Wahre Fürbitte

Lance Lambert, Fürbittekonferenz für Israel, Jerusalem, Januar 2012

Sach. 12/1-3, 9-13/1: „Ausspruch, Last des Wortes des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem In­neren bildet: (2) ‚Siehe, Ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Be­drängnis geraten zusammen mit Jerusalem. (3) Und es wird geschehen an je­nem Tag, da mache Ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wol­len, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.’ (9) „Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte Ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen. (10) Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße Ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf Mich blicken, Den sie durchbohrt ha­ben, und werden über Ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt und werden bitter über Ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint. (11) An jenem Tag wird die Wehklage in Jerusalem groß sein wie die Wehklage von Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo. (12) Und wehklagen wird das Land, Sippe um Sippe für sich, die Sippe des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses Nathan für sich und ihre Frauen für sich, (13) die Sippe des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe der Schimiter für sich und ihre Frauen für sich, (14) alle übrigen Sippen, Sippe um Sippe für sich und ihre Frauen für sich. (13/1) An jenem Tag wird für das Haus David und die Bewohner von Jerusalem eine Quelle geöffnet sein gegen Sünde und gegen Befleckung.

 

Geliebter Herr, wir danken Dir für die Salbung, die Du uns auf Golgatha durch Dein vergossenes Blut und Deinen zerbrochenen Leib gewonnen hast! Du hast für uns eine Salbung der Gnade und Macht er­worben! Und in diese Salbung treten wir jetzt im Glauben ein für das Reden Deines Wortes, dass wir jenseits der menschlichen Stimme die Stimme des Herrn hören, und ebenfalls für unser Hören, dass wir hören mögen, was der Geist zur Gemeinde sagt! Höre uns, o Herr, und wir werden Dir allen Lobpreis und alle Anbetung unserer Herzen geben. Wir bitten dies im Namen unseres Messias, des Herrn Jesus. Amen!

 

Vor ungefähr 2.600 Jahren weissagte der jüdische Prophet Sacharja über die Tage, in denen wir heute leben. In dieser Prophetie erwähnte er Jerusalem immer und immer wieder. Aber wenn wir zu die­sen Ka­piteln, dem 12., 13. und 14. kommen, spricht er von dem, was er die Last des Wortes des Herrn über Israel nennt. Vor ca. 2.000 Jahren gab es kein Volk Israel. Natürlich gab es „das Haus Israel“. Aber das wieder geschaffene Volk, das wir jetzt sehen und bezeugen, gab es nicht. Er spricht von der „Last des Wortes“, und er gebraucht ein sehr interessantes Wort im Hebräischen: „massa“, womit im Allgemei­nen eine Last bezeichnet wird, die Esel tragen. Auch wenn ihr einem Kamel oder einem Maultier eine Last auflegt, wird dieses Wort gebraucht. Sacharja sah sich selbst als einen Esel, ein Maultier oder ein Kamel, das etwas unglaublich Kostbares trug: eine Last des Wortes des Herrn, die schwer auf ihm lag.

 

Er gab uns interessanterweise einen spezifischen Zeitrahmen. Dieses Wort ist nicht wie andere Teile der Prophetie Sacharjas, die für alle Zeiten gelten. Diese Last des Wortes des Herrn über Jerusalem gilt einer spezifischen Zeitperiode – dem Ende der Weltgeschichte. Er spricht davon, dass Jerusalem plötzlich ein Brennpunkt des Streits, des Aufruhrs und des Durcheinanders, der Debatten und des Krieges wird. Er spricht von der Zukunft Jerusalems, vom Status Jerusalems, das sich im Zentrum des Konflikts befindet. Seit Sacharja diese Prophetie gab, ist Jerusalem fast immer ein rückständiges Nest gewe­sen. Es ist wahr, dass die Kreuzfahrer darum kämpften und ganz Europa aufgefordert war, Jerusalem vom Islam zu befreien. Fast 200 Jahre später eroberte Saladin es zurück. Doch die meiste Zeit war Jerusalem eine schmutzige Stadt voller Fliegen. Wenn es überhaupt eine Anziehungskraft hatte, dann als an­tike Stadt, dann hatte das mit vergangenen Jahrhunderten, mit alter Geschichte zu tun, mit den Bundes­schlüssen Gottes von vor Tausenden von Jahren, die die Welt größtenteils als bedeutungslos und verstaubt betrachtet. Aber er spricht von einer Zeit, in der Jerusalem genau im Zentrum der Weltbühne sein wird. Es ist interessant, dass es mehr Resolutionen über den Status Jerusalems gegeben hat als über irgend­eine andere Hauptstadt, inkl. Berlin, als es noch geteilt war. Sacharja sagte, die Weissagung wer­de er­füllt werden, wenn Jerusalem ins Zentrum der Weltbühne zurückkehren werde. Meine lieben Freun­de, ihr müsst blind, taub oder dumm sein, wenn ihr nicht seht, dass Jerusalem ins Zentrum der Weltbühne zurückgekehrt ist. Die meisten Analytiker der Geschichte und der gegenwärtigen Geschehnisse werden euch sagen, dass Jerusalem der Grund zu einem Weltkrieg werden könnte. Ständig sprechen sie von der Zukunft Jerusalems, dem Status Jerusalems. Das ist das Erste.

 

Hier kommt das Zweite: Er sagte, Jerusalem werde eine Taumelschale – ein poetischer Ausdruck – sein. Aber in Wirklichkeit ist es nicht das. Es ist ein Becher oder ein Glas Wein, in das der Herr ein Gift oder eine Droge gemischt hat. Das war die beliebteste Art, einen unerwünschten Kaiser oder sonstigen Leiter in der Alten Welt um die Ecke zu bringen. Darum war Nehemia ein Mundschenk des großen Königs der Babylonier. Denn dann saß der König und beobachtete, wie der Mundschenk den Wein trank, der ihm bestimmt war, um zu sehen, ob er umfallen und sterben würde. Wenn der Mundschenk starb, trank er den Wein nicht. Ein Mundschenk hatte Schwierigkeiten, eine Lebensversicherung zu bekommen… Die meisten können es schmecken, wenn im Essen etwas Verkehrtes ist. Aber man muss ein Weinkenner sein, um zu denken: „Dieser Wein ist merkwürdig.“

 

Und Er sagte: „Ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum.“ Dies ist nicht die ganze Welt; dies sind die Nachbarvölker Jerusalems. Er sagt: diese Völker werden sich berauschen oder sterben, wenn sie diesen Becher trinken. Das ist genau das, was wir seit 1948 erleben. Könnt ihr euch vorstellen, was geschehen wäre, wenn die Idee von König Abdullah I. be­folgt worden wäre? Er hieß die Juden willkommen und sagte: „Lasst sie in den Mittleren Osten zurückkehren mit all ihrer Sach­kenntnis in den Wissenschaften, in der Technologie, in der Medizin! Lasst sie den Standard der Völker des Mittleren Osten heben!“ Er wurde ermordet, der Urgroßvater des gegenwärtigen Königs von Jordanien, Abdullah II. Könnt ihr euch vorstellen, was geschehen wäre, wenn dieses jüdische Volk mit weit geöffneten Armen willkommen geheißen worden wäre? Könnt ihr euch vor­stellen, wie die Wälder aufgeforstet und ganze Wüstengegenden bewässert worden wären? Könnt ihr euch vorstellen, was der Nil für die Sahara bedeuten würde? Was der Orontes und der Euphrat und der Tigris für die große syrische Wüste bedeuten würden? Aber diese Völker sind berauscht, sind vergiftet worden, weil sie den Becher nehmen wollten, zu dem Gott Jerusalem gemacht hat. Jeder politische Analyst und Experte wird euch sagen, dass die Jahre von 1948 bis 2012 all unsere Nachbarn berauscht haben. Könnt ihr euch vorstellen, was geschehen wäre, wenn die medizinische Expertise des jüdischen Volkes willkommen geheißen worden wäre? Ich sage euch eins: Bilharziose, diese schreckliche Krankheit im ganzen Nildelta, wäre in wenigen Jahren ausgerottet worden. Aber anstatt dessen haben wir Völker, die be­rauscht sind, eine Art Zerstörung des Verstandes erlebt haben; das ist fast eine Art von nationalem Selbstmord bei all unseren Nachbarn.

