Die Endzeit: Ein prophetisches Bild

Kategorie(n): Bibel   Endzeit  

Das Wort "Chanukah" bedeutet "Weihe, Hingabe". Auch wenn Chanukah im Buch der Makkabäer, das kein Teil der Bibel ist, beschrieben wird, ist es doch ein wesentlicher Teil der jüdischen Geschichte. Gott hat zu dieser Zeit sehr mächtig gewirkt. Der gesamte biblische Glaube an Jahwe, den Gott Israels, und Sein Wort war damals in Gefahr. Yeshua selbst hat Chanukah gefeiert, wir lesen davon in Johannes 10:23: "Darauf fand das Tempelweihfest [=Chanukah] in Jerusalem statt. Es war Winter. Und Yeshua ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab." Jesus gab genau zu dieser Zeit auch eine sehr starke Botschaft: er sagte, dass er und der Vater eins sind.

Chanukah ist ein erstaunliches prophetisches Bild für die Endzeit, in der wir leben. Nicht nur sehen wir ein sehr genaues Bild von dem, was geschehen wird; sondern es gibt uns auch die Schlüssel, wie wir überwinden werden, in die Hand. Chanukah spricht prophetisch über unsere heutige Zeit und Gesellschaft, über den Antichristen, über die Verfolgungen und über uns, wie wir dieses gottlose System überwinden werden. Es gibt sehr viel über Chanukah, dieses wunderbare Fest, zu sagen. Ich möchte mich in diesem Artikel auf die prophetischen Parallelen zur Endzeit, in der wir leben, beschränken, auch wenn es sicher noch viel mehr über dieses wunderbare Fest zu sagen gibt.

Eine sehr charakteristische Sache von Chanukah sind 3 1/2 Jahre. In Daniel 9, das über Chanukah und die Endzeit spricht, lesen wir von 3 1/2 Jahren. Auch in Off 11:1-2 und in Off 12:6.

Ein kurzer Überblick

... über Chanukah, um die prophetische Parallele zu verstehen: Das jüdische Volk war im Land Israel wiederhergestellt. Ein griechisches Weltsystem, eine neue Zivilisation, tritt auf und will alle Menschen gleich machen. Sie wollen den jüdischen Glauben an Gott zerstören. Antioches Epiphanes plant, dass alle Nationen zu einem einzigen Weltreich werden. Jedes Land soll seine Eigenständigkeit und seine eigene Kultur und Traditionen aufgeben. Auch ihre Götter, um einen falschen Gott anzubeten. Viele folgen ihm. Nur eine Nation widersetzt sich: Israel. Antioches will sie zerstören.

Der Feind weiß, dass kurz nach dieser Zeit der Messias kommt. Er will das Volk Gottes noch davor zerstören. Denn wenn ihm das gelingt, kann der Messias nicht kommen. Genau so war es in der Zeit vor Mose, als die kleinen Buben umgebracht wurden (Exodus 1:15-22). Genau so war es direkt vor dem Kommen von Jesus, als wieder Babies umgebracht wurden (Matt 2:16-18). Genau so war es vor dem Wiedererstehen des Staates Israel 1948: der Feind sandte Hitler, um die Juden zu zerstören. Doch Gott wachte über sein Volk! Er hat sie bewahrt, sodass sie nicht ausgerottet wurden, sondern bis heute leben.

Manche biblischen Prophetien werden nicht nur einmal erfüllt. Ein Beispiel dafür ist Jes 7:14. Ein anderes ist Daniel 11:31 und der "Greuel der Verwüstung". Es geschah zu Chanukah, und Jesus spricht in Matt 24:15 davon, dass es noch einmal auftreten wird, bevor er wiederkommt.

Antioches (er regierte 175 - 164 v. Chr.) kam in den Tempel Gottes in Jerusalem, entheiligte ihn, indem er eine Götzenstatue aufrichtete und ein Schwein opferte. Das wurde "Greuel der Verwüstung" genannt. Der Tempel Gottes wurde dadurch heidnisch und unheilig. Kein Jude war dort mehr erlaubt. Dann kam Verfolgung. Jeder, der Gott anbetete, wurde getötet. Jeder, der den Shabbat beobachtete, wurde getötet. Jeder, der seine Kinder in den Wegen Gottes lehrte, wurde getötet. Sie zwangen Menschen dazu, einen falschen Gott anzubeten. Viele in Israel haben aus Kompromiß mitgemacht. Sie folgten dem "Geist der Zeit".

