Die Sintflut und ihre Folgen

Kategorie(n): Schöpfung   Wissenschaft  

Die Bibel spricht von einer weltweiten Flut vor 4.400 Jahren, die gewaltige Veränderungen auf der Erde mit sich gebracht hat. Diese Flut war ein Gericht des allmächtiges Gottes über eine sündige Menschheit. Können wir die Auswirkungen dieser Flut heute noch erkennen? Finden wir Beweise dafür? Und warum kam diese Flut über die ganze Erde?

Mehr als 700 Erzählungen aus rund 270 verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt sprechen von einer großen Flut. Das chinesische Zeichen für "Schiff" besteht aus 3 Teilen: "Gefäß" - "Acht" - "Menschen". Acht Menschen waren in der Arche!

(Ein Klick auf die Bilder vergrößert sie!)

Die Situation auf der Erde vor der Flut

Um die Situation auf der Erde vor der Flut zu beschreiben, möchte ich damit beginnen, den vorigen Artikel zusammenzufassen und die Lebens-Bedingungen auf der Erde zu beschreiben:

Die natürliche Situation:

- Das Land war ein großer Kontinent, die Wasser waren an einer Stelle angesammelt (Gen 1:9)

- Es gab mehr Land und weniger Wasser als heute

"Denn also spricht der HERR, der Schöpfer des Himmels, der Gott, der die Erde gebildet und bereitet hat; er hat sie nicht erschaffen, daß sie leer sein soll, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet: Ich bin der HERR und sonst ist keiner!" (Jes 45:18)

Es spricht darüber, dass der Herr die Erde erschaffen hat, damit sie bewohnt sei. Auf der heutigen Oberfläche der Erde sind nur etwa 3% wirklich bewohnbar. Ca. 70% sind mit Wasser bedeckt, andere Gebiete sind durch Wüsten, Eis, Steppen, Berge etc. nicht bewohnbar.

- Der Meeresspiegel war tiefer
- Es gab keine so hohen Berge wie heute
- Keine Wüsten, weder Arktis, noch Antarktis
- Es gab Jahreszeiten, aber nicht mit so hohen Temperatur-Unterschieden
- Wahrscheinlich war eine Eis-Schicht rings um die Erde (Gen 1:6-8)
- Mehr Sauerstoff, höherer Luftdruck
- Menschen, Tiere, Pflanzen waren grösser
- Es gab reiche, grüne Wälder
- Eine wesentlich längere Lebensdauer
- Menschen und Tiere waren Vegetarier (Gen 9:3)
- Tiere hatten vor dem Menschen keine Angst

Woraus besteht die Erde?

Die Erde besteht ganz oben aus einer Kruste, weiter innen aus dem Mantel, einem äußeren und einem inneren Kern.

Die Erdoberfläche besteht aus tektonischen Platten. Diese Platten bewegen sich. Die Verschiebung dieser Platten bewirkt Erdbeben, Tsunamis und Vulkan-Ausbrüche. Die Erdkruste ist ca. 10 km dick. Der Meeresgrund im pazifischen Becken z.B. ist voll von Vulkanen!

Die geistliche Situation:

"Als aber der HERR sah, daß des Menschen Bosheit sehr groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse allezeit, da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe!" (Gen 6:5-7)

Wie schlimm müssen die Zustände damals gewesen sein, wenn der HERR selbst über seine eigene Schöpfung sagt: "Es reut mich, dass ich sie gemacht habe" ?

Jedoch gibt es eine Ausnahme: "Noah aber fand Gnade vor dem HERRN." (Gen 6:8)

Gott kündigt die Flut an

"Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen. Mache dir eine Arche von Gopherholz." (Gen 6:13-14)

Die Arche wurde aus Holz im Verhältnis 6 : 1 erbaut. Heute ist bekannt, dass genau dieses Verhältnis von Länge : Breite optimal für große Schiffe ist.