 

Doch Sacharja fügt noch eine andere Tatsache hinzu. Er sagt: „Und auch über Juda: Es wird in Be­drängnis geraten zusammen mit Jerusalem.“ Das Wort „Jude“ haben wir von Juda. In meiner Familie hieß fast 2.000 Jahre lang jede zweite männliche Person „Juda“. Es ist interessant: was bedeutet dieser kleine Satz, den der Heilige Geist hier in die Weissagung eingeschoben hat? „Und auch über Juda: Es wird in Be­drängnis geraten bei der Belagerung Jerusalems.“ Nun, eine Belagerung Jerusalems haben wir schon. Alle Völker sind für die erneute Teilung Jerusalems. Wir wissen das. Es ist eine Belagerung, die sich zusammenzieht. Wir können sie kommen sehen. Aber wa­rum Juda? Bin ich ein Phantast, wenn ich sage, dass viele amerikanische und britische und französische Juden für die erneute Teilung des Verheißenen Landes sind. Diese Taumelschale hat auch auf sie einen Einfluss. Jüdisch zu sein heißt nicht, sakrosankt, unverletzlich zu sein. Einige Juden sind hoffnungslos. Ich weiß, dass wir Einsteins haben, und wir haben viele andere hervorragende Juden und seit den letzten Jahren zehn Nobelpreisgewinner. Das ist unglaublich bei diesem klei­nen Volk von sechseinhalb Millionen Juden. Unglaublich. Aber wir haben auch Juden des linken Flügels, die uns bei jeder Gelegenheit umfahren wollen. Sie sind unsere größten Kritiker. Während es nicht immer Demonstrationen gegen den arabischen Aufruhr gibt, habt ihr Demonstrationen in Tel Aviv, in Jerusalem, in Haifa usw., wenn irgendjemand etwas ein klein wenig Verkehrtes getan hat. Es gibt doch eine gewisse Anzahl Juden, die glauben, die einzige Hoffnung auf Frieden in Mittleren Osten gebe es, wenn Jerusalem erneut geteilt werde sowie das Verheißene Land, das Gott Abraham, unserem Vater, und seinen Nachkommen, nicht durch Ismael, sondern durch Isaak, und nicht durch Esau, sondern durch Jakob, in einem feierlichen Bund verheißen hat.

 

Hier ist das Dritte: Jerusalem ist wieder auf der Weltbühne vertreten, unsere Nachbarn sind ziemlich be­rauscht, und es sieht aus, als wenn eine ganze Anzahl von Juden ebenfalls berauscht wäre.

 

Und dies ist das Vierte: „Ich mache Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen.“ Dieses Mal handelt es sich nicht nur um die Nachbarvölker, sondern um alle Völker. Es scheint, als ob jedes Volk in der Welt Jerusalem zu nehmen und an einen anderen Ort zu versetzen sucht, der politisch akzeptabler ist. Sie werden feststellen, dass sie sich einen Bruch zugelegt haben, und sie werden nie mehr etwas heben können. Die Tage, in denen sie noch et­was heben konnten, sind vorbei. Sie verschwinden nicht, aber die Tage, in denen sie noch etwas heben konnten, sind vorüber. Diejenigen von euch, die einen Bruch hatten, wissen das gut: sie können nichts mehr heben. Ihr lebt noch, aber ihr könnt nichts mehr heben.

 

