"Laß deine Hand mir zu Hilfe kommen! Denn ich habe deine Vorschriften erwählt." (Ps 119:173)

Gott sucht Fürbitter

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"Wir lernen aus der Geschichte, dass wir nicht aus der Geschichte lernen." Diesen bekannten Satz sagte Georg Wilhelm Friedrich Hegel einmal. Leider stimmt er.

Es ist bekannt, dass unsere Zeit mit der Zeit des Nationalsozialismus viele Parallelen aufweist. Die für mich dabei so interessante Frage ist: Warum konnten Menschen, ja ganze Nationen, zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg so betrogen werden? Warum haben so wenig gesehen, wie dämonisierte Menschen Massen verführt haben? Warum sehen es heute so wenige? Ich möchte einen Blick in die Geschichte werfen, damit wir besser verstehen.

Der Nationalsozialismus war in erster Linie keine politische Größe, sondern von einer religiösen, satanischen Macht getrieben. Hitler wurde durch Helena Blavatsky, einer okkulte Russin, stark beeinflußt. Es war sie, die von einer 'arischen Superrasse' schrieb und das Hakenkreuz für sich als Symbol auswählte. Später bekam Hitler dann auch von Mönchen aus Tibet Besuch. Der tibetanische Buddhismus, genannt Lamaismus, ist die okkulteste Form des Buddhismus. Er fragte sie wegen seiner Strategie - was schließlich durch den Angriff auf die Sowjetunion zu seinem Untergang führte.

Angriff an der Wurzel

Die Strategie des Feindes war und ist, das Zeugnis des Herrn auf dieser Welt zu zerstören. Deshalb hasst er Juden und Christen. Er will Gott gleich sein. Deshalb baut er eine falsche Trinität auf: Statt Vater, Sohn und Heiliger Geist will er sich selbst, den Anti-Christen und den falschen Propheten einsetzen. Schließlich will er auch ein 'auserwähltes Volk' haben - die 'arische Rasse'. Dazu muß das wahre auserwählte Volk Gottes - Juden und Christen - ausgerottet werden. Die jüdische und christliche Gemeinde sollte gelähmt und kampfunfähig gemacht werden. Wie hat er das damals versucht? Was waren die Gefahren, denen der Leib Christi ausgesetzt war (und heute wieder ist!)?

Wer einen Baum fällt, beginnt ganz unten, nicht oben bei den Zweigen. Wer ein Haus sprengen will, platziert den Sprengstoff unten, an den 'Wurzeln'. Der christlichen Gemeinde sollten also zunächst die Wurzeln abgeschnitten werden: die jüdischen, hebräischen Wurzeln. Juden und Christen, die in Jesus dem Messias in Einheit miteinander stehen, sollten gespalten werden. Den Anfang dieses dämonischen Planes machte die Ersatz-Theologie, die meinte, Gott hätte das jüdische Volk verworfen und die Christen als auserwähltes Volk an ihre Stelle gesetzt. Juden wären als Volk nur noch übrig geblieben, damit Gott zeigte, was mit einem Volk geschieht, das sich gegen ihn versündigt. Heute noch ist diese Lehre in vielen Staats- und Landeskirchen und auch in freikirchlichen Gemeinden aktuell und wird von Gläubigen geglaubt, obwohl sie buchstäblich Hunderten von Aussagen der Bibel widerspricht.

Wie konnte und wie kann das alles greifen? Ein Mensch, der mit dem Herrn verbunden ist, das Wort Gottes liest und glaubt und mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, erkennt das alles doch sofort! Genau da liegt das Problem: es gab zwei große Strömungen: die erste war die liberale Theologie. Sie wird durch diese Punkte charakterisiert:

1. Die Bibel sei nicht das von Gott inspirierte Wort. Sie enthalte Fehler. Deshalb müssen die Menschen - die liberalen Theologen - selbst entscheiden, was stimmt und was nicht. Nur einfältige Menschen würden glauben, dass die Bibel von Gott selbst inspiriert ist.
2. Die Lehre der jungfräulichen Geburt von Yeshua dem Messias wäre eine falsche, mythologische Lehre.
3. Die Auferstehung von Jesus dem Messias wäre nicht wahr.
4. Jesus wäre ein guter, moralischer Lehrer gewesen, aber seine Nachfolger hätten die Ereignisse seines Lebens in freier Form wiedergegeben. (Es hätte z. B. keine Wunder gegeben; die Evangelien seien erst viel später geschrieben worden; nachträglich hätte man sie den Jüngern zugeordnet, damit sie stärkere Autorität hätten.)
5. Es gäbe keine Hölle. Der Mensch wäre nicht in Sünden verloren und müsse kein zukünftiges Gericht erwarten, wenn er keine Beziehung zu Jesus im Glauben hat. Der Mensch könne sich selbst helfen; daher bräuchte es kein stellvertretendes Opfer von Yeshua am Kreuz. Ein Gott der Liebe würde keinen Menschen in die Hölle senden. Der Mensch wäre ja ohnehin gar nicht in Sünden geboren.
6. Die Bibel wäre auch von anderen Personen als angenommen geschrieben worden. Mose sei nicht der Autor der ersten 5 Bücher der Bibel. Das Buch Daniel hätte zwei Autoren. (Das ist notwendig, da die liberale Theologie prophetische Aussagen verleugnet. Sie meint, Ereