DPW: Erfüllte Prophetien

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Heute möchte ich einen Überblick über erfüllte Prophetien geben. Weil es so viele davon gibt, werde ich mich auf die 5 Bücher der Psalmen beschränken. Damit bekommen wir auch ein Werkzeug in die Hand, wie wir mit anderen Menschen sprechen können. Verheißung und Erfüllung zeigen uns, wie treu Gott zu Seinem Wort steht.

1. Ewig und gezeugt - Gott und Mensch zugleich

"Ich will vom Ratschluß Jahwes erzählen. Er hat zu mir gesagt: 'Du bist mein Sohn. Heute habe ich dich gezeugt.'" (Psalm 2:7)

Der Sohn Gottes ist zugleich ewig und auch gezeugt. Deshalb, weil er zugleich Gott ist - und Gott ist ewig - und weil er Mensch ist, und als Mensch vom Heiligen Geist gezeugt wurde.

2. Das Lob aus dem Mund der Kinder:

"Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du dir um deiner Feine willen eine Macht zugerichtet, um den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen." (Psalm 2:8)

Die Erfüllung dieser Prophetie ist ein gutes Beispiel dafür, wie es oft geschieht: daß Jesus etwas tut und damit Prophetie erfüllt; daß er damit etwas, was über ihn geschrieben steht, erfüllt. Oder, anders ausgedrückt: daß er damit zeigt, daß etwas Bestimmtes, das geschrieben steht, über ihn geschrieben steht. Weil er der Messias ist.

"Und als die Hohenpriester und die schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder hörten, die im Tempel schrien ud sprachen:  'Hosanna dem Sohn Davids!', wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: 'Hörst du, was diese sagen?'y/span> [Warum sind die Pharisäer so entrüstet? Weil sie als Schriftgelehrte genau gewußt haben, daß es die Psalm 2:8 Stelle gibt, die über den Messias spricht! Und jetzt kommen Kinder, rufen Jesus das zu, und er sagt nichts dagegen! Ja, will er denn behaupten, er ist der Messias? ... Ja!] "Und Jesus sprach zu ihnen: [Ja! Ich höre das!] Habt ihr noch nie gelesen: 'Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet.'?" Er sagt sinngemäß: Ganz genau! Diese Schriftstelle wird hier erfüllt.

3. Der Messias wird erniedrigt und erhöht, in dieser Reihenfolge: zuerst erniedrigt, dann erhöht.

Diese Voraussage kommt auch aus dem Buch der Psalmen:

"Was ist der Menschen, daß Du seiner gedenkst und der Menschensohn, daß du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig Gottes entbehren lassen, aber mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt. Du läßt ihn über die Werke deiner Hände herrschen. Alles hast du unter seine Füße gelegt. " (Psalm 8:5)

Schauen wir, wie das Neue Testament, in der Inspiration des Heiligen Geistes, diese alttestamentliche Stelle auslegt: im Hebräerbrief wird Jesus selbst als Messias, König und Herrscher mit den Engeln verglichen. Und der Schreiber sagt: der Sohn Gottes steht über den Engeln. Zum Beispiel deswegen:

"Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt - es bezeugt aber einer irgendwo und spricht: Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst? odr des Menschen Sohn, daß du zu ihm siehst? Du hast ihn ein wenig niedriger als die Engel gemacht, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Alles hast du unter seine Füße getan. [Ihr seht, ein wörtliches Zitat] Und indem er ihm alles unterwarf, ließ er ihm nichts ununterworfen. Jetzt aber sehen wir, daß ihm [Jesus!] noch nicht alles unterworfen ist. Dem aber, der ein wenig unter die Engel erniedrigt worden ist, Jesus, sehen wir wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jedermann den Tod koste." (Heb 2:5-7)

Wir sehen hier also zuerst das Leiden, und dann die Herrlichkeit und das Herrschen. Auch im Philipper 2 heißt es ja: 'Er hat sich selbst erniedrigt, gehorsam bis zum Tod am Kreuz, und deswegen hat Gott ihn erhöht.'

