im Mund süß wie Honig ist, dann wird es aber im Magen bitter. Das Doppelte an Zurechtweisung und Zucht kann in der Geschichte Israels sehr deutlich beobachtet werden.

Im Vergleich mit den Nationen dieser Welt, hat Israel nicht das Doppelte empfangen?

"Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihm zu: Zu Ende ist seine Knechtschaft, gesühnt ist seine Schuld. Zweifaches hat es aus der Hand Jahwes für alle seine Sünden empfangen." (Jes 40:1-2)

Israel ist nicht wie jede andere Nation. Und Gott behandelt die Nationen anders als Israel. Hier sagt der Herr, daß die Schuld gesühnt ist, aber - das war vorher bei der Geschichte Israels gemeint - für alle seine Sünde hat Israel Zweifaches aus der Hand des Herrn empfangen. Im Hebräerbrief steht allgemein, daß Gott jeden Sohn, den er liebt, züchtigt. Israel ist der erstgeborene Sohn Gottes. Gott liebt Israel und züchtigt ihn auch - doppelt.

"Die erlittene Schmach wird euch zweifach vergolten und anstatt der Schande werden sie über ihren Teil frohlocken; denn sie werden einen doppelten Erbteil in ihrem Land erlangen, und ewige Freude wird ihnen zuteil werden." (Jes 61:7)

Auch im Neuen Testament sehen wir das:

"Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft der Rettung für jeden, der glaubt; zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen." (Röm 1:16)

Das Evangelium ist zuerst für den Juden, dann für den Nichtjuden - so hat Gott es bestimmt. Ich möchte euch gerne auf eine positive Art herausfordern: Wenn ihr das Evangelium verkündet, bringt ihr das Evangelium zuerst zu den Juden? Dann auch zu den Nichtjuden? Es ist Gottes Reihenfolge. Es ist ein Geheimnis, das hier drinnen steckt. Es ist Gottes Segenslinie. Juden sind in die ganze Welt zerstreut. Es gibt sie überall. Ihr könnt überall Juden das Evangelium erzählen. Wenn wir durch die Apostelgeschichte lesen, dann sehen wir Paulus hat das immer gemacht. Paulus ist immer zuerst, wo er in eine Stadt gekommen ist, zu den Juden gegangen. Sollten sie abgelehnt haben, hat er gesagt: 'OK, jetzt wende ich mich an die Heiden.' Aber er hat dieses Geheimnis Gottes gewußt: zuerst zu den Juden, dann zu den Heiden.

Ja, Jesus selbst ist ja auch zuerst zu Israel gekommen und hat gesagt: "Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels gesandt.' (Matt 15:24) Auch hat er seine Jünger zuerst nur zu Israel gesandt: "Geht nicht auf den Weg zu den Heiden und betretet auch keine Stadt der Samariter. Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels." (Matt 10:5-6) Nach der Auferstehung und Himmelfahrt ist das Evangelium in alle Welt gegangen - trotzdem zu Juden zuerst.

'Zuerst zu den Juden, dann zu den Nichtjuden.' - Zuerst zum Erstgeborenen, dann zu den anderen. "Da erklärten Paulus und Barnabbas offen heraus: 'Euch mußte das Wort Gottes zuerst gepredigt werden. Weil ihr es aber abweist und euch selbst des ewigen Lebens nicht wert erachtet, siehe, wenden wir uns an die Heiden. Denn so hat uns der Herr befohlen: "Ich habe dich zum Licht der Heiden bestimmt, du sollst bis an die Grenzen der Erde zum Heil dienen."'" (Apg 13:46-47) Lukas zitiert hier Paulus, der Jesaja zitiert, wo es heißt: Ich, Gott, habe dich, Israel, zum Heil bis an die Ende der Erde gesetzt. Genau in Übereinstimmung und als Erfüllung gab Jesus den großen Missionsbefehl seinen - jüdischen - Jüngern: "Geht in alle Welt und verkündet allen Geschöpfen das Evangeluim." (Mar 16:15)

5. Die Gnadengaben und die Berufung Gottes

Was bedeutet die Berufung Gottes von Israel konkret? "Denn unbereubar sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes." Es bedeutet, wie es hier in Römer 11:29 steht, daß sie "unbereubar" sind. Gott nimmt sie nicht zurück. Gott hat Israel mit einer bestimmten Berufung berufen und nimmt sie nicht zurück. Anders ausgedrückt: sie gilt heute noch! Ja, was sind denn eigentlich die Gnadengaben? In Römer 9 wird es konkret aufgelistet. Was hat denn das Volk der Juden Anderes (Besseres) als ein Volk der Heiden im Laufe der Geschichte erlebt?