Die Flut beginnt

"Im sechshundertsten Jahre des Lebens Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle Quellen der großen Tiefe, und die Fenster des Himmels taten sich auf. Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte." (Gen 7:11-12)

Die Flut dauerte nicht nur 40 Tage, sondern mehr als 1 Jahr.

Noah und seine Familie waren schon 7 Tage lang in der Arche, bevor die Wasser kamen!

Es gibt 2 Gründe für die Flut, einen geistlichen und einen natürlichen. Wie immer hängen die geistliche Seite und die natürliche zusammen. Die Flut war einerseits Gottes Gericht über eine sündige Welt. Andererseits hatte es konkrete physikalische Gründe gehabt. Das ist jedoch eine Erklärung, nicht die Ursache.

"Und die Wasser nahmen auf der Erde gar sehr überhand, und es wurden alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt." (Gen 7:19)

Hier ist eine Schritt-für-Schritt Beschreibung, wie die Flut entstand und was sie bewirkte (nach Dr. Kent Hovind und Dr. Walt Brown):

1. Ein Eis-Meteorit kam in unser Sonnensystem. Fragmente davon verursachten Krater auf und Ringe um verschiedene Planeten.

2. Das Eis sammelte sich aufgrund des Magnetismus an den beiden Polen der Erde. (Im Weltraum ist es sehr kalt. Wenn Eis sehr kalt wird (fast -200°C) wird es magnetisch. Dadurch wird es von den beiden Polen angezogen. Das Eis von dem Meteoriten im Sonnensystem kam daher nicht direkt auf die Erde, sondern konzentrierte sich um die Pole.)

3. Dies bewirkte (durch den Aufprall) einen Riss in der Erdkruste.

4. Das Wasser unterhalb der Erde stand unter enormem Druck: aufgrund der 15 km starken Erdkruste darüber.

Die Kraft, die diese Wasser unterhalb der Erde hervorbrachte, entspricht mehr als 10 Milliarden Hydrogenbomben. Durch diese gewaltige Kraft konnten Berge und Täler sehr schnell entstehen. Es wird erklärt, warum es am Meeresgrund hunderte von Vulkanen gibt; wie die Fossilien zustande gekommen sind; wie die Eiszeit entstanden ist.

5. Diese Platten sind aufgebrochen, das Wasser kam von unterhalb herausgeschossen und hat gewaltige Geisire und starken Regen verursacht. (Gen 7:11)

6. Das Wasser, das unter enormem Druck hinaufschiesst, erreicht die Stratosphäre und wird zu Eis, kommt auf der Erde -> Eiszeit. (Das Wasser unter der Erde steht unter enormem Druck, weil die Erdplatte darüber liegt und hinunter drückt. Bei einer Öffnung (einem Crack) in der Erdkruse rinnt es daher nicht langsam, sondern schießt hinauf! Es kommt einige km hoch. Dort ist es sehr kalt, es wird daher zu Eis und kommt als Eis auf der Erde. Wegen der gewaltig vielen Wassermassen kommt gewaltig viel Eis auf die Erde. Die Flut ist übrigens ein perfekter Mechanismus für eine Eiszeit!)

7. Das Wasser stieg und stieg dann, bis es alle hohen Berge unter dem Himmel (die damals noch nicht so hoch waren) bedeckte.

8. Das viele Wasser produzierte Schlamm, der Tiere und Pflanzen begrub: Fossilien entstanden.

9. Die Erd-Schicht unterhalb des Wassers sprang auf: der Mittel-Ozeanische Rücken entstand.

10. Die Kontinente verschieben sich und formen Berge und Täler.

11. Die Wasser der Flut füllten diese Täler auf und schwemmte Gebiete wie das Grand Canyon aus.

 

Das Ende der Flut und die Auswirkungen

1. Nach der Flut, als das Wasser "hinauf und hinunterging", wurden Berge höher und Täler tiefer:

"Mit der Tiefe hattest du sie [die Erde] wie mit einem Gewand bedeckt; die Wasser standen über den Bergen. Vor deinem Schelten flohen sie, vor der Stimme deines Donners eilten sie hinweg - die Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du ihnen festgesetzt." (Ps 104:6-8)

Auch damit stimmt das Modell der tektonischen Platten überein. Beim Aufeinanderprall der Platten wurden Berge höher und Täler niedriger.