4. Die Auferstehung des Messias

ist auch in den Psalmen zu finden, Die Psalmen sind ja wirklich ein sehr prophetisches Buch. Im Psalm 16 heißt es: "Ich habe Jahwe allezeit vor Augen. Weil er mir zur Rechten ist, wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz und meine Seele frohlockt. [Es ist oft so, daß der, der spricht und schreibt - in diesem Fall König David - etwas auf sich bezieht - auch bei Jesaja sehen wir das oft - und es geht dann fließend über ... zu dem Größeren, der kommt. Denn zu Pfingsten wird das vom Heiligen Geist durch Petrus so ausgelegt, daß es klar ist, daß es nicht mehr David ist. Sondern er spricht schon über Davids größeren Sohn, also über den Herrn Jesus.] Auch mein Fleisch wird sicher ruhen. Denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich überlassen, du wirst nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen. Fülle von Freude ist vor deinem Angesicht, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich." (Ps 16:8-11)

"Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Bande des Todes löste. Wie es denn unmöglich war, daß er von ihm festgehalten würde. Denn David spricht von ihm: Ich sah den Herrn allezeit vor mir. Er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke. Darum freut sich mein Herz und meine Zunge frohlockt. Auch mein Fleisch wird auf Hoffnung ruhen. [Ihr seht übrigens, daß auch ein einfacher Fischer das Wort Gottes kennt. Er hat hier auswendig zitiert.] Denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen und nicht zugeben, daß dein Hiliger die Verwesung sehe. Du hast mir die Wege des Lebens kundgetan. Du wirst mich mit Freuden vor deinem Angesicht erfüllen." (Apg 2:24-28)

Und jetzt left er aus: "Ihr Männer und Brüder! Es sei mir erlaubt, freimütig zu euch von dem Stammvater David zu euch zu reden: er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bis auf diesen Tag unter uns. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eid verheißen hatte, einen aus der Frucht seiner Lenden auf seinen Thron zu setzen, hat er in dieser Voraussicht von der Auferstehung des Messias geredet: daß seine Seele nicht im Totenreich gelassen werde, noch sein Fleisch die Verwesung sehe. Diesen Jesus hat Gott auferweckt. Dafür sind wir alle Zeugen." (Apg 2:29-32)

Wie schön ist die Einheit der Bibel über Jahrhunderte, über Jahrtausende, durch verschiedenste Menschen aufgeschrieben - und wirklich Verheißug und Erfüllung: buchstäblich, wortgetreu!

5. Am Kreuz von Gott verlassen

Eine Schriftstelle, die wir alle sehr gut kennen: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" (Psalm 22:1; Matt 27:46; Mar 15:34)

Die Erfüllung: "Und um die neunte Stunde rief Yeshua mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachtani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Während der Vater für eine kurze Zeit wirklich von Jesus wegschauen mußte, weil der Messias die Sünde der Welt trug, können wir sicher sein, daß Gott uns nie verläßt. Warum? - Weil Er es uns verheißen hat; weil er einen Bund mit uns geschlossen hat; weil Er es uns versprochen hat! Wie in einem vorigen Artikel genauer ausgeführt, verwendet Gott das Wort "Siehe", um eine ganz feste Zusicherung auszudrücken. Etwas Bewiesenes, Bekanntes, eine Tatsache. Und Jesus sagt: "Siehe, ich bin bei euch, alle Tage, bis ans Ende der Welt." (Matt 28:20)

6. Die Verspottung am Kreuz

Auch das kommt aus den Psalmen! Wieder im Psalm 22, aus der Sicht des Herrn: "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch; ein Spott der Leute und vom Volk verachtet. Alle, die mich sehen, spotten meiner. Sie sperren das Maul auf und schütteln den Kopf: 'Er klage es Jahwe, der möge ihn befreien. Der soll ihn retten, er gefällt ihm ja.'" (Ps 22:7-8) Und im Neuen Testament wird zitiert, wie Jesus das erlebt hat: "Und die, die vorüber gingen, lästerten ihn und schüttelten die Köpfe und sprachen: 'Du, der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, hilf dir selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steig vom Kreuz herab. Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: 'Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten? Ist er der König Israels? So steige er nun vom Kreuz herab, so wollen wir ihm glauben. Er hat auf Gott vertraut, der befreie ihn jetzt , wenn er Lust an ihm hat. Denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn.' Desgleichen schmähten ihn auch die Mörder, die mit ihm gekreuzigt waren." (Matt 27:39-44) Danach hat sich einer von ihnen doch noch zum Herrn wenden lassen.

