Die 7 Feste des Herrn (3)

Kategorie(n): Israel   Bibel  

Wenn es ein Ereignis gibt, das - bis zur damaligen Zeit - so jüdisch war wie nichts anderes, dann war es ... Pfingsten!

Hinauf nach Jerusalem!

Dreimal im Jahr hatte Gott befohlen, dass die Israeliten nach Jerusalem kommen sollen, um mit ihm zu feiern: zum Fest der Ungesäuerten Brote, zu Shavuot (=Pfingsten) und zu Sukkot, dem Laubhüttenfest. Deshalb steht geschrieben, dass damals viele verschiedene Juden aus mehreren Ländern in Jerusalem anwesend waren (Apg 2:9-11). Das Pfingstfest, das wirklich "Shavuot" oder "Wochenfest" heißt, war für Juden ein jährlich stattfindendes Fest in Jerusalem, zu einer ganz bestimmten, festgesetzten Zeit.

Eine jüdische Predigt

Wir sehen, dass Petrus den dort anwesenden Juden aus der Torah (dem Alten Bund) predigt. Es gab ja noch kein Neues Testament. Den Neuen Bund hatte Jesus selbst erst ein paar Wochen vorher eingesetzt. Petrus verwendet messianische Schriftstellen aus Psalm 16, Psalm 110 und dem Buch des Propheten Joel, um über Jesus zu sprechen. Das, was Jahrhunderte davor durch die Propheten angekündigt worden ist, war jetzt Wirklichkeit geworden. Es war der Übergang von Symbolen zu dem eigentlichen, der Erfüllung: in Yeshua, Jesus, dem jüdischen Messias und Erlöser der ganzen Welt.

Eine jüdische Taufe

"Und als sich der Pfingsttag erfüllte, waren alle an einem Ort beisammen. Da entstand plötzlich ein Brausen vom Himmel her, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten, und es ließ sich auf jeden von ihnen nieder. Und alle wurden mit Heiligem Geist erfüllt und begannen mit anderen Zungen zu reden, wie der Geist ihnen zu sprechen verlieh. Und es waren fromme Männer aus jedem Volk unter dem Himmel in Jerusalem wohnhaft." (Apg 2:1-5)

Interessant ist der Ausdruck "Und als sich der Pfingsttag erfüllte".Denn diese "Erfüllung" bestand darin, dass alle Juden vom Fest der Ungesäuerten Brote 50 Tage abzählten. Denn genau 50 Tage nachher kam das Fest "Shavuot". Als sie bei 1 angelangt waren, hatte sich der Tag und somit das Warten erfüllt.

Die Taufe kommt von der jüdischen zeremoniellen Reinigung (Makveh). Wenn Apg 2:41 sagt: "Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag gegen dreitausend Seelen hinzugetan.", war die Taufe für Juden keine neue Erfindung. Sie war die ganz natürliche und selbstverständliche Zeremonie, die man durchgeht, wenn man 3 Dinge öffentlich ausdrücken will: 1. Buße. 2. Ein reines Herz vor Gott bekommen zu wollen 3. Reinigung. Diese Zeremonie bestand darin, in fließendem(!) Wasser zu stehen und vollkommen untergetaucht zu werden. Jeder, der an Yeshua als Messias und persönlichen Herrn und Gott glaubte, ließ sich aus genau diesen Gründen öffentlich untertauchen.

Die jüdische Gemeinde

Dieses Ereignis war die übernatürliche, von Gottes Geist bewirkte Geburt dessen, was wir heute Gemeinde nennen. Wobei damals kein Gebäude gemeint war, sondern eine Gruppe von Menschen (alle Juden!), die von Gott "herausgerufen" worden waren und die alle daran glaubten, dass Jesus der verheißene König Israels ist.

Erkennen wir die jüdischen Wurzeln des Evangeliums?

