"Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der war und der ist und der kommt, der Allherrscher." (Off 1:8)




DPW: Die besondere Stellung Israels (1/2)

Kategorien: Israel   Bibel   Biblische Prophetie  

Wir wollen in diesem Teil über das Volk Israel sprechen. Und zwar aus diesem einen Grund, weil Gott dieses Volk ganz speziell berufen hat. Er hat in Seiner souveränen Entscheidung dem Volk Israel eine bestimmte Vergangeneit, Gegenwart und Zukunft gegben, wie keinem anderen Volk auf der ganzen Welt. Wir wollen alles das im Licht des prophetischen Wortes betrachten. Was prophezeiht Gott eigentlich über Israel - so viel und so genau? Und was haben Gottes Prophetien über Israel für alle anderen Nationen auf der Welt für eine Auswirkung? Was hat die Zukunft Israels mit der Zukunft der ganzen Welt zu tun?

In den vorigen Artikeln dieser Serie über das prophetische Wort haben wir schon öfters gesehen, daß Gott einen bestimmten Satz aus Seinem Herzen spricht: "Ich will ihr Gott sein und sie sollen Mein Volk sein." Das gilt, um es gleich vorweg zu nehmen, natürlich nicht ausschließlich für das Volk Israel, sondern mittlerweile auch für eine ganze, große Menge von Millionen von Nichtjuden auf der Welt, zu denen wir voller Dankbarkeit auch gehören. Dazu eine Frage: Wann ist das Volk Israe leigentlich das Volk Gottes geworden?

Die Berufung, die Auserwählung und die Bedeutung des Volkes Israel

... die Bedeutung Israels auch für uns Christen heute. Schauen wir uns an, was Gott getan hat, als Er Israel auserwählt hat:

1. Gott möchte sich selbst verherrlichen

Gott hat Israel nicht auserwählt, weil sie besser wären, oder weil sie anders wären, oder weil sie geeigneter wären. Hätte Gott unser Volk auserwählt, wären wir heute in dieser Situation. Gott sagt: Ich habe euch auserwählt, weil ihr das kleinste unter allen Völkern seid. - damit gezeigt werden kann, wie groß Gott ist. Um Prophetien über Israel und die (anderen) Nationen verstehen und einordnen können, ist es wichtig, daran zu denken, daß Juden nicht von sich aus besser als andere sind. Juden sich auch nicht schlechter als andere. Sondern Gott hat in seiner souveränen Entscheidung bei Abraham begonnen, sich ein Volk zu bilden. Er beginnt dadurch Seinen ganz konkreten Heilsplan mit der Menschheit: indem Er Abraham, Isaak und Jakob erwählt, wodurch Er später den Messias in die Welt bringt.

Vier Sätze

Wie Gott das Volk der Juden beim Auszug aus Ägypten zu Seinem eigenen Volk gemacht hat, sprach er vier bedeutende Verheißungs-Sätze (Exodus 6). Diese von Gott gesprochenen Worte werden bis heute von Juden auf der ganzen Welt gefeiert: beim Pessach-Fest. Diese 4 Sätze drücken aus, was Gott tun will oder wird. Sie werden zu Pessach mit den vier Kelchen Wein im Zusammenhang gebracht:

  • "Ich will euch aus der Last Ägyptens herausführen." - Der Kelch der Heiligung
    Gott ruft Sein Volk aus der Welt heraus und macht es dadurch heilig. Denn "heilig" zu sein heißt in der Bibel, für einen ganz bestimmten Zweck "abgesondert" zu sein.
  • "Ich will euch von ihrer [der Ägypter] Knechtschaft befreien / erretten." - Der Kelch der Errettung
  • "Ich will euch durch einen ausgestreckten Arm und große Gerichte erlösen." - Der Kelch der Erlösung
    Hier ist sehr wichtig zu erwähnen, daß die Gercihte, die Gott über Ägypten gebracht hat (die 10 Plagen), nicht nur eine Plage über das Volk der Ägypter waren. Es war auch - sagt Gott selbst - ein Gericht über die falschen Götter Ägyptens. So etwas Ähnliches werden wir dann etwas später auch im Buch der Offenbarung noch einmal sehen. Wo Gott zeigt: Ich bin der wahre Gott, die anderen vermögen gegen meine Macht letztendlich nichts.
  • "Ich will euch mir zum Volk annehmen." - Der Kelch des Lobpreises

Dies war der letzte Kelch des Abendmahls. Wie Jesus dieses Fest gefeiert hat, heißt es im Neuen Testament: "Und nach dem Lobgesang (= 4. Kelch) gingen sie zum Ölberg hinaus." (Mark 14:26) Gottes spezielles Eigentum zu sein - das ist ein Grund für Lobpreis!