Die Ausnahme ist eine Familie in den judäischen Bergen. Mattatias und seine Söhne leisten Widerstand. Sie sind die Makkabäer. Obwohl in sich selbst schwach, kämpft Gott mit ihnen und für sie, sodass sie die griechische Armee (mehrere Male!) besiegen. Obwohl nur wenige und gar nicht zum Kämpfen ausgerüstet, besiegen sie die feindliche Armee schließlich ganz. Dann kommen sie zum Tempel zurück und stellen alles wieder her. Sie reinigen ihn und heiligen ihn. Sie weihen ihn wieder an Gott (=Chanukah). Dadurch wurde der Glaube an den lebendigen Gott und Sein Wort bewahrt. Ohne diesen Sieg von Chanukah wäre der Glaube an Gott ausgerottet worden, hätte Jesus nicht kommen können und es gäbe keine Erösung für uns!

Ein prophetisches Bild

Hier sind erstaunliche Parallelen zur Endzeit:

(1) Kompromiß. Die erste Botschaft ist an uns Gläubige: Die Frage 'Wie konnte das alles überhaupt geschehen?' hat die traurige Antwort: das Volk Gottes war bereits zu einem Großteil von Gott abgefallen. Sie waren schon in Kompromissen mit dem Weltsystem. Wenn sie das Licht der Welt gewesen wären, hätte das alles nicht geschehen können. So ist es auch bei uns heute. Sowohl bei Kirchen und Denominationen (egal, welche!), als auch im persönlichen Leben einzelner gläubiger Menschen ist das Licht Gottes zu einer winzigen Flamme geworden oder überhaupt erstickt. Wir haben uns an die Welt angepasst. In unserem Denken und in unserem Verhalten. Das Bemerkenswerte dabei ist, dass es - damals und heute - keine gottlose Gesellschaft war, in der all dies geschah, sondern eine, die Gott kannte und dann von ihm abgefallen ist. Das ist noch schlimmer als wenn sie Gott gar nicht gekannt hätten!

1. Joh 4:3 sagt uns, dass der Geist des Antichristen jetzt bereits in der Welt ist.

(2) Alles ändern. Daniel beschriebt das vierte Tier seiner Visionen als ganz verschieden von den anderen Tieren (Dan 7:7). Im Hebräischen ist es das Wort "Sheiva", das auch bei Chanukah vorkommt. Antioches ist ein Typus, eine Vorschau auf den Antichristen. Als er auftrat, wollte er alles ändern. Der Geist des Antichristen will alles, wie wir es kennen, ändern. Die natürliche Orndung wird verändert und zerstört. Alles wird un-natürlich. Deshalb sehen wir in unserer Gesellschaft seit vielen Jahren, dass sich vieles gegen den Glauben an Gott und die natürliche Art zu leben, Ehe, Mannsein, Frausein, Eltern, Kinder usw. stellt.

(3) Gottlose Menschen. Chanukah ist ein "Vorbild" für die Endzeit. "Dorthin [in Jerusalem] legten sie gottloses Volk und abtrünnige Menschen." (Makk 1:34) Genau das sehen wir heute! Wo früher Menschen, die nach biblischen Prinzipien und Werten lebten, als Helden und Vorbilder gefeiert wurden, kommen heute perverse Menschen an die Macht bzw. werden als "Vorbilder" vorgestellt. Analog werden wirklich gerechte Menschen als schräg hingestellt. Juden und Christen, die Gott folgen, werden nicht als gut, sondern als komisch und teilweise sogar als feindlich hingestellt. Das ist das Werk des Geist des Antichristen. Es beginnt auf kultureller Ebene; dann wird es zum Gesetz; danach kommt Verfolgung.

Die prophetischen Worte aus Jesaja 5:20 - als Muster bei Chanukah und als Muster bei der Endzeit - werden so erfüllt: "Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis, die Bitteres süß und Süßes bitter machen!" Unsere Kultur - weltweit! - wird umgedreht. Was unheilig und abscheulich war, wird heute als 'heilig' erklärt. Wie das Götzenbild und das Schwein im Tempel Gottes.

(4) Stolz, Arroganz, Spott und Blasphemie. So wirkt auch in unserer Zeit dieser Geist schon. Bei Chanukah hatte Antiochus blasphemisch gegen Gott gesprochen (Daniel 7:25). Heute spotten Menschen über Gott und Jesus, zeichnen Cartoons, üben in Filmen Blasphemie, alles im Namen falscher Toleranz. Denn toleriert wird nur das Böse. So wie Antiochus keine Gläubigen toleriert hat, wird es auch in der Endzeit sein. Das ist keine Freiheit, das ist der Geist des Antichristen am Werk.