  • Die Aussprüche Gottes. Allein der Segen, daß Gott Sein Wort zu ihnen gesprochen hat! Andere Nationen haben das nicht.
  • Die Adoption. Sie sind die Söhne Gottes, der Erstgeborene Sohn Gottes.
  • Die Herrlichkeit, die sie erlebt haben. Die Herrlichkeit, wie Mose sie erlebt hat. Die Herrlichkeit der Gegenwart Gottes in der Stiftshütte und im Tempel - über Jahrhunderte.
  • Die Bundesschließungen. Siehe voriger Artikel. Die Bündnisse, die Gott mit Israel geschlossen hat! Die hat er nicht mit anderen Nationen geschlossen.
  • Die Torah. Das Wort Gottes, das Alte und Neue Testament. Gott hat ja auch das Neue Testament, den Neuen Bund, mit Israel geschlossen.
  • Der Gottesdienst. Einfach die Tatsache, daß dieses Volk seit Jahrtausenden mit Gott in Beziehung steht und ihm dient.
  • Die Verheißungen. Die vielen, vielen Verheißungen, die Gott dem Volk Israel gegeben und erfüllt hat.
  • Die Vorväter. Beginnend bei Abraham. Stellen wir uns vor, Gott hätte mit unserem Volk einen Bund geschlossen. Stellen wir uns vor, er wäre jedem von uns erschienen. Er hätte für unser Volk eine spezielle Berufung. Wir hätten Vorfahren aus unserem Land, die den Herrn geliebt haben. Da war einer aus unserem Volk, der bereit war, Gott seinen eigenen Sohn zu opfern. Wir haben in unserem Land berühmte Vorfahren gehabt. Da war ein König, der den Herrn gepriesen. Wir haben einen Propheten gehabt ... . So geht es dem Volk der Juden, über Jahrtausende. Was für ein Segen! Und Gott sagt: Diese Gnadengaben, die nehme ich nicht weg!
  • Der Messias. Der aus dem Volk der Juden kommt.

6. Israel ist ein abgesondertes Volk

Israel ist nicht wie anderen Nationen. Israel ist - abgesondert heißt "heilig" - FÜR GOTT abgesondert. In der Prophetie Bileams steht: "Denn von den Felsengipfeln sehe ich ihn [Israel] und von den Hügeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wohnt abgesondert und wird nicht unter die Nationen gerechnet." (Num 23:9) Wenn wir diesen Bibelvers, der vor ca. 3.500 Jahren gesprochen und geschrieben wurde, heute anwenden ... es hat sich nichts verändert! Wenn wir sehen, wie die Welt Israel behandelt, wie die Vereinten Nationen Israel behandeln: "Sie werden nicht unter die Nationen gerechnet." EIN DRITTEL aller Verurteilung der Vereinten Nationen sind gegen Israel. Jeder habe ein Recht auf sein eigenes Land ... nur nicht Israel.

Das ist natürlich auch eine große Herausforderung für Juden selbst. In dem Film "Anatevka" (Fiddler on the roof") gibt es eine köstlich lustige und zugleich ernste Szene: Tevja geht spazieren und redet mit dem Herrn. Und er sagt: 'Herr, ich weiß, ich weiß ... wir sind das auserwählte Volk. Aber kannst du das nächste Mal nicht bitte wen anderen auswählen?' Er sagt das mit einem Lächeln auf dem Gesicht, das aber gleichzeitig auch ausdrückt, wie schwer sein Leben ist und wie Juden oft damit kämpfen, als Volk ganz alleine in der Welt da zu stehen.

Das hat mit den Gnadengaben, die Gott nicht zurücknimmt, zu tun. Gott wird die Erwählung Israels nicht in 50 Jahren beenden und sich dann eine andere Nation als Sein Volk erwählen. Sondern Gott hat diese Berufung ausgesprochen - mit allem, was dazu gehört ... an Leid, an abgesondert sein, und so weiter. Und für Juden ist es oft eine große Herausforderung, diese spezielle Berufung wirklich anzunehmen. Wie war es zur Zeit des Propheten Samuel? Was war der Grund, warum das Volk einen König wollte? 'Wir wollen wie alle anderen Nationen sein.' (1 Sam 8:5-7). Wir können für Israel ein Segen sein, wenn wir dafür beten, daß ein Jude wirklich sagt: 'Herr, Du hast diese Berufung ausgesprochen. Das ist gut so. Und ich stelle mich dazu.' 