Diese vier "Ich will"-Sätze sind der Beginn, wo Gott sagt: Mit euch habe ich etwas ganz Spezielles vor.

(a) Gott wählt Israel hier im prophetischen Sinn aus. Wir haben im ersten Artikel unserer Serie schon gesehen: "Der Geist der Prophetie ist das Zeugnis von Jesus." (Off 19:10)  Im prophetischen Geist, mit dem Ziel, sie zu seinen Propheten zu machen: sie sollen auf den Messias zeigen. Das ist nach wie vor die Berufung Gottes für Juden und eines der Ziele, die Er für sie hat. Gott sagt z. B. in Lev 26:12: "Ich will unter euch wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt Mein Volk sein."

(b) Gott will Israel dazu verwenden, um Seine Erlösung bis an die Grenzen der Erde auszubreiten. Auch das gilt heute noch. 'Die besten Evangelisten sind Juden.' Damit ist gemeint: Gott hat eine Salbung auf das jüdische Volk gelegt, um das Evangelium in alle Welt zu bringen. Jemand hat es einmal so ausgedrückt: wenn ein Jude seinen Messias erkennt und wirklich mit dem Geist Gottes gesalbt ist und anfängt, das Evangelium zu verbreiten ... dem kann man nicht widerstehen! Schließlich haben die Juden bis heute ja auch schon sehr viel von der Welt-Evangelisation vollbracht - mit der Hilfe des Herrn. Es begann in großem Maß im Jahr 70, nach der Zerstörung des Tempels, wo sie fliehen mußten und wo sie dann in alle Welt zerstreut wurden. Und sind wir nicht dankbar, daß Juden - im Gehorsam dem Wort des Herrn gegenüber - etwas gestartet haben, was bis zu uns gekommen ist!

Eine der zentralen Stellen, die uns noch öfter begegnen wird, ist das, was Gott zu Abraham gesagt hat, was Seine Berufung für ihn ist - und im Zusammenhang der Evangelisation der ganzen Welt: 'durch dich, Abraham' und dann im weiteren Verlauf 'Durch dich, Volk Israel' sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet sein. Wer von uns ist durch das Volk Israel gesegnet worden? Wir alle! Unsere Erlösung kommt daher, weil Juden dem Auftrag Gottes gehorsam waren.

(c) Israel ist Gottes Werkzeug. Eine Tatsache, die vierleorts leider unterbetont wird. Und zwar nicht nur in Bezug auf Evangelisation, sondern: Gott (be-)wirkt durch das Volk der Juden ganz konkrete Dinge bei anderen Nationen. Im letzten Artikel haben wir schon gesehen, daß Gott aus dem Volk Israel eine große Armee baut (Hes 37). Das Wort für "Armee" bedeutet wirklich "Armee" - es wird nicht vergeistlicht. Und das wird in unserer heutigen Zeit natürlich sehr konkret und interessant! Denn das Volk der Juden ist zurückgekehrt, sie haben einen Staat - mit einer sehr schlagkräftigen Armee. Und Gott hat - darauf können wir bereits zurückschauen - ein paar Jahrzehnte lang einiges an biblischer Prophetie erfüllt. Zum Beispiel gab es schon öfter Situationen, wo Israel von seinen Feinden in einen Krieg verwickelt wird (die Aggression geht nicht von Israel aus!), wo dann die Armee auftritt (auftreten muß), wo Gott - wie in alten Tagen, wie bei Mose, wie bei Joshua, wie bei den Richtern, wie bei König David - für Sein Volk Israel kämpft. Wer hat denn damals gekämpft? Die Armee Israels. Wer kämpft heute? Die Armee Israels. Gott hat dann einen militärischen Sieg geschenkt und mehr Land wieder an Israel zurückgebracht.