(5) Falsche Einheit. In Makk 1:41-42 lesen wir: "Da erließ der König ein Dekret für sein ganzes Reich, alle sollten e i n Volk werden und jeder seine Gebäuche aufgeben." Bei uns geschieht dasselbe: wir sollen "eine Welt" sein, ein Weltsystem. Es geschieht wirtschaftlich, kulturell, durch das Internet, politisch und religiös. Eine "neue Welt-Ordnung", eine "neue Welt-Zivilisation" wird aufgebaut. Und so wie damals passt nur das Volk des wahren Gottes nicht dazu. Und beachten wir bitte: wo sich eine Nation von Gott abwendet, wendet sie sich auch gegen Israel. Es ist kein Zufall, dass in unserer Zeit Juden und wahre Christen immer mehr in die Einheit kommen, fü die Yeshua der Messias gebetet hat (Joh 17:21) und die der Herr für uns will. Das ist die wahre Einheit!

(6) Der "Greuel der Verwüstung" war eine Götzenstatue. Der Name Antiochus Epiphanes heißt übersetzt "der [im Fleisch] erschienene (Gott)". Die Parallele steht in 2 Thess 2:3-4: "Niemand möge euch auf irgend eine Weise täuschen. Denn zunächst muß der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart werden, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Gottesverehrung heißt, hinwegsetzt und schließlich sich selbst in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott."

Wir leben in einer Gesellschaft, in der der Mensch lebt, als sei er Gott. Das ist die Vorbereitung für den Antichristen und die Erfüllung dieser Bibelstelle. Heute sehen wir, wie Menschen ohne Regeln leben: "Ich habe niemanden über mir." - "Ich kann meine eigenen Gesetze aufstellen." - "Ich kann Werte (wie Moral, Sexualität, Ehe) neu definieren". (siehe unser Buch "Als Mann und Frau schuf er sie".) Doch nur Gott kann und darf das. Solche Menschen spielen Gott. Der Geist des Antichristen will alles ändern.

Wir sehen in unserem Umkreis Menschen, die früher gegen schlechte Dinge gestanden sind, und heute auf einmal "tolerant" oder sogar für(!) diese Dinge sind. Wie kann das sein? Sie sind unter dem Einfluß des Geistes des Antichristen.

Auf der anderen Seite sind die, die stark stehen und keine Kopromisse eingehen bzw. durch die Gnade und Kraft Gottes aus Kompromissen hinausgehen!

(7) Das Wort Gottes wurde zuerst unpopulär und dann illegal gemacht. "Die Gesetzbücher, die sie auftreiben konnten, zerrissen sie und warfen sie ins Feuer. Fand man bei jemandem ein Buch des Bundes oder beobachtete einer die Torah, dann verurteilte ihn der königliche Erlaß zum Tod." (Makk 1:56-57) Wenn wir das Gute wegnehmen, bleiben unser Leben und unsere Gesellschaft nicht neutral: es wird schlimmer. Wenn wir das Wort Gottes, Gebet und biblische Werte aus unserer Gesellschaft nehmen, geht es steil bergab!

Wie werden wir überwinden?

Was müssen wir tun? Die Antwort finden wir wieder bei Chanukah: als Licht scheinen. Unterschätzen wir das nicht! Wie haben die Makkabäer gewonnen?

(1) Das Symbol von Chanukah ist die Menorah, der siebenarmige Leuchter. Das Buch der Offenbarung beginnt mit 7 Menorahs. Jesus selbst ist der, der "inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt" (Off 1:12-13; 2:1). Und dieses Buch der Offenbarung zeigt uns für die Endzeit ganz deutlich - genau wie die Botschaft von Chanukah: am Ende gewinnt Gott.

Unterschätzen wir nicht, wie stark unser Licht scheinen kann!

(2) Die Makkabäer haben gesagt: "Keine Kompromisse mehr". Wir müssen auch eine Linie ziehen. JETZT müssen wir die Kompromisse in unserem Leben beenden. JETZT müssen wir zu echten Nachfolgern werden. JETZT müssen wir unser Leben vollkommen auf Jesus ausrichten.

(3) Auch wenn die Makkabäer in der Minderheit waren, war es ihnen egal. Sie haben mit dem Wort Gottes gekämpft und sich auf die Treue Gottes verlassen! Auch in der Endzeit werden Gläubige in der Minderheit sein. Seien wir nicht entmutigt, sondern schauen wir auf Gott und sind wir stark! Immer. Schauen wir nicht auf die Umstände. Wir wissen: am Ende gewinnt Gott.