7. Der Neue Bund

ist zunächst mit Israel(!) geschlossen worden. Das heißt aber im Klartext, daß der Bund mit Israel, den es schon gab, von Gott bestätigt worden ist. Gott hat durch den Neuen Bund die bisherigen Bündnisse mit Israel bestätigt. Und in 2 Kor 1:19-20 heißt es, daß Gott in Jesus dem Messias zu allen Verheißungen (Bündnissen), die Er gegeben hat, "Ja" sagt. Also: die Tatsache, daß Jesus gekommen ist, hat nicht nur den Aspekt, daß Er uns von unseren Sünden befreit hat, sondern auch, daß er bestätigt hat, daß Gott immer noch der Gott Israels ist.

Gott hat durch den Neuen Bund die bisherigen Bündnisse mit Israel bestätigt.

Habt ihr gewußt, daß alles, was wir als Christen glauben, vom Wesen her jüdisch ist?

"Siehe, es kommen Tage, spricht Jahwe, da werde ich mit dem Haus Israels und mit dem Haus Judahs einen Neuen Bund schließen." (Jer 31:31) Wir haben schon in einem vorigen Artikel ausführlich darüber gesprochen. Gott ist treu. Israels Auserwählung und Berufung bleibt bestehen. Das ist entscheidend, weil ein großer Teil der Christenheit heute - leider - glaubt: 'Sie haben doch Jesus abgelehnt, also hat Gott sie abgelehnt.' Doch der Römerbrief macht das sehr, sehr klar: Wenn Israel untreu ist und den Bund bricht, wird dadurch Gott nicht untreu. Wie wir im vorigen Artikel gesehen haben, ist ein Bund etwas, was Gott niemals, in alle Ewigkeit nicht brechen wird.

"Doch wie? Wenn einige untreu wurden, hebt ihre Untreue die Treue Gottes auf? Keineswegs! Gott bleibt immer wahrhaft." (Röm 3:3)

Wie die Faust auf Auge

Es gibt eine falsche Lehre, die sich in vielen Teilen der Christenheit über Jahrhunderte gehalten hat und die heute noch ein Bollwerk, eine richtige Festung ist. Ich glaube, daß es deswegen ist, weil das prophetische Wort nicht bekannt ist und gebührend geschätzt wird. Denn es könnte nie sein, wenn man wirklich die Bibel kennt, und glaubt. Ich spreche natürlich von der sogenannten Ersatztheologie. Dieser "Ersatz" soll stattgefunden haben, als Israel den Messias verworfen hat. Gott hätte damals Israel als auserwähltes Volk verworfen. Die Christen wären der Ersatz, die Gemeinde das "geistliche Israel". Sie soll alle Segens-Verheißungen vom Alten Testament erben, die Flüche würden alleine für Israel gelten. So die offizielle Lehre. Die Aussage ist: Israel existiere heute nur mehr deshalb, damit Gott zeigen kann, was mit einem Volk geschieht, da Ihm nicht gehorcht. Unfaßbar!

Das wirklich Katastrophale bei dem Ganzen ist das Gottesbild! Das Bild, das wir von Gott abgeben. Was für ein Gott ist denn das, der da gezeichnet wird? Ein Gott, der seine Bünde nicht hält. Ein Gott, der nicht treu ist. Ein Gott, der lügt. Ein mit der Biel völlig inkonsistentes Bild, das wir von unserem Vater im Himmel bekämen.

Eine 'logische' Folge dieser Theologie wurden die Christusmörder" Jahrhunderte lang - noch dazu im Namen des Christentums, im Namen des Kreuzes, im Namen von Jesus, verfolgt. Und genau das ist für das jüdische Volk heute DER Hauptgrund, warum sie nicht an Jesus glauben. 'Jesus? Da sind wir doch in diesem Namen für Hunderte von Jahren verfolgt worden?! Wieso soll ich an IHN glauben?' So drückt sich diese Blockade in den Gedanken aus. Und wir sehen, daß es genau das oben beschriebene Problem ist: ein falsches Gottesbild. Doch was für eine Freude, wenn der Herr dann den Schleier wegnimmt und viele erkennen, daß dieser Jesus, der im Laufe der Geschichte gezeichnet worden ist, eigentlich gar nicht der aus der Bibel ist, sondern der jüdische Messias Yeshua ist doch wirklich ein ganz Anderer.