Er scheint unglaublich. Seht euch das Osmanische Reich an, eins der größten Reiche in der Welt. Es war gegen Jerusalem und dagegen, eine jüdische Provinz in seinem Reich anzuerkennen. Und was ge­schah mit dem Osmanischen Reich? Es verschwand. Die Türkei existiert noch. Aber die Tage, in denen sie etwas heben konnte, sind vorüber. Die Türkei liebt das nicht, aber sie sind vorüber. Dann ist da das Britische Empire, in dem die Sonne nicht unterging. Drei Viertel der Erdoberfläche wurde von London aus regiert. Der Völkerbund gab den Briten das Mandat, ein jüdisches Heimatland in dem, was damals „Palästina“ hieß, aufzubauen. Es gab zu der Zeit dort übrigens keine „Palästinenser“. Doch als die Juden zurückkamen, wurden sie „palästinensische Juden“ genannt. Ich erinnere mich daran, dass Herr Baker sagte: „Ich habe mich immer einen palästinensischen Juden genannt.“ Was geschah mit Großbritannien? Jetzt ist es eine Europa vorgelagerte Insel – mit einer Identitätskrise. Es ist ihnen nicht ganz klar, was sie sind und wer sie sind. Die Tage, in denen Britannien noch etwas heben konnte, sind vorüber. Dann versuchte das sowjetische Reich, die Position Jerusalems zu verändern. Doch Gott ordnete die Umstände, nahm die Afghanen von allen Völkern der Welt und zehrte so die Finanzen des sowjetischen Reichs auf. Das sowjetische Reich gibt es nicht mehr. Usbekistan, Kasachstan, Turkmenistan – ich könnte noch mehr –stans aufzählen – sind nun alle unabhängige, souveräne Staaten, und Russland ist allein. Ich sage nicht, dass sie in den letzten Tagen der Weltgeschichte nicht eine Macht sein werden, aber ihre Kraft, etwas zu heben, ist vorüber.

 

Und das gilt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika oder die Europäer oder jeder anderen Gruppe, die versucht, etwas mit dem Status von Jerusalem zu tun und ihn politisch akzeptabler zu machen. Sie werden entdecken, dass sie sich wund reißen werden, wenn sie den von Gott festgelegten Platz Je­rusalems verändern wollen, so dass er politisch akzeptabler wird.

 

Ich weiß nicht, ob ihr das versteht. Aber ist das nicht erstaunlich? Sacharja sagt: Diese Prophetie über Jerusalem, dieses Wort des Herrn über Israel ist für eine bestimmte Zeit, wenn nämlich Jerusalem auf die Weltbühne zurückkehrt, wenn die Nachbarn Jerusalems berauscht sind und den Verstand verloren haben, wenn die Juden auch unverständig geworden sind – unglaublich - wenn große Reiche Jerusalems von Gott bestimmten Platz und zukünftigen Status zu ändern versuchen.  

 

Und hier kommt fast das Letzte: „An jenem Tag, da trachte Ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen.“ Warum ist der Herr so zornig auf alle Nationen? Er sagt nicht, dass Er sie einschränken, ihnen eine Grenze setzen will, nein, Er sagt: „Ich will alle Nationen vernichten, die gegen Jerusalem herankommen.“

 

Meine lieben Freunde: ihr glaubt das vielleicht nicht, aber die Wurzel dieser Vernichtung der Völker, des göttlichen Gerichts über die Völker, ist die Teilung des Verheißenen Landes. Das liegt an der Wurzel. Vielleicht sagst du: „Ich kann das nicht verstehen. Er hatte vielleicht eine gute Einleitung. Aber ich halte nicht viel von dem, was ich bisher gehört habe.“ Der Punkt ist sehr einfach. 1998 beim halbjährlichen Zu­sammensein mit den Leitern und mit 42 Gruppen von nationalen Fürbittern auf den Philippinen, erlebte ich einen Tag, an dem ich mich sehr gestört fühlte. Ich merkte, dass etwas in mir brodelte. Ich wusste nicht, ob es physisch war, ob ich vielleicht krank war. Was war es? Und schließlich kam ein Wort vom Herrn. Und das Wort war für mich schockierend. Der Herr sagte: „Ich habe Mich im Zorn erhoben. Ich werde die Nationen umstürzen. Ich werde sie auf den Kopf stellen und das Innere herausholen.“ Ich sa­ge das jetzt mit meinen eigenen Worten. Aber wenn ihr das lesen wollt, könnte ihr es auf meiner Webseite finden. „Ich werde ihre Finanzen zerstören. Ich werde das Klima anrühren, Ich werde das Klima verändern. Ich werde Erdbeben und Tornados, Taifune, Orkane, Überschwemmungen und Feuer bringen, wie sie es nie zuvor gesehen haben. Ich werde ihre Wirtschaft zerstören und ihre finanzielle Stabilität.“ Das war in einer Zeit, als alles im Aufschwung war. Es schien verrückt, dass der Herr dies zu mir sagte. Zehn Jahre später, im Jahr 2008, geschah es. Und seitdem haben wir Erdbeben gesehen wie das in Christ-Church, wie das in Fukushima und den darauf folgenden Tsunami. Wir haben Erdbeben in Kaschmir gesehen, wir haben Erdbeben hier und dort gesehen. Wir haben unglaubliche Tornados in den Vereinigten Staaten gesehen, die ganze Städte zerstört haben. Gerade gestern wurden in Alabama 500 Häuser zerstört. - Der Herr sagte damals: „Weil sie Mein Land zerteilen, werde Ich ihr Land zerteilen. Ich werde sie zerstören.“ Vielleicht hörte ich wirklich das Wort des Herrn. Es ist geschehen. Und sie werden weiter und weiter und weitermachen, bis alle Länder, die für die Teilung des Verheißenen Landes sind, zerstört sind.