(4) Gegen den Geist unserer Zeit. Wir wollen nicht politisch korrekt, sondern biblisch korrekt sein. Was auch immer Gott sagt, das tun wir. Die Makkabäer haben das Wort Gottes nicht an ihre Lebensumstände angepasst und verbogen, sondern sie haben ihr Leben am Wort Gottes ausgerichtet. Auch wir lassen uns von Gott formen. Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Jetzt ist nicht die Zeit, Angst zu haben, sondern JETZT ist die Zeit, in der wir stärker werden!

(5) Sie haben gelernt, zu kämpfen! Wir dürfen nicht abdriften. Wir müssen die richtigen Entscheidungen treffen. Wir müssen dem Herrn sagen: "Von JETZT an lebe ich mit Dir und tue, was Du sagst!" Gott wird uns NIE entmutigen, immer ERMUTIGEN. Wir müssen unsere Waffenrüstung aktiv verwenden (Eph 6:10-18). Sicher, der geistliche Kampf wird größer werden. Aber die Siege, die der Herr uns geben wird, werden noch größer sein!

Ein Schlüssel zum Überwinden ist die Freude am Herrn (Neh 8:10). Die Makkabäer haben mit Freude gekämpft! Deut 28:47 spricht davon, dass wir dem Herrn mit Freude dienen! Wir kämpfen nicht nur, wir kämpfen mit Freude! Wir folgen Jesus nicht nur nach, wir folgen Jesus mit Freude nach! Wir dienen dem Herrn nicht nur, wir dienen ihm mit Freude! Sehen wir Probleme als etwas, das der Herr uns gegeben hat, um daran zu wachsen, zu überwinden und schließlich einen Lohn zu bekommen! Bei all dem geht es ja um die Verherrlichung des Herrn. Also haben wir Grund, uns zu freuen.

Bist Du entmutigt? Gott wird Dich wieder aufrichten. "Und David stärkte sich in Jahwe, seinem Gott." (1. Samuel 30:6) Gott wird unseren Glauben ehren. Er wird jeden kleinen Schritt, den wir im Glauben an ihn machen, belohnen. "Und sie [die Gläubigen] haben ihn [den Satan] überwunden: kraft des Blutes des Lammes und kraft des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben bis in den Tod nicht liebgehabt." (Off 12:11)

(6) Daniel 11:32 sagt "doch die Schar derer, die ihren Gott erkennen, wird stark und handelt." Wir müssen als oberste Priorität in unserem Leben haben, Gott zu kennen. Wir müssen zur ersten Liebe zurück! Wir müssen Jesus persönlich und ganz intim kennen. Viel Zeit mit ihm verbringen. Wir müssen seine Stimme hören können und von allen anderen, verwirrenden Stimmen unterscheiden können. Wir müssen wissen, was der Wille Gottes für uns ist. Wir müssen wissen, was die Wege Gottes sind und was nicht. Wir brauchen Unterscheidung im Geist und viel persönliche Zeit mit Jesus.

(7) Am Ende haben die Makkabäer alles gereinigt. Auch wir werden am Ende erleben, wie alles gereinigt wird. Der Messias selbst wird kommen, alles reinigen und zu Gott zurückführen. "Makkabäer" heißt übersetzt "Hammer". Wenn wir Gott gegenüber auch demütig und schwach sind, müssen wir der Finsternis gegenüber stark wie ein Hammer sein. Jedes Licht erstrahlt stärker, je finsterer es ist. Unterschätzen wir nicht, welche Auswirkung unser Leben haben kann!

"Da werden die Einsichtigen wie der Glanz des Firmamentes leuchten, und die, welche Viele zur Gerechtigkeit geführt, wie die Sterne in alle Ewigkeit!" (Daniel 12:3)

Wenn Du Yeshua.at schätzst, bitte unterstütze uns.

  1. Bete für uns Gebetspunkte
  2. Abonniere unsere Beiträge
  3. Bestelle unsere Bücher
  4. Lade uns ein Seminare
  5. Hilf uns finanziell! Spende

Wir danken euch für eure Unterstützung.

Yeshua.at ist ein Dienst zum Aufbau des Leibes Christi (Eph 4:11-16). Wir veröffentlichen Artikel und Videos und veranstalten Vorträge und Seminare. Wir suchen Spender, die uns monatlich finanziell unterstützen!
Gebete und Spenden

Unsere Bücher

Unser neues Buch!

Bibelquiz / Umfrage
"Ohne Blut ..." (Lev 17:11) (33)







Suche

110
Artikel!
21
Ermutigungen!
20
Seminare!
13
Videos!
© 1996 - 2018 Yeshua.at · QuizTime.live · Ja oder Nein ? · Impressum · Copyright · Login
י ש ו ע    ה מ ש י ח