Der Geist des Islam

Claude Ezagouri, Fürbittekonferenz, Jerusalem, Jänner 2012

 

Wir hatten bisher eine gute Woche. Ich glaube, dass wir uns hier sicher fühlen, da wir von Freunden umgeben und eines Geistes sind, und das ist gut! Aber nächste Woche werdet ihr in euer Land zurückgehen, und dort wird es, wie sie in Amerika sagen, „ein anderes Kriegsspiel“ geben. Sie sind keine Freunde, und sogar, wenn sie Freunde sind, werdet ihr ihnen erzählen, was ihr auf dem Herzen habt und was der Herr getan hat und was der Herr über den Konflikt im Mittleren Osten denkt. Ihr werdet viel zu erklären haben. Aber ihr werdet auch erleben, dass Menschen gegen euch auftreten, die euch fragen: „Warum betet ihr für Israel? Seht euch an, was Israel tut! Sie sind Eroberer, sie sind ins Land eingefallen, sie unterdrücken die Palästinenser! Seht euch die armen Palästinenser an! Wir haben das im Fernsehen gesehen.“ Ihr werdet diese Behauptungen wi­der­legen müssen. Einige Leute sagten mir: „In Europa sind wir keine Antisemiten. Wir sind Anti-Zionisten.“ Und ihr müsst darauf antworten. Ich will jetzt nicht darauf eingehen. Für mich sind es einfach zwei verschiedene Wörter, die dasselbe ausdrücken, besonders, wenn ihr zu Gläubigen sprecht. Bei Ungläubigen ist es etwas anderes. Ihr werdet ih-nen die Natur des Konflikts im Mittleren Osten zeigen müssen. Das ist nicht immer einfach. Die meisten Gläubigen in der Welt werden euch sagen, dass es ein politischer Konflikt sei, der politisch gelöst werden muss.

 

Das bringt mich in meine Kindheit zurück. Ich bin in Algerien, einem arabischen Land, geboren. Dort blieb ich 13 Jahre. Wir mussten die arabische Denkweise verstehen und, wie wir mit unseren Nachbarn umgehen konnten. Wir lernten viel. Ich erinnere mich, dass meine Mutter sagte: „Auch wenn wir schon 40 Jahre bei ihnen sind, können wir ihnen nicht vertrauen. Und das steht in der Bibel.“ Als ich dann gläubig wurde, stellte ich fest, dass das nicht in der Bibel steht. Aber es gibt anderes, was nicht in der Bibel steht, und was trotzdem Wahrheit enthält. Damals, als ich noch nicht gläubig war, verstand ich, dass die Araber eine ganz andere Denkweise haben. Und nachdem wir 1962 aus Algerien nach Frankreich geflohen waren, sahen wir einige Jahre später Araber von Algerien nach Frankreich kommen. Die wünschten in Algerien unabhängig zu sein. Aber das war nicht genug: jetzt wollten sie sich in Frankreich ansiedeln. Und als wir das sahen, sprachen wir zu den Franzosen und sagten: „Ihr macht einen Fehler. Das werdet ihr sehen.“ Sie widersprachen und fragten, warum. Wir erklärten: „Ihr versteht die Denkweise der Moslems nicht.“ Darauf sagten sie: „Ihr seid Rassisten!“ Es mag sein, dass sie euch das auch sagen. Aber wir waren keine Rassisten; wir verstanden nur ihre Denkweise.

 

Als ich gläubig geworden war, verstand ich, dass es nicht nur eine Frage der Denkweise ist. Es ist ein anderer Geist. Und das müssen wir verstehen. Es ist ein Geist, der aus der Hölle kommt. Es tut mir leid, das zu sagen. Wenn wir vom Islam sprechen, besonders vom islamischen Fundamentalismus, ist das ein Geist. Das müssen wir verstehen, denn wenn wir sonst für die Länder im Mittleren Osten beten, wer­den wir denken, dass es eine politische Lösung gibt. Ich spreche jetzt über Geister. Missversteht mich bitte nicht! Ich spreche nicht über Fleisch und Blut. Als wiedergeborener Gläubiger – und ich prüfe mein Herz, das könnt ihr mir glauben – liebe ich die Araber. Mein bester Freund ist ein Araber. Der beste Freund meines Vaters war ein Araber. Auch die beste Freundin meiner Frau, als sie noch in Algerien war, war ein arabisches Mädchen. Darum handelt es sich nicht. Wir lieben die Araber, und wir müssen auch Achmadinedschad lieben und umarmen können. Aber andererseits hassen wir den Geist, der da am Wirken ist. Wir müssen also einen Unterschied machen. Leider kennen die meisten Christen diesen Unterschied nicht. Und sie verstehen den Geist nicht, der da am Wirken ist, und geraten so in die Falle des Feindes. Wenn wir den Geist verstehen, begreifen wir, dass dieser Konflikt in erster Linie und grundsätzlich ein geistlicher Konflikt ist, der nur durch geistliche Kriegsführung besiegt werden kann – besonders durch Gebet. Aber die Grundlage dieses Konflikts ist geistlich.