 

Geliebte Brüder und Schwestern, ihr könnt einen Bund, den Gott bedingungslos mit unserem Vater Ab­rahams machte, den Er Isaak und dann Jakob gegenüber bestätigte und von dem Er zum Psalmisten sagte, dass er für 100 Generationen sei – eine Generation sind ca. 40 Jahre – das ist enorm – nicht rückgängig machen. Meint ihr, dass ein Präsident der Vereinigten Staaten zu Gott, zum Allmächtigen, sagen kann: „Verzeihen Sie bitte, aber Sie sind politisch nicht akzeptabel. Sie haben einen Bund geschlossen, der den Menschenrechten nicht entspricht. Das entspricht dem nicht, was heute politisch  akzeptabel ist. Wir verstehen es. Sie lebten in der Vergangenheit und taten etwas, was der damaligen Zeit entsprach. Aber es ist für uns nicht akzeptabel. Wir müssen das ändern. Wir müssen das politisch akzeptabler machen.“ Was würdet ihr tun, wenn ihr der Allmächtige wärt? Gott sei Dank, dass ihr es nicht seid. Ihr wäret zornig, dass irgendein Leiter oder Präsident kommt und sagt: „Du hast einen Fehler gemacht! Und wir werden ihn korrigieren.“ Ob es nun die Supermacht der Vereinigten Staaten ist oder das Vereinigte Königreich als frühere Supermacht oder die Europäisch Union, die gerne eine Supermacht wäre – das bedeutet nichts. Tatsache ist, dass alle dasselbe sagen.

 

Mitten in dieser Last des Wortes des Herrn für Israel, das für eine ganz bestimmte Zeit ist, leben wir. Wir sind ganz sicher mitten darin. Einerseits ist es ein großes Vorrecht, in diesen Tagen zu leben, die mächtigen Taten Gottes zu sehen, die Neuerschaffung des Staates Israel zu erleben, einen enormen prophe­tischen Meilenstein. Die Wiedervereinigung Jerusalems und seine Befreiung im Jahr 1967 zu erleben – einen anderen großen prophetischen Meilenstein. Welch ein Vorrecht! Vielleicht sagst du, dass du Angst hast. Aber weißt du nicht, was du mit deiner Furcht tun sollst? Wenn du das nicht weißt, stimmt etwas nicht mit dir. Aber der Herr versteht das. Er sagte immer und immer wieder: „Fürchte dich nicht!“ Jedes Mal, wenn Er erschien, sagte Er: „Fürchte dich nicht! Sei nicht bestürzt!“ Es ist eine gewaltige Ver­antwortung, in dieser Zeit zu leben.

 

Jetzt komme ich zum Herzen dessen, was ich zu sagen habe: hier ist eine herrliche prophetische Verheißung: „An jenem Tag“ – dem Tag, den Ich beschrieben habe, an dem wir alles andere abwerfen können, - „An jenem Tag wird für das Haus David – das ist die Gründung Israels - und die Bewohner von Jerusalem – das ist das jüdische Volk - eine Quelle geöffnet sein gegen Sünde und gegen Befleckung.“ Diese Quelle des Blutes ist die Quelle, in der du deine Sünden abgewaschen hast. Es ist dieselbe große Quelle gegen Sünde und Unreinheit. Es hat nie eine andere gegeben.