Yeshua aus dem Alten Testament

Jesus selbst spricht in einem seiner Gleichnisse darüber, "an Mose und die Propheten zu glauben", damit Menschen schließlich zum Glauben in ihn kommen sollten (Lukas 16:27-31). Zu seinen Jüngern auf dem Weg nach Emmaus spricht er aus den jüdischen Schriften (dem Alten Bund!), wenn er ihnen die Schrift auslegte (Lukas 24:25-27). Seine ersten Nachfolger taten dasselbe. Sie teilten keine Traktate mit Zitaten aus dem Matthäus-Evangelium aus, sondern predigten Jesus aus der Torah. War er doch die Erfüllung dessen, was im Ersten Bund geschrieben stand! Paulus spricht über Jesus als "Sohn Davids" (Röm 1:3).

Beginnen wir bei der Verkündigung des Wortes Gottes doch auch am Anfang, beim Buch Genesis. Schließlich hat Gott es auch so getan!

"Danach werde ich meinen Geist über alles Fleisch ausgießen, und es werden eure Söhne und eure Töchter weissagen; eure Ältesten werden Träume haben und eure Jünglinge Gesichte schauen. Selbst über die Knechte und Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen. Und Zeichen werde ich am Himmel und auf Erden geben: Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird sich in Finsternis wandeln und der Mond in Blut, bevor der Tag Jahwes kommt, der große und furchtbare. Und jeder, der den Namen Jahwes anruft, wird gerettet; denn auf dem Berg Zion wird Rettung sein, wie Jahwe gesprochen hat, und in Jerusalem Entronnene, die Jahwe ruft." (Joel 3:1-5)

Der heidnische Einfluß

Als sich das Evangelium ausbreitete, wurde die Anzahl der Nichtjuden innerhalb der Gemeinde von Jesus immer größer. Dadurch kamen auch neue Ausdrucksformen in die Gemeinde. Nicht alles war schlecht, doch es gab leider auch Einflüsse durch Menschen, die zwar äußerlich getauft wurden, innerlich aber nicht erneuert (wiedergeboren) waren. Schon ein paar Generationen später sah der gemeinsame Treffpunkt wie ein heidnischer Tempel aus! Und das, obwohl die große Aussage in Apg 15 war, dass Heiden, die sich zu Jesus bekehrt hatten, nicht die Last der Einhaltung der Gebote tragen, wohl aber diese 4 notwendigen Dinge verlassen müssen: Verunreinigung durch Götzen, Unzucht, Ersticktes und Blut. Sie sollten also das Heidentum verlassen und zum Gott Israels kommen!

Verkündigen wir eigentlich das jüdische Evangelium?

Demgegenüber steht heute eine großteils nichtjüdisch geprägte Gemeinde von Jesus, die weniger gnädig mit dem jüdischen Teil des Leibes umgeht: indem sie meint, Juden müssten zuerst ihre jüdische Identität verlassen, wenn sie zu Jesus kommen wollen. Tatsächlich ist aber der Glaube an Yeshua, den König der Juden und Messias Israels, die jüdischste Sache der Welt!

Die "Zeiten der Heiden" sind vorbei!

Jesus spricht davon in Matthäus 24. Diese Zeit zeigte sich dadurch, dass Jerusalem nicht in jüdischer Hand war. Es begann im Jahr 70 und wurde 1967 durch den 6-Tages-Krieg beendet, als Israel Jerusalem wieder als Hauptstadt zurückeroberte. Und auch innerhalb der Gemeinde zeigt es sich durch den gerade beschriebenen Einfluß. Doch Hallelujah ("Preist den Herrn"), Gott stellt alle Dinge wieder her (Apg 3:21)! Wie Römer 11 im Bild von dem Ölbaum sagt, werden jüdische Zweige, die von Natur aus zum Ölbaum dazugehören, wieder aufgepfropft werden. Sie passen auch viel besser in den Baum, ist es doch der Baum, von dem sie abstammen. Und damit wird auch die jüdische Identität der Gemeinde wiederhergestellt werden!

El-Shalom (11. 10. 2013, 15:12)

Danke für die Artikel, deren Inhalt kurz und prägnant auf den Punkt gebracht wurde! Gottes Segen!


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