 

Ich möchte, dass ihr alles, was ich sage, von biblischer Sicht her versteht. Dieser Geist existierte schon in biblischen Zeiten. Wir sprechen von den Palästinensern. Es gab in der Bibel schon denselben Geist. Und der scheint in den meisten Palästinensern, den damaligen Philistern, gewirkt zu haben. „Philister“ und „Palästinenser“ ist im Hebräischen und im Arabischen das gleiche Wort. Aber ich kann in ihnen auch denselben Geist am Wirken sehen.

 

Der Krieg zwischen Israel und den Philistern war nicht nur ein militärischer Konflikt, es war nicht nur ein Krieg zwischen zwei Kulturen oder zwei Völkern. Es war ein Krieg zwischen dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und dem Gott der Philister, obwohl der Gott der Philister nur in den Vorstellungen der Philister existierte, denn ich glaube, dass es nur einen Gott gibt. Trotzdem sehen wir z. B. in der Bibel, dass, als die Philister die Bundeslade nahmen und in ihren Tempel stellten, die Statue Dagons, des Got­tes der Philister, auf ihr Gesicht fiel. Übrigens in Haifa ist ein großes Kornlagerhaus mit dem Namen „Da­gon“. Als dann die Plagen die Philister trafen, gingen sie zu ihren Priestern und fragten: „Was sollen wir tun?“ Und die Priester sagten: „Ihr müsst den Juden die Bundeslade zurückgeben.“ „Wie sollen wir das tun?“ Seht euch an, was die Philisterpriester zu den Leitern der Philister sagten. 1. Sam. 6/6: „Warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben? Ließen sie die Israeliten nicht ziehen, als der Herr ihnen mitgespielt hatte, und sie zogen weg?“ Das heißt: die Priester der Philister wussten, dass der Gott Israels der Gott ist, der im­mer siegt.Sie sagten: „Ihr wart töricht, weil ihr nicht auf den Gott Israels gehört habt.“ Es zeigt, dass es die religiösen Leiter der Philister verstanden.

 

Und ich glaube, dass das heute in der Welt der Moslems zu gesche­hen beginnt. Einige der islamischen Leiter beginnen zu verstehen, dass ihre Religion nicht standhalten kann. Vor ungefähr zwei Monaten gab ein prominenter Leiter der Drusen im Libanon dem Herrn sein Herz - und floh nach Kanada. Unter den Drusen in Galiläa gab es einen Aufruhr; sie fragten: „Wenn er ins andere Lager übergegangen ist, wie ist es mit uns? Was sollen wir tun?“ Und es gibt natürlich Furcht bei den anderen religiösen Leitern, aber da kommt dieses große Fragen bei den Drusen: „Vielleicht sollten auch wir an Jesus glau­ben!“

 

Ich denke, dass wir den Islam militärisch nicht besiegen können, obwohl es militärische Auseinandersetzungen geben wird, und das muss auch so sein. Aber der Islam muss implodieren, von innen her zer­stört werden. Nur so kann der Islam besiegt werden. er wird besiegt werden - aber nur durch geistliche Kriegsführung und Gebet. Ich bin sicher, dass der Herr es tun wird. Und es ist ein Vorrecht, dass wir an Seinem Werk teilhaben dürfen.

 

Der Geist, der hinter dem Islam wirkt, ist ein alter Geist. Hes. 25/15-17: „So spricht der Herr, HERR: ‚Weil die Philister mit Rachsucht gehandelt und sich rachsüchtig gerächt haben mit Verachtung aus vol­lem Herzen zur Zerstörung in ewiger Feindschaft’, (16) darum, so spricht der Herr, HERR: ‚Siehe, Ich strecke Meine Hand gegen die Philister aus und rotte die Kreter aus und tilge den Überrest an der Kü­ste des Meeres aus. (17) Und Ich werde mit grimmigen Züchtigungen große Rache an ihnen üben. Und sie werden erkennen, dass Ich der HERR bin, wenn Ich Meine Rache über sie bringe.’

 

Seht euch Vers 15 an: da steht, dass sich die Philister mit Rachsucht rachsüchtig gerächt haben mit Ver­achtung aus vol­lem Herzen zur Zerstörung in ewiger Feindschaft. Das ist eine Feindschaft, die aus alten Zeiten kommt. Es ist ein alter Geist, der dort am Wirken ist. Das Problem mit diesem Geist ist, dass er andere Geister mit sich zieht – z. B. Rachsucht und Bosheit in ihren Herzen. Und sie suchen, Juda zu zerstören. Es sind verschiedene Geister, die da wirken. Und dann sagt der Herr in Vers 17: „Dann werden sie erkennen, dass Ich der HERR bin, wenn Ich Meine Rache über sie bringe.“ Ihr seht, dass der Herr einen Plan für die Araber hat. Preis sei dem Herrn! Der Herr macht einen Unterschied - zwischen dem Geist, der am Wirken ist, und den Arabern. Wir möchten, dass die Araber gerettet werden, in unserer Mitte wohnen und ein gutes Leben haben. Wir möchten gern mit ihnen Tee und Kaffee trinken. Und mehr als das: wir möchten mehr als gute Freunde sein, wir möchten gern Brüder und Schwestern im Herrn sein. Aber wir müssen einen Krieg führen, und der Krieg ist nicht gegen Fleisch und Blut sondern gegen die Geister der Finsternis, die da am Wirken sind.

 

Wir könnten Gott fragen: „Warum erlaubst Du, dass uns Feinde Israels umgeben? Warum brauchen wir das?“ Aber der Herr hat die Feinde Israels immer als Züchtigungsrute gebraucht. Das lieben wir nicht. Doch ich bin sicher, dass ihr bemerkt habt, dass dies zwar das Heilige Land ist, aber das Volk ist nicht heilig. Der Herr demütigt Sein Volk Israel manchmal, und Er gebraucht unsere Feinde als Züchtigungsrute. 2. Chron. 21/16: „Und der Herr erweckte gegen Joram den Geist der Philister und der Araber, die neben den Kuschitern wohnten. (17) Und sie zogen gegen Juda herauf und drangen darin ein und nah­men den ganzen Besitz weg, der sich im Haus des Königs befand, und auch seine Söhne und seine Frauen. Und es blieb ihm kein Sohn übrig außer Joahas, dem jüngsten von seinen Söhnen.

 

Hier sehen wir zunächst einmal die Feindschaft der Philister und der Araber. Heute ist es dasselbe: die Araber und die Philister haben einen Geist. Das Wort Araber ist auf Hebräisch „araw“. Das hat dieselbe Wurzel wie das Wort „la’arow“. La’arow heißt: einen Hinterhalt legen, jemand auflauern. Von 1967 bis 1973 warteten die Feinde Israel auf den richtigen Zeitpunkt, um Israel zu überraschen, es zu überfallen. Sie lagen im Hinterhalt. Sie warteten auf die richtige Koalition von Völkern, sie warteten darauf, Israel im richtigen Au­genblick anzugreifen, was sie dann auch 1973 zu Jom Kippur taten. In Hes. 38 haben wir einen Krieg, und wir können sehen, dass es derselbe Prozess ist. Israel lebt in sicheren Grenzen, und plötzlich wird es angegriffen. Aber der Angriff ist vorsätzlich. Und er muss es sein. 1973 sind die arabischen Völker nicht morgens aufgestanden und haben gesagt: „Wisst ihr was, lasst uns Israel angreifen!“ Nein, sie lagen auf der Lauer und warteten auf den rechten Moment. Und das sagt mir, dass wir in Israel und in der christlichen Welt auf der Hut sein müssen. Wir können nicht schlafen. Wenn wir schlummern, und es gibt solch einen Geist des Schlafes – dann kann der Angriff plötzlich kommen. Ihr dürft nicht denken: „Der Iran wird nicht morgen angreifen, das kann noch sechs Monate dauern!“ Aber wir wollen bereit sein. Wir wollen auf der Hut sein.