Dieses Thema stößt bei vielen Christen weltweit auf Ablehnung. Im Allgemeinen geht es um das Thema Krieg. Wie steht Gott dazu? Kann Gott etwas wie Krieg überhaupt zum Guten verwenden? Ich möchte es in einem Satz zusammenfassen: Krieg ist natürlich nicht Gottes ursprünglicher, bester Wille - Er hat eine perfekte Schöpfung ohne Krieg geschaffen, wegen Sünde gibt es Krieg, und in der Offenbarung lesen wir, daß es später keinen Krieg mehr geben wird - aber es ist einfach eine biblische Tatsache, daß Gott auch Krieg verwendet, um letztendlich Seinen Willen durchzusetzen und Seine Prophetien zu erfüllen. Ich habe das Thema Krieg in Kurz-Videos etwas aufgearbeitet und behandelt: Video 1, Video 2, Video 3. Eine Stelle, die darüber spricht - beachten wir bitte, wie aktuell diese Schriftstelle ist: Was hat Gott getan, wie Er Israel auserwählt hat? "Denn jetzt haben sich viele Völker gegen dich [Israel] versammelt, die sagen: sie soll entweiht werden, damit unser Auge seine Lust an Zion sehe. [Feindliche Völker wollen Israel und konkret Zion, also Jerusalem, zerstören.] Sie wissen aber nicht, was Jahwe im Sinn hat und merken Seinen Ratschluß nicht, daß er sie [die Nationen] wie Garben auf der Tenne zusammengebracht hat. [Jetzt kommt ein Wort des HERRN an die Armee Israels!] Mach dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn Ich mache dir eiserne Hörner und ehrene Hufe, daß du große Völker zermalmst und ihren Raub Jahwe weihst und ihren Reichtum dem Herrn der ganzen Erde." (Micha 4:11-13) Das ist eine sehr klare Aussage, daß Gott mit Seinem Volk, konkret mit der Armee Israels, ist.

Sehr wichtig erscheint es mir, an diesem Punkt zu sagen, daß diese Schriftstelle nicht bedeutet, daß alles, was die Armee macht, richtig ist. Obwohl sich die Armee Israels schon sehr oft dadurch ausgezeichnet hat, daß sich sich um ein Vielfaches barmherziger und menschlicher als andere Armeen gezeigt hat.

Gott verwendet die Armee Israels, um andere Nationen zu richten.

Wenn die Bibel etwas ganz klar sagt - und dieses Thema kommt öfters vor - dann sollten wir nicht persönliche Erlebnisse und Erfahrungen oder persönliche Anschauungen, Einstellungen und Weltbilder dem entgegen stellen. Ich glaube, der Herr möchte uns durch Sein Wort in unserem Denken sehr stark prägen, damit es wirklich nach der Bibel ausgerichtet ist. Sonst würden wir falsch beten. Um es noch konkreter zu machen: Wenn wir beten: 'Herr, Krieg ist schrecklich! Mach bitte, daß es keinen Krieg gibt.' Dann ist dieses Gebet zwar sehr verständlich, aber ein Widerspruch zum prophetische Wort über die jetzige Zeit, denn Gott hat gesagt: Es _wird_ Krieg kommen und Ich werde die israelische Armee verwenden, um den Sieg zu erringen.' Also beten wir entsprechend dieses Wortes. Für das Ende verheißt Gott eine Zeit ohne Krieg.

2. Das Herz Gottes für Israel

Ein für mich zentraler Punkt. Gott drückt Seine Liebe zu Seinem Volk durch einen Bund aus. Das könnten wir zu statisch oder 'steril' sehen. Aber dahinter steht das Herz Gottes, das mit Liebe erfüllt ist! Dieses Herz möchte der Herr uns für Israel geben. Es wird in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr offenbar, daß Israel - auch das ist eine Erfüllung biblischer Prophetie - immer mehr in der Welt isoliert wird, und die Einzigen, die wirklich als Freunde übrig bleiben, sind wiedergeborene Christen, die die Liebe Gottes zu Israel im Herzen tragen.

Haben wir als Christen das Herz Gottes für Israel?

Wie hat sich der Prophet Hosea gefühlt, als er ein Gleichnis ausleben sollte, um Gottes bedingungslose Bundes-Liebe für Israel auszudrücken! Darf ich das ganz ehrlich fragen: haben wir das Herz Gottes für Sein Volk Israel? Und wenn nicht: wollen wir es haben? Wir können es heute bekommen. Aber wie immer wartet Gott auf unser 'Ja'. Er tut nichts mit Gewalt. Im Buch Hosea im 3. Kapitel heißt es: "Denn lange Zeit werden die Kinder Israels ohne König und ohne Fürsten sein, ohne Opfer, ohne Malstein, ohne Ephod, ohne Teraphim. [Das war seit dem Jahr 70 bis ins 20. Jahrhundert der Fall.] Danach werden sich die Kinder Israels bekehren und Jahwe, ihren Gott und David, ihren König suchen[eine prophetische Vorschau auf unseren Herrn Jesus und die Bekehrung der Juden] und sich am Ende der Tage zitternd an Jahwe und Seine Güte wenden." (Hos 3:4-5) Ich kann euch sehr empfehlen, das Buch Hosea durchzulesen und wirklich zu sagen: 'Herr, zeig mir Dein Herz. Gib mir Dein Herz für das Volk Israel.' Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: wo immer ich Israel gesegnet habe, hat Gott wirklich treu Was hat Gott getan, wie Er Israel auserwählt hat? Gen 12:3erfüllt ("Ich will die segnen, die dich segnen.") Und ich habe nicht nur einfach Segen erlebt - ich habe den Herrn besser kennen gelernt. Denn der HERR, der Vater unseres Herrn Jesus, ist der Gott Israels. Seit Tausenden von Jahren. Und es ist ein Aspekt von Seinem Charakter, die ich nicht - nie wieder - missen möchte. Und wenn wir sagen, wir wollen wie Jesus werden: Jesus hat über Jerusalem geweint! Es war in Ihm. Es war Sein Herz.