Das Wasser lief die schiefen Platten hinab und Täler wie das Grand Canyon oder die Niagara Fälle wurden ausgewaschen.

Zusätzlich ist es sehr bemerkenswert, dass die großen Gebirgszüge einen Verlauf parallel zu den Küsten haben!

Auf dem Mount Everest wurden Muscheln gefunden! Noch dazu in geschlossenem Zustand. (Muscheln öffnen sich bei ihrem Tod, weil die Muskeln nicht mehr schließen können.) Das ist ein Zeichen dafür, dass sie durch ein plötzlich eintretendes Ereignis wie eine große Flut, gestorben sind. Und ein Zeichen, dass der Mount Everest mit Wasser bedeckt war.

Wenn die Erde keine Berge und Täler hätte, sondern alles gleich hoch wäre, würde alles 1.5 km hoch mit Wasser bedeckt sein!

2. Gen 1:29 sagt, dass es über der ganzen Erde Pflanzen gegeben hat. Heute ist das nicht mehr so. Jedoch wurden Blätter auf der Antartik gefunden!

3. Kürzere Lebensdauer

Während die Menschen vor der Flut noch 900 Jahre und älter wurden, sank das Alter in den nachfolgenden Generationen auf 400, 300, 100 und schließlich auf unter 100 Jahre.

Der älteste Organismus der Welt ist ein Baum: er wird mit maximal(!) 4.300 Jahren datiert. Das stimmt mit dem biblischen Bericht über die weltweite Flut vor 4.400 Jahren überein!

4. "Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben.  4 Nur esset das Fleisch nicht, während seine Seele, sein Blut, noch in ihm ist!" (Gen 9:3-4)

Nach der Flut gab Gott auch Fleisch als Nahrung für den Menschen.

5. Durch die Flut entstand die Eiszeit. Das Wasser sammelte sich zunächst als Eis an den Polen. Dadurch wurde der Wasserspiegel im Meer tiefer. Die "Kontinente" sahen anders als heute aus. Mehr Land war also zu Fuss erreichbar. Nach der Verwirrung der Sprachen (Gen 11:1-9) schlossen sich die Menschen in Gruppen mit gleichen Sprachen zusammen. Sie migrierten über die Landbrücken in verschiedene Teile der Welt. Nachdem das Eis an den Polen zu schmelzen begann, stieg der Wasserspiegel wieder und einzelne Menschengruppen verblieben auf bestimmten "Kontinenten". Durch die Ehen untereinander wurden bestimmten Merkmale wie Hautfarbe, Augen ausgeprägt - die verschiedenen Rassen entstanden.

War es eine weltweite oder nur eine lokale Flut?

(a) Gen 7:19 sagt: "Und die Wasser nahmen auf der Erde gar sehr überhand, und es wurden alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt." Es waren also alle hohen Berge, die unter dem Himmel sind, bedeckt. Die Berge waren bei der Flut noch nicht so hoch wie heute, aber sie waren alle bedeckt.

(b) Wie könnte eine lokale Flut "alles Fleisch" verderben?

(c) Wenn es nur eine lokale Flut gewesen wäre, warum hat Gott dann zu Noah nicht einfach gesagt: "Ziehe um"?

(d) In Gen 9:8-17 verheißt Gott, dass die Wasser nicht mehr alles Fleisch verderben werden. Lokale Fluten gab es seit damals ja viele, aber keine weltweite Flut. Sie wird auch nie mehr kommen.

Du mußt Dich entscheiden!

70% der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist ein stilles, aber gewaltiges Zeugnis für die weltweite Flut vor 4.400 Jahren. Sie kam als Gericht Gottes über eine sündige und gottlose Menschheit. Es soll für uns ein mahnendes Beispiel sein. Denn die Bibel sagt uns, dass es bald noch ein Gericht geben wird. Diesmal jedoch nicht durch Wasser, sondern durch Feuer. Es wird weltweit sein, und ewig.