 

Und dann seht ihr die Merkmale dieses Geistes. Seht in Vers 17, was sie tun! Zuerst greifen sie an, dann fallen sie ins Land ein – und sie stehlen. So ist es auch heute. Sie greifen an, sie fallen ein und sie stehlen. Was stehlen sie? Sie stehlen Land - obwohl sie versuchen, euch zu erzählen, das sei „palästinensisches Land“. „1948 kamen die Juden und nahmen unser Land weg.“ Aber ihr müsst dann erklären, dass dies nicht das Land „Palästina“ ist, dies ist das Land, in dem König David regierte. Er regierte nicht nur in Jerusalem, er regierte übrigens auch in Hebron. Dies ist das Land, das Gott Abraham, Isaak und Jakob und ihren Nachkommen gab – d. h. den zwölf Stämmen Israels. Da kann es kein Missverständnis geben. Das Land gehört dem Volk der Juden. Und das Problem ist, dass dieser Geist angreift, ins Land einfällt und stiehlt.

 

Ich hörte einige Tage bevor ich hierher kam von dem Streit in Israel wegen der Araber in der Knesset und derjenigen vom linken Flügel. Sie sprachen über Diebe, die nicht nur in den jüdischen Siedlungen, sondern auch in Dörfern in Galiläa und im Negev Schafe und Kühe stehlen. Sie sagten, wenn die Diebe in die Bauernhöfe kommen, dann wird auf sie, auf die Araber, geschossen, das ist nicht Recht. Es tut mir leid, aber es ist eine Tatsache, dass es meistens Moslems sind, die so etwas tun. Warum? Weil es im Koran o. k. ist, einen Juden zu bestehlen. Es ist auch o. k., einen Christen zu bestehlen. Aber man darf nach dem Koran keinen Moslem bestehlen. In Saudi-Arabien sieht man nicht viel von diesen Dingen, und wenn sie da stehlen, dann ist das ein großes Problem. Dann hacken sie dem Dieb die Hand ab. Aber in Israel dürfen sie stehlen. Wenn du ein Jude bist, ein Nicht-Moslem, dann ist es eine gute Tat, dich zu bestehlen.

 

Darum sage ich, dass wir den Geist von einer biblischen Perspektive her verstehen müssen. Wir müssen unseren Feind verstehen – er ist ein geistlicher Feind – aber wir können das auch physisch sehen. Er wirkt durch Menschen. Wenn dieser Geist angreift, muss er in Schranken gehalten werden, denn Gott liebt Sein Volk. Er will nicht, dass Israel vernichtet wird. Gott ist da, und Er zähmt diesen Geist.

 

Wir sehen z. B. in 2. Chron. 17 von Vers 10 an, dass der Herr, weil Er den Geist der Araber, der Philister, mit Gewalt in Schranken halten musste, Joshaphat, einen guten König, erweckte, der stark war. Das war von Gott. 2. Chron.17/10-11: „Und der Schrecken des HERRN kam über alle Königreiche der Länder, die rings um Juda herum waren, so dass sie nicht mehr gegen Joshaphat kämpften. (11) Und von den Philistern brachte man Joshaphat Tribut und Silber als Abgabe. Auch die Araber brachten ihm Klein­vieh: 7.700 Widder und 7.700 Ziegenböcke.“ Zuerst einmal sehen wir sie wieder zusammen: die Philister und die Araber. Und wir sehen: weil Joshaphat ein starker König war und die Kontrolle ergriff, waren die Phi­lister und die Araber unterwürfig. Und sie kamen und entrichteten Tribut, sie brachten Jo­shaphat Gaben.

 

Darum ist es wichtig zu beten, dass der Premierminister Israels ein starker Mann sein möge. Ich sage nicht, dass er ein Diktator sein soll. Er muss ein Mann mit Charakter sein, ein starker Mann, der weiß, wohin er geht und der den Feind kennt. Nicht einer, der sagt: „Der Feind ist wie andere Feinde. Wir wer­den mit ihnen reden. Wir werden Kompromisse schließen.“ Einige Israelis wollen das tun, weil sie die Natur des Geistes nicht verstehen. Sie verstehen die Denkweise der Araber nicht.

 

2. Chron. 22/1: „Die Bewohner von Jerusalem machten Ahasja, Jorams jüngsten Sohn, an seiner Stelle zum König. Denn alle älteren hatte die Kriegsschar umgebracht, die mit den Arabern ins Lager gekommen war. So wurde Ahasja, der Sohn Jorams, des Königs von Juda, König.“ Ahasja war ein starker Kö­nig, kein guter König, er war kein König, der vor Gott recht tat. Er war ein König, der böse vor Gott handelte. Aber trotzdem war er ein starker König. Gott sah, dass der Geist der Araber und der Philister sich zu sehr erhob, und Er musste einen König wie Ahasja einsetzen. Und ihr seht, dass Ahasja der Einzige war, der vom Massaker unter seinen Brüdern übrig geblieben war. Doch Gott hatte einen Plan: Er brauchte Ahasja für jene Zeit, und er gebrauchte Ahasja hier. Weil die Araber damals ins Lager einge­fallen waren, brauchte er einen starken König. Sie hatten das Lager ja nicht nur überfallen und ge­plün­dert, sondern sie hatten auch die Königssöhne getötet. Es ist ein gewalttätiger Geist, ein Geist, der mor­det.

 

Ich brauche euch das nicht zu erzählen. Seht, was in Syrien geschieht. Im Fernsehen sah ich einen Bericht. Es brach mein Herz, die Gräueltaten dort zu sehen. Das kommt von demselben Geist. Weil es ein Geist der Grausamkeit ist und so auch verstanden werden muss, kann man nicht an Verhandlungen denken. Präsident Bush versuchte das. Er sagte: „Lasst sie wählen und Demokratie bekommen!“ Er wollte Demokratie in die arabischen Völker verpflanzen. Aber das klappt einfach nicht. Solange, wie dieser Geist herrscht, ist das nicht möglich. Und es hat auch nicht geklappt. Es war nicht möglich. Sie wählten, und die Hamas siegte. Im Gazastreifen herrscht jetzt die Hamas. Was ist das für eine Demokratie? Fragt die Leute in Gaza! Aber die Menschen verstehen nicht, dass es ein geistlicher Konflikt ist, und sie verstehen das Wesen des Geistes nicht, der da wirkt. Sie sagen: „Lasst uns verhandeln! Lasst uns Kompromisse machen! Lasst uns eine Demokratie schaffen! Lasst sie wählen!“ Aber das klappt einfach nicht. Ihr müsst verstehen, wo wir sind. Die Israelis sagen: „Wir sind nicht in der Schweiz!“ Als ich in der Schweiz war, sagten mir Christen: „Wir verstehen das nicht. Warum schließt ihr mit den Palästinensern keinen Frieden? In der Schweiz haben wir diejenigen, die Deutsch sprechen, die Französisch sprechen und die Italienisch sprechen, und wir haben einen Bund und leben im Frieden.“ Die leben auf einem anderen Pla­neten. Wenn ihr das nicht versteht, was können wir da noch sagen?

 

Manchmal stellt der Herr das Gleichgewicht wieder her. Auf der einen Seite möchte Er die Feinde ge­brauchen, um Israel zu demütigen. Aber auf der anderen Seite wünscht Er, dass Israel weiter bestehe und nicht von den Feinden vernichtet werde. Da sehen wir ein feines Gleichgewicht.

 

Während der letzten Jahrzehnte ist Israel stark geworden: die beste Spitzentechnologie, die beste Elektronik, das beste Militär, und sogar finanziell ist Israel stark. Das Problem ist, dass wenn Israel zu stark wird, dann steigt es uns manchmal in den Kopf. Dann müssen wir gedemütigt werden. Und so erweckte Gott Völker, die un­sere Alliierten zu sein pflegten, und jetzt sind sie unsere Feinde. Der Iran z. B. war ein Freund Israels. Jetzt ist er kein Freund mehr. Auch die Türkei war ein Verbündeter Israels. Jetzt ist es ein Feind Israels. Ich kann das nur so verstehen, dass Gott da eine Waage hat… Aber gleichzeitig damit, dass der Iran und die Türkei Feinde wurden – seht euch an, wie viele Fürbitter für Israel ihr seit den letzten zwanzig bis dreißig Jahren in der Welt habt! In den siebziger Jahren hatten wir nicht so viele Fürbitter für Israel. Heute habt ihr Zehntausende auf der ganzen Welt. Auch die helfen, das Gleichgewicht herzustellen. Und das ist eine Macht dem Feind gegenüber. Ihr müsst verstehen, dass ihr viel Macht habt. Durch die Gnade Gottes haben wir eine große Macht durch unsere Gebete.

 

In Nehemia 4 sehen wir, dass damals derselbe Geist wirkte, der allem widersteht, was dem Herrn Ehre geben würde. Neh. 4/1-3: „Als Sanballat und Tobija und die Araber, Ammoniter (die Ammoniter wären heute Jordanien und ein Teil von Saudi-Arabien) und Aschdoditer (die Philister, wir sehen wieder die Araber und die Philister zusammen) hörten, dass die Ausbesserung an den Mauern Jerusalems Fortschritte machte, weil die Breschen sich zu schließen begannen, da wurden sie sehr zornig. (2) Und sie schlossen sich zusammen alle miteinander, um zu kommen und gegen Jerusalem zu kämpfen und da­rin Verwirrung anzurichten. (3) Da beteten wir zu unserem Gott und stellten eine Wache gegen sie auf, Tag und Nacht zum Schutz vor ihnen.“ Zuerst sehen wir die Araber und die Philister und diesen Zorn. Wenn ihr die islamischen Fundmentalisten zum Beispiel in den Straßen Gazas oder in Beirut die Hisbollah demonstrieren seht, dann seht ihr diese Wut. Hier steht, dass sie sehr zornig wurden. Das ist im He­bräischen ein starkes Wort. Und in Vers 2: „sie schlossen sich zusammen“.

 

Wenn ihr seht, wie die Palästinenser, die Araber davon sprechen, mit Israel Frieden zu schließen, dann ist das eine Verschwörung. Die wollen keinen Frieden in der Weise, wie wir Frieden wünschen. Das müssen wir verstehen. Es ist eine raffinierte Verschwörung. Aber nur wenige Politiker verstehen das – wegen der geistlichen Natur des Konflikts. Und sie machen Unruhen. Seht euch an, was in Ägypten ge­schah! Plötzlich griffen sie die israelische Botschaft an. Die israelische Botschaft war diskret, sie sagten kein Wort. Plötzlich kamen sie in große Schwierigkeiten. Vers 3: „Da beteten wir!“ Das ist die Lösung. „Da beteten wir – und wir stellten eine Wache auf!“ Wir müssen wachsam sein. Dies ist eine Fürbittekonferenz. Aber auch wenn ihr in eure Länder zurückgeht, müsst ihr Wächter sein. Wächter gibt es nicht nur im Krieg, sondern auch zwischen den Kriegen. Wir müssen weiter beten und auf der Hut sein! Denn die­ser Feind macht Verschwörungen und liegt im Hinterhalt und versucht, uns plötzlich zu überfallen.

 

Mit all den Feinden um uns herum und diesem geistlichen Feind, der so gewalttätig, so grausam ist, welche Hoffnung haben wir da? Doch wir wissen nicht nur, dass wir eine Hoffnung haben, sondern seht euch Psalm 37/22 an: „Denn die vom Herrn Gesegneten werden das Land besitzen, und die von Ihm Verfluchten werden ausgerottet.“ Wer sind die Gesegneten? Bileam konnte das Volk Israel nicht verfluchen. Er musste es segnen, weil Gott sagte: „Dies ist das Volk, das Ich segne!“ Und Er sagt: „Gesegnet sind die, die Israel segnen, und verflucht sind diejenigen, die Israel verfluchen.“ Hier ist es mir ganz klar, dass das Volk Israel gesegnet ist und das Land erben wird. Punkt! Das ist das Wort Gottes!