3. Israel ist der Augapfel Gottes.

Auch das gilt heute noch. Hier sind ein paar Bibelstellen, die den Augapfel betreffen. Denken wir dabei daran, daß der Augapfel medizinisch gesehen der empfindlichste Teil des ganzen Körpers ist:

"Er hat ihn [Israel] in der Wüste gefunden, im einsamen, öden Jammertal. Er beschützte ihn, gab auf ihn acht und behütete ihn wie Seinen Augapfel." So sieht Gott Israel.

"Behüte mich wie den Augapfel im Auge. Beschirme mich unter dem Schatten Deiner Flügel vor den Gottlosen, die mich verderben, vor meinen Todfeinden, die mich umringen."

Und Gott ermutigt uns: "Beobachte Meine Gebote, so wirst du leben! Und bewahre Meine Lehre wie einen Augapfel." Ich kann mich gut erinnern, ich war vor vielen Jahren einmal unterwegs, hatte schlechte Kontaktlinsen und ganz rote Augen. Jemand sagte damals zu mir: 'Pass auf deine Augen auf, du hast sie nur einmal.' Wie sehr schützen wir selbst unseren Augapfel? So sagt der Psalmist: "Beschütz mich wie Deinen Augapfel." oder Gott sagt: "Bewahre Meine Lehre, Mein Wort, wie deinen Augapfel!" Ist uns das Wort Gottes so wichtig, wie es uns wichtig ist, daß wir nicht blind sind?

"Ihr Herz schreie zum HERRN: Du Mauer der Tocher Zions, laß Tag und Nacht Tränenströme fließen. Gönne dir keine Ruhe, dein Augapfel raste nicht." Also: nicht schlafen, sondern vor den HERRN kommen.

Und schließlich: "Denn so spricht er HERR der Heerscharen: Um Ehre zu erlangen hat Er mich zu den Nationen, die euch plündern, gesandt: denn wer euch [Israel] antastet, der tastet seinen Augapfel an." (Sach 2:8) Das ist die zentrale prophetische Bibelstelle über Israel und den Augapfel. Und diese Stelle kann auf 2 Arten gelesen werden: 1. "sein Augapfel" = Gottes Augapfel. Dieses Thema ist heute so aktuell und wird es in den nächsten Jahrzehnten auch bleiben. Die Menschen, die Personen, die Gemeinden(!), die Nationen in der Welt, die Israel antasten, die Israel feindlich entgegen stehen, die tasten Gottes Augapfel an. Wenn eine Nation gegen Israel steht, nimmt sie bildlich gesehen eine Nadel und sticht Gott ins Auge. SO SEHR und SO SCHARF sieht Gott das. 2. Eine andere möglich Art, es zu lesen: "sein Augapfel" = sein eigener Augapfel. Auch das ist durch die Geschichte hindurch sichtbar. Menschen die sich gegen Israel versündigt haben, haben sich bildlich selber ins Auge gestochen und sind blind geworden. Man sieht es im Laufe der Kirchengeschichte von vielen Jahrhunderten: wo sich Menschen in ihrer Theologie gegen Israel gestellt haben (auch heute noch!), sind _sie_ geistlich blind geworden und sind in Irrlehren abgedriftet. Das geht Hand in Hand, es ist hochinteressant!

Wir wollen es nicht so tun. Wir wollen Israel segnen. In erster Linie, um Gottes WIllen zu tun, zweitens um für Gottes Volk Segen zu erbitten und natürlich auch, um selber Segen zu empfangen.

[Im nächsten Artikel schließen wir das Thema ab.]

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