 

Liebes Gotteskind: dies ist eine Verheißung, eine herrliche Verheißung. Einmal in dieser Zeit, in der Jerusalem im Zentrum der Weltbühne ist und all unsere Nachbarn den Verstand verloren haben, wenn wir sogar Unverstand unter dem jüdischen Volk haben und wenn Weltreiche zerstört worden sind, weil sie versucht haben, sich in die von Gott festgelegte Position Jerusalems einzumischen, wenn Völker vernichtet werden, während sie gegen Jerusalem herankommen, wird eine Quelle geöffnet werden. Wie weit entfernt von dieser Quelle sind wir? Ich frage mich, ob all das Sehnen der Jahre und all die Fürbitte dieser Jahre schließlich in der geistlichen Geburt Israel resultieren wird.

 

Jemand sagt vielleicht: „Das ist alles sehr interessant. Aber bist du wirklich dessen gewiss, was du da sagst?“ Ich glaube, ich bin gewiss, denn ich sehe in Vers 10: „Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße Ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf Mich blicken, Den sie durchbohrt ha­ben, und werden über Ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt und werden bitter über Ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.“

 

Liebes Gotteskind, wie bist du gerettet worden? Ich werde es dir erzählen, wenn du es nicht weißt. Der Geist der Gnade berührte deine blinden Augen, dein verhärtetes Herz, deine Verschlossenheit für das Heil Gottes. Es war der Geist der Gnade. Und was geschah? Zum ersten Mal kam durch den Heiligen Geist ein Flehen um die Gnade Gottes in dich hinein. Zum ersten Mal geschah etwas in deinem verhärteten Herzen, das es für den Herrn Jesus öffnete. Du flehtest um Seine Gnade. Im Hebräischen kommt das Wort für Flehen von dem Wort für Gnade. Dasselbe Wort wird gebraucht: „Chen“, Gnade. So wurdest du gerettet. Und so wird auch das jüdische Volk zum Schluss gerettet werden. die natürlichen Zweige kommen zurück in ihren eigenen Ölbaum.

 

Glaubst du das? Leute sagten mir: „Uns ist gesagt worden, dass sie gerettet werden, wenn sie Jesus sehen. Wenn sie Jesus sehen, werden sie glauben.“ Ich habe ein Problem damit, und ich werde euch erzählen, worin mein Problem besteht. Ich habe nie gehört, dass der Herr jemanden durch das Sehen gerettet hat. Nie! Es geschieht durch Glauben. Sogar, als der Gott der Herrlichkeit Abraham, unserem Vater, erschien – er war ein Händler im Geschäft seines Vaters, der mit Götzen handelte. Aber als ihm der Gott der Herrlichkeit erschien, wurde Abraham verwandelt. Was sah er? Was heißt, dass der Gott der Herrlichkeit ihm erschien? Es geschah etwas: seine Augen wurden geöffnet. Sein Herz wurde geöffnet. Der Händler in einem Götzengeschäft wurde ein Pilger, ein Nachfolger des Herrn Jesus, der die Stadt suchte, die das Fundament hat.

 

Liebes Volk Gottes, ich finde dies gewaltig. Sie werden auf Mich blicken. Da ist die kleine Präposition „al“, die in der King James Bibel mit „auf“ übersetzt wird. Ich habe das Gefühl, dass es diese kleinen Verhältniswörter, die mit „auf“, oder „zu“ übersetzt werden können, dem Übersetzer frei stellen, welche Präposition gebraucht werden soll. Wenn ich „auf“ den israelischen Präsidenten Simon Peres blicke, heißt das nur eins, dass ich ihn physisch sehe. Wenn ich zu ihm aufblicke, dann heißt das etwas anderes. Das heißt, dass ich sein Amt respektiere. Ihr sagt: wenn Jesus kommt, wird das ganze Volk der Juden gerettet. Aber der Herr hat nie jemand durch das Sehen gerettet. Warum sind dann damals, als Er hier auf Erden war, nicht Millionen von Menschen gerettet worden? Sogar die Wunder, die Er wirkte, haben Menschen nicht unbedingt überzeugt.