 

Ihr sagt vielleicht: „OK, aber was ist mit den Arabern? Was ist mit den Palästinensern?“ Gott hat einen Plan für die Araber, Er hat einen Plan für die Palästinenser. Aber es gibt nur eine Möglichkeit, und das sehen wir klar in Römer 4. Die Araber sind ja Nachkommen Ismaels. Ismael war Abrahams Sohn. Röm. 4/13: „Denn nicht durch Gesetz wurde Abraham und seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, dass er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit (durch den Glauben an Jeshua).“ Durch Glauben an Jeshua werden die Söhne Ismaels das Verheißene empfangen. Und in Hesekiel 47 ist es sehr klar. Die Regierung des Landes ist den Stämmen Israels gegeben. Aber die Fremden in Israel, u.a. auch die Araber und die Palästinenser, die den Herrn annehmen, werden ihr eigenes Erbteil bekommen. Sie werden ihr Grundstück und ihren Feigenbaum haben und in Frieden leben. Aber zu­erst muss ein Prozess stattfinden: das Herz muss verwandelt und der Geist muss ausgetrieben werden. Und dann gibt es Hoffnung für die Palästinenser und die Araber. Sonst werden sie weiterhin unter der Kontrolle dieses gleichen Geistes sein.

 

Wir sehen das auch in Apostelgeschichte 8, wo der Heilige Geist auf die Juden fiel. Ihr seht dort auch Araber. Sie nahmen den Herrn an, und sie bekamen auch den Heiligen Geist und wurden Teil der Urgemeinde. Dies wird der Herr auch heute tun. Und der Herr sagte das schon voraus. Jes. 42/11-12: „Die Stimme sollen erheben die Steppe und ihre Städte, die Dörfer, die Kedar (Kedar war der zweite Sohn Ismaels, wir sprechen hier also wieder über Araber) bewohnt! Jubeln sollen die Bewohner von Sela, jauchzen vom Gipfel der Berge her! (12) Dem Herrn sollen sie Ehre geben und Seinen Ruhm auf den Inseln verkündigen.“ Sie werden dem Herrn die Ehre geben. Und wir haben schon während dieser Konferenz ge­hört, dass sich das Christentum in vielen moslemischen Ländern ausbreitet, dass das Evangelium verkündigt und angenommen wird. Und wir sehen islamische Leiter, die den Herrn annehmen und wie sich Moslems in vielen Ländern der Welt um den Herrn Jeshua scharen. Ich bin einigen aus Syrien und aus Algerien begegnet. Sie verstehen, wovon ich spreche. Der Herr hat sie aus der Macht dieses Geistes befreit. Und in dem Augenblick, in dem der Herr sie befreite, gab Er ihnen eine Liebe zu Israel. Und sie beten heute in arabischen Ländern für Israel. Es gibt viele Fürbitter für Israel. Es ist der Herr, der dieses Werk tut.

 

Vor zwei Monaten, im November, griffen die Moslems die Kirchen in Ägypten an, und die Christen demonstrierten, woraufhin die Polizei oder die Armee angeblich 150 Christen töteten. Daraufhin hielten die Christen eine große Versammlung, wo sie 12 Stunden lang beteten. Ich zeige euch davon ein kurzes Video. Darin hört ihr immer wieder ein Wort: „Yassua“, das bedeutet „Jeshua“.

 

Wir bekamen Berichte von Ägypten, dass viele Menschen vom Geist des Islam befreit worden seien. Seht ihre Gesichter an! Sie haben 150 Menschen verloren, doch sie preisen den Herrn. Und ich wünschte, wir hätten in Israel denselben Eifer. Lasst uns beten:

 

Herr, wir danken Dir, dass Deine Pläne nicht nur unergründlich, sondern wunderbar und vollkommen sind. Was wir für unmöglich hielten, das tust Du vor unseren Augen. Wir danken Dir, Herr! Wir bitten Dich, dass jeder in der weltweiten Gemeinde ein klares, geistliches Verständnis für das bekommt, was hier in Israel geschieht, ein Verständnis für die Geister, mit denen wir kämpfen. Wir bitten um die Gabe der Unterscheidung der Geister für die Natur dieses Konflikts, um geistliches Unterscheidungsvermögen, geistliche Klarheit. Und wir danken Dir, Herr, für die Moslems, die den Mut haben, Dir ihr Leben zu geben, auch wenn sie getötet werden, auch wenn sie leiden. Wir staunen darüber, was Du in der arabischen Welt tust. Und unsere Herzen und unser Gebet gehen zu ihnen. Bitte, führe Dein Werk in der arabischen Welt weiter unter den Moslems und besonders unter den islamischen Leitern! Rette sie, befreie sie von diesem Geist der Araber und der Philister! Wir bitten Dich im Namen Yeshuas. Amen

 

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