"Und Jahwe sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und von deines Vaters Haus in das Land, das ich dir zeigen will. So will ich dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und dir einen großen Namen machen und du sollst ein Segen sein. Und ich will die segnen, die dich segnen und verfluchen, wer dir flucht. Und durch dich sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden." (Gen 12:1-3)

Um das noch ein bißchen deutlicher zu veranschaulichen: Was heißt "Ich will verfluchen, wer dir flucht."? Denn dieses Wort heißt nicht nur, wirklich negativ und feindlich gesinnt zu sein, sondern auch das, was in der Welt und bei manchen Christen auch gemacht wird: das mit "fluchen" übersetzt Wort heißt "heruntermachen, ausspotten, als unwichtig sehen, gering betrachten". Und der Herr ist hier sehr scharf. Er sagt: wer Israel so abtut, der bekommt es mit Mir zu tun! Und wir können das durch die Geschichte hindurch sehen, wie das auch stimmt. Die Betonung, die ich hier legen möchte, ist, daß gläubige Christen davor nicht geschützt sind!

Wir segnen!

Im Gegenteil: wir segnen Israel, wir helfen, hier sind ein paar Vorschläge, was wir tun können: Wir beten für Israel (Ps 122:6). Wir sprechen tröstende Worte (Jes 40:1-2). Wir helfen. Wir besuchen das Land, das ist für Juden so ermutigend! Wenn wir Israel besuchen, sagen Juden immer wieder: das ist ein großes Zeugnis für sie. 'Wir sind nicht alleine! Es gibt jemanden, der uns hilft.' Und außerdem, das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen: es ist so ein gewaltiger Segen! :-) Dort zu sein, wo Jesus war ist einfach etwas ganz Spezielles! Wir helfen finanziell. Wir helfen bei der Aliyah, also bei der Rückkehr der Juden in ihr Land.

"Siehe, ich will sie aus allen Ländern, wohin ich sie in meinem Zorn und Grimm und in meiner großen Entrüstung verstoßen habe, sammeln und ich will sie wieder an diesen Ort zurückführen und sie sicher wohnen lassen." (Jer 32:37)

"So spricht der Herr Jahwe: Siehe, ich erhebe meine Hand zu den Heidenvölkern (=Nichtjuden) und errichte mein Panier für die Völker. Dann bringen SIE deine Söhne in ihrem Mantel und tragen deine Töchter auf den Schultern." (Jes 49:22)

Gott errichtet ein Panier! Es sagt: Ihr Heiden! Ihr helft meinem Volk Israel, nach Hause zu kommen! Gott ruft uns hier auf, Israel auf diese Art zu unterstützen. Nehmen wir diesen Vers ernst! Gott will, daß wir Israel helfen, aus allen Ländern der Welt wieder nach Hause zu kommen.

Das Schöne ist, daß Gott selbst in unserer Zeit, in unserem Leben ein biblisches Verständnis über Israel, über Seinen prophetischen Plan in der Endzeit wiederherstellt. Vieles, was verloren gegangen ist, schenkt Gott neu. Viele - und es werden immer mehr, was wunderschön ist - Christen sind wirklich bereit, zu sagen: Herr, gib mir Dein Herz für Israel! Und sie werden zu Freunden Israels. Schließlich haben wir in Jesus Einheit miteinander.

Das Verständnis von Gottes Wirken mit Israel ist für den gesamten prophetischen Endzeit-Plan nicht nur wichtig, sondern entscheidend.

Wenn wir von einer guten Basis ausgehen, wächst ein gesunder Baum. Und diese gute Basis ist die richtige Sicht, die Gott über Israel hat. Und damit ein Verständnis über diesen Baum des prophetischen Wortes, der aufgebaut wurde, das alle Nationen der ganzen Welt betrifft.

Die Zukunft Israel und die Zukunft der Welt

"Ich frage nun: Sind sie denn darum gestrauchelt, damit sie fallen sollten? [Wie sie Jesus abgelehnt haben] Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den Heiden zuteil, damit sie diesen nacheifern möchten. Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt und ihr Verlust der Reichtum der Heiden geworden ist, wieviel mehr ihre volle Zahl!" (Röm 11:11-12)

Wenn die Tatsache also, daß Israel Jesus abgelehnt hat, so einen Segen für uns gebracht hat - etwas Negatives hat für uns die Erlösung gebracht, daß wir Jesus kennen gelernt haben! - und wieviel mehr wird die Tatsache, daß Israel einmal Jesus erkennen wird für die ganze Welt ein Segen werden!

"Zu euch, den Nichtjuden, rede ich, da ich nun eben Apostel der Nichtjuden bin, rühme ich mein Amt, ob ich meine Volksgenossen nicht etwa zum Nacheifern reizen und etliche von ihnen erretten könnte. Darum sage ich: wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt geworden ist, was würde ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!" (Röm 11:13-15)

Und am Ende der Geschichte, wenn ganz Israel den Herrn erkennen wird (Röm 11:25-26), wird es so gewaltig sein, daß es wirklich zu dem Leben aus den Toten kommt, das heißt zu einer weltweiten Erweckung bzw. buchstäblich zur Auferstehung der Toten, wenn der Herr wiederkommt. :-)

2 Möglichkeiten

Was machen wir mit dem, was Gott uns sagt? Wir haben zwei Möglichkeiten. Wir haben die Möglichkeiten so wie die beiden Schwiegertöchter der Naomi, Ruth und Orpah: entweder wegzugehen oder zu bleiben, festzuhalten. Ihr wißt, Ruth war eine vorbildliche Nicht-Jüdin, die die jüdische Naomi sehr gesegnet hat. Sie hat gesagt: "Zwinge mich nicht, von dir wegzugehen! Wo du hingehst, will ich hingehen. [Wir zitieren das oft bei Hochzeiten, aber es ist noch viel mehr] Dein Gott ist mein Gott, Dein Volk ist mein Volk." (Ruth 1:16) Stimmt das nicht? Können wir zu den Juden sagen: 'Dein Gott ist mein Gott.'? 'Dein Volk ist mein Volk.'? "Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will auch ich begraben sein; der HERR tue mir dies und das und noch mehr, wenn nicht der Tod allein uns scheiden soll." (Ruth 1:17) Ruth ist demütig, sie vertraut, ihr kennt die Geschichte mit einem wunderschönen Ende.

Gott kennt unser Herz. Wenn du sagt: 'Ich will das!' oder du tust es schon, sagst aber 'Ich will noch mehr!' - es geht um unsere Beziehung zum Herrn: 'Ich will das Herz Gottes haben!' - 'Ich habe vielleicht noch nicht alles so ganz verstanden, aber ich will dorthin kommen!' - Dann mach einen Schritt und komm zum Herrn! Bitte den Herrn, daß er in dir wirkt. Bitte ihn, daß er das, was er für dich vorhat, bewirkt. Startet, weiterführt, vollkommen macht. Erlaube Gott, daß er dir sein Herz für Israel gibt.

"Vater, Du bist der Gott Israels, heute noch. Du bist treu. Du hast Israel auserwählt, um Dich zu verherrlichen. Du hast uns Dein Herz gezeigt. Du hast Dich offenbart. Du hast uns gezeigt, wie gut Du bist, wie langmütig, wie geduldig. Aber auch wie streng, wie konsequent. Du zeigst uns so viel durch Dein Wirken am Volk Israel. Du hast uns die größte Offenbarung von Dir und das größte Geschenk durch dieses Volk gegeben: unseren Herrn Jesus. Herr, wir haben so viel Segen von Israel empfangen, wir wollen sie zurück segnen. Und wir wollen Dich aber zuerst bitten, daß Du uns Dein Herz gibst. Daß Du uns Deinen Sinn, Deine Gedanken, Dein Verständnis gibst. Vater, ich bitte Dich so sehr, daß Du einfach in jedem, der sein Herz öffnet, jetzt Einzug hältst. Daß Du ein wunderbares Werk tust. Herr, ich bitte Dich, daß Du in uns bewirkst, Dein Volk zu segnen, für sie zu beten, sie zu unterstützen. Herr, wir wollen das ganz konkret ernst nehmen, wenn Du einen konkreten Schritt für uns hast, wo wir Juden bei der Rückkehr nach Israel helfen sollen. Zeig uns das bitte, Herr. Wir wollen Dir gehorchen. Herr wir wollen beten, wir wollen segnen, wir wollen über Israel gut sprechen. Wir wollen mit anderen sprechen. Wir wollen uns einfach einsetzen. Vater, bitte gib uns Dein Herz und zeig uns ganz konkret, was Du für uns hast. Herr, Du bist wunderbar. Danke, Amen!"

 

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