 

Ich habe noch eine Frage: Warum, denkt ihr, werden drei Verse für jüdische Begräbnissitten vergeudet? „Und wehklagen wird das Land, Sippe um Sippe für sich, die Sippe des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses Nathan für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe der Schimiter für sich und ihre Frauen für sich, alle übrigen Sippen, Sippe um Sippe für sich und ihre Frauen für sich.“ Ehemänner und Frauen für sich: Wozu ist das alles? Doch dann kommt diese herrliche Verheißung: „An jenem Tag wird für das Haus David und die Bewohner von Jerusalem eine Quelle geöffnet sein gegen Sünde und gegen Befleckung.“

 

Jüdische Begräbnissitten sind außergewöhnlich. Psychologen sagen, sie seien außerordentlich gut da­zu, einem Menschen aus dem Trauma des Verlusts von geliebten Menschen herauszuhelfen. Aber das Erste ist, dass man während der ersten sieben Tage, in denen das Leben total unnormal ist, nicht auf denselben Stühlen sitzt wie sonst. Man sitzt tiefer. Man tut alles Mögliche, während die Freunde kommen und deinen Kuchen essen und deinen Tee oder Kaffee trinken. Das sind sieben Tage der „shiva“. Und danach ist das Leben eine Woche unnormal, und danach ist das Leben ein Jahr lang unnormal. Man darf in jenem Jahr die Adresse nicht wechseln, kein Haus kaufen oder den Arbeitsplatz wechseln. Mit anderen Worten: das dauert seine Zeit. Es scheint mir, dass dies ein Hinweis des Heiligen Geistes für diejenigen ist, die Augen haben zu sehen und ein Herz, das versteht, dass dieses Werk des Heiligen Geistes am jüdischen Volk eine gewisse Zeit beanspruchen wird. Wir wissen nicht, wie lang das sein wird, ob einen Monat ist oder ein Jahr. Aber es wird wie jede große Erweckung durch den Heilligen Geist sein, wie die erste große evangelikale Erweckung, die Millionen ins Reich Gottes brachte, oder wie die große Quaker-Bewegung, die die Welt auf den Kopf stellte. Ich könnte so fortfahren.

 

Was sagte Jesus? Er sagte: „Ich habe versucht, euch zu sammeln, wie eine Henne ihre Küken unter ih­re Flügel versammelt, und ihr habt nicht gewollt. Ihr werdet Mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sagt: ‚Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!’“ „Baruch habah beschem Adonai!“ „Willkommen!“ Im modernen Hebräischen heißt es: „Willkommen im Namen des Herrn!“ Mit dem jüdischen Volk ist dann etwas geschehen – von Feindseligkeit, Widerspruch, einer Art von Leere, soweit es sich um Jesus handelt, von der Weigerung, Ihn auch nur in Erwägung zu ziehen: nicht nur, dass sie Ihn in Erwägung ziehen werden. In ihrem Inneren ist dann etwas geschehen. Sie haben die Arme weit geöffnet, Tränen laufen an ihren Wangen herunter: „Willkommen!“ In dem Augenblick wird dem Volk Israel der Schlüssel zur jüdischen Geschichte, zum jüdischen Leiden, zur jüdischen Ablehnung gegeben werden. Plötzlich werden sie die ganze Geschichte im Licht des Messias Jesus sehen.

 

Wenn ihr denkt, dass ich am Ende bin, irrt ihr euch. Ich möchte noch dieses Letzte sagen: dies ist meine Last für euch: Ihr seid Fürbitter. Fürbitte ist viel mehr als Gebet. Fürbitte erfordert nicht nur eine Stunde oder einen Tag pro Woche. Fürbitte erfordert euch, euren ganzen Körper, euer ganzes Sein, alles, was ihr seid: ein le­bendiges Opfer für den Herrn. Das ist Fürbitte!