Hier ist ein sehr interessanter Gedanke: Hätten sie geglaubt, wenn Jesus wirklich vom Kreuz herabgestiegen wäre? Ich glaube nicht. Aber warum nicht? Die Erklärung, die ich von jemandem gehört habe, gefällt mir sehr gut: Echte Geistlichkeit ist ncht auf 'Superstar'-Zeichen und Wunder ausgerichtet. So wie der Teufel Jesus versucht hat: Wirf dich hinab, dann kommen die Engel und retten dich - und du bist sofort der Star. Aber echte geistliche Natur ist das Suchen nach der Wahrheit. Möge der Herr das uns allen geben.

7. Die Kreuzigung

Hier wird beschrieben, was ein Mensch durchgeht, der so etwas erlebt: "Sie sperren ihr Maul gegen mich auf, wie ein reißender und brüllender Löwe. Ich bin wie Wasser ausgeschüttet und alle meine Gleider sind ausgerenkt. Mein Herz ist wie Wachs geworden, in meinem Inneren zerschmolzen. Meine Kraft ist vertrocknet, wie eine Scherbe; und meine Zunge klebt an meinem Gaumen. Und du legst mich in des Todes Staub, denn Hunde umringen mich, eine Rotte von Übeltätern schließt mich ein. Sie haben meine Hände und Füße durchgraben [durchstoßen], ich kann alle meine Gebeine zählen. Sie schauen her und schauen mich schadenfroh an." (Ps 22:14-18)

Und jetzt möchte ich gerne eine Erfüllung zeigen, die interessanterweise noch im Alten Testament ist ... und von uns aus gesehen immer noch in der Zukunft! Auch so etwas gibt es in der Bibel! Nämlich dort, wo Gott über die zukünftige Bekehrung Israels spricht. Und er sagt: "Aber über das Haus Davids und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets [Flehens] ausgießen. Und sie werden auf mich schauen, den sie durchbohrt haben. Und sie werden um ihn klagen, wie man um einen einzigen Sohn klagt und sie werden bitterlich über ihn weinen, wie man bitterlich über einen Erstgeborenen weint." (Sach 12:10)

Wie die Sprache der Propheten so richtig exakt, auf den Punkt genau ausdrückt, warum es geht: um den einzigen Sohn Gottes, den Erstgeborenen.

"Und sie werden auf mich schauen." Das ist das Hebräische sehr wichtig, das teilweise in Bibel leider(!) falsch übersetzt wird. HIer wird nicht ausgedrückt, daß eine Person einfach nur auf eine andere Person schaut, also die Augen auf ihn richtet, wie man einen Menschen anschaut. Sondern: sie werden um Hilfe zu Mir schauen. Nicht nur: Ich sehe, daß hier jemand gekreuzigt wird, sondern: sie werden ZU IHM schauen. Mit anderen Worten: sie werden zu Jesus als Erlöser aufschauen.

8. Die Verteilung des Gewandes

wird auch in den Psalmen beschrieben, auch im Psalm 22: "Sie teilen meine Kleider untereinander und werfen das Los um mein Gewand." (Psalm 22:19) Offensichtlich wird das hier in diesem Fall nicht über David gesprochen. Sondern David hat als Prophet vorausschauend den Messias gesehen und schreibt seine Vision auf. "Als die Kriegsknechte nun Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Kriegsknecht einen Teil, dazu den Leibrock. Und der Leibrock war ohne Naht, von oben bis unten in einem Stück gewoben. Da sprachen sie zueinander: 'Laßt uns den nicht zertrennen, sondern darum losen, wem er gehören soll.', auf daß die Schrift erfüllt würde, die da spricht: 'Sie haben meine Kleider untereinander geteilt und das Los über mein Gewand geworfen.' Solches taten die Kriegsknechte." (Joh 19:23-24)

9. Die Auferstehung

"Errette mich aus dem Rachen des Löwen, ja, von den Hörnern der Büffel hast du mich erhört." (Ps 22:22)

"Und er hat in den Tagen seines Fleisches Bitten und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod retten konnte, und ist um seiner Frömmigkeit willen erhört worden." (Heb 5:7)

10. Lob nach der Auferstehung

"So will ich meinen Brüdern deinen [Gottes] Ruhm erzählen, inmitten der Gemeinde [Versammlung] will ich dich preisen." (Ps 22:23)

"Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen, sondern spricht: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkündigen, inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen." (Heb 2:12)

Die Psalmen sind voll mit Verheißungen und mit Voraussagen über den Messias. Und wie wir schon früher gesagt haben: Jesus ist der Messias, weil er alle diese Vorhersagen erfüllt hat. Wörtlich, buchstäblich, ohne irgend etwas vergeistlichen zu müssen.

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