Solange du lebst, hast du die Möglichkeit, zu Gott umzukehren. Aber wie lange lebst du? Zur Zeit Noahs gab es nur eine einzige Möglichkeit, dem Untergang zu entkommen: die Arche. So wie damals gibt es auch heute nur eine einzige Möglichkeit: Jesus. Weil nur er den Preis für deine Sünden bezahlt hat. Er ist der einzige Weg zum wahren Gott. Zum dem Gott, der Himmel und Erde, das Meer und alles, was darin ist, erschaffen hat. Auch dich und mich.

Jesus sagt: "Geht durch die enge Pforte ein. Denn weit ist die Pforte und breit ist der Weg, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!" (Matt 7:13-14)

Wie gelang es Noah damals, zu entkommen? Durch seinen persönlichen Glauben. Sein Glaube an Gott war eine Entscheidung, die auch du treffen musst. Gott hat damals geduldig gewartet, ob noch jemand bereit wäre, sich retten zu lassen und mit ihm zu leben. Er wartet auch heute ... und zwar auf dich. Aber er wartet nicht ewig. Und er schaut nicht in alle Ewigkeit zu, wie Menschen ihm ins Gesicht spucken und seine Schöpfung zerstören.

Du hast 2 Möglichkeiten: Leben mit Jesus oder Tod ohne ihn. Wie hast Du Dich entschieden?

Marion Navratil (14. 1. 2013, 7:28)

Super, wie du das beschreibst! Aus physikalischer Sicht habe ich die Sintflut noch nie so gesehen. Wieder ein Baustein mehr, der mir die Bibel nahebringt!


Klaus Klaffenböck (17. 1. 2013, 14:45)

Im Schwarzen Meer, Nähe bulgarischer und türkischer Küste hat man ~300 m unter der Wasseroberfläche Siedlungsreste gefunden. Wie kam es , dass diese Siedlungen mit Wasser bedeckt wurden? Sintflut!


Walter Pistulka (1. 2. 2013, 19:23)

Wie ist es zu erklären, wenn die Sintflut vor erst 4400 Jahren stattfand, dass der Beginn der Ägyptischen Kultur mit ca. 3000 vor Chr. datiert wird? Bei einer Geburtsrate von angenommen 8 Kinder/Ehepaar dauert es doch immerhin noch 400 Jahre bis aus 2 Personen (Ham + Ehefrau) ca. 2 Mio Menschen werden (für ganz Afrika)? Das bei der extrem hohen Rate von 8 Kindern/Frau durch 10 Generationen hindurch.


Helmut Leinfellner (2. 2. 2013, 20:33)

Lieber Walter! Die (weltliche) ägyptische Chronologie ist zeitlich fehlerhaft. Genesis 10:6 spricht von Mizraim als Sohn Hams ("Mizraim" ist das hebräische Wort für Ägypten) und gilt als Vater Ägyptens. Eusebius, der Geschichtsschreiber des 4. Jahrhunderts, bestätigt dies in seinem Werk "Chronicon". Archäologische Funde korrigieren die Chronologie ebenfalls und bestätigen die biblische Chronologie. Auch Josephus spricht von Abraham, Josef und Moses in Ägypten im entsprechenden Zeitrahmen.


Helmut Leinfellner (2. 2. 2013, 20:35)

Wenn jedes Ehepaar je 8 Kinder bekommt, ergeben sich nach 10 Generationen ca. 2.8 Millionen Personen. Nachdem Menschen nach der Flut aber 400 Jahre und mehr gelebt haben, hatten sie vielleicht weit mehr als "nur" 8 Kinder. Bei 10 Kindern wären das nach 10 Generationen insgesamt ca. 24 Millionen Menschen, bei 12 Kindern schon 145 Millionen. (Meine Frau kommt aus einer Familie mit 14 Kindern!)


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