 

Hier ist die Herausforderung. Die Geburt des jüdischen Volkes beginnt mit einer Last, die im Herzen des Fürbitters empfangen worden ist. Wenn der Heilige Geist diese Last in euren Herzen zeugt, ist es, als wenn innen etwas wächst, und ihr könnt es nicht loswerden. Bis es geboren ist, könnt ihr es nicht loswerden. Das ist der ganze Prozess der Geburt. Das ist, was der Apostel Paulus sagt: „Meine Kinder, um die ich abermals Geburtswehen erleide, bis Christus in euch Gestalt gewonnen hat.“ Er gebrauchte das griechische Wort für Geburtswehen.

 

Liebe Familie Gottes, ich danke euch von Herzen für eure Bereitschaft, von so weit her zu kommen, um mit uns zusammen zu beten. Aber wenn das richtig ist, was ich sage, dann wird an jenem Tag der Geist der Gnade und des Flehens auf das jüdische Volk ausgegossen werden, dann wird an jenem Tag eine Quelle gegen Sünde und Befleckung geöffnet werden. Das erfordert Männer und Frauen, die sich selbst Tag und Nacht für wahre Fürbitte für die Rettung und Erlösung des Hauses Israel hingeben. Das ist kei­ne Kleinigkeit. Es ist nicht einfach, wie Theologie zu studieren oder sonst ein Buch zu lesen. Es ist etwas, was ihr in eurem Geist empfangen habt, das nicht herauskommen kann, bis es durch geistliche Geburtswehen geboren ist.

 

Es gibt Spinner unter den Fürbittern. Vor Jahren kam ein Mann zu mir und fragte, ob er mit mir sprechen könne. „Sicher“, sagte ich. Er erzählte: „Meine Frau ist Fürbitter.“ „Ach, wirklich?“ sage ich. „Ja, sie hat an allen Ihren Versammlungen teilgenommen. Aber zu Hause tut sie nie etwas. Sie und ihre Freundin schlossen sich in der Besenkammer ein und schrieen. Wenn ich nach Hause komme von einem Tag im Büro, dann haben die Kinder nichts zu essen gehabt, sind nicht gewaschen, aber ich höre den Lärm aus der Besenkammer.“ Ich sagte: „Ich denke nicht, dass das Fürbitte ist.“ - Du kannst eine Mutter und Fürbitter sein. Du kannst eine Hausfrau und Fürbitter sein. Du kannst ein Geschäftsmann und Fürbitter sein. Wenn du das im Herzen empfangen hast, trägst du es immer, die ganze Zeit, die 24 Stunden jeden Tages. Nur Gott kann das tun! Nur Gott kann etwas im Herzen zeugen.

 

Die Frage ist einfach: „Bist du bereit? Seid ihr bereit?“ - Wie gewaltig wäre es doch, wenn du sagtest: „Hier bin ich, Herr! Gebrauche mich!“

 

Eines Tages, wenn alles erfüllt ist, wirst du wissen dürfen: „Ich war ein Teil dessen!“ Ich war ein Teil davon. Ich war daran beteiligt. Der Herr führte mich gnädig in die Gemeinschaft mit Ihm selbst und mit anderen, diese Absicht Gottes in Erfüllung zu beten.

 

Das ist alles, was ich heute Abend zu sagen habe. Ich möchte euch nur sagen: Gott spricht zu euch! Es genügt nicht, Israel zu lieben, sich für Israel zu engagieren. Was der Herr braucht, sind Fürbitter, Ihm heilig ausgeliefert. Lasst euch vom Herrn herausfordern, und mögen unsere Herzen antworten!

 

Herr, Du siehst uns alle, Du kennst unsere Herzen. Wir sind ziemlich beschäftigte Menschen, einige mehr beschäftigt als andere. Und, Herr, es gibt Zeiten, wo wir in viele Dinge verwickelt sind und fühlen: ich kann nicht noch mehr Lasten zu denen hinzufügen, die ich schon habe. Aber, Herr, dies ist eine Last von höchster Bedeutung, und sie hat etwas mit dem Ende der Zeit zu tun, hat etwas zu tun mit dem Her­abkommen der himmlischen Stadt des neuen Jerusalem, die die Herrlichkeit Gottes hat. Lieber Herr, hilf bitte jedem von uns zu sagen: „Hier bin ich, gebrauche mich!“

 

Möge der Herr euch segnen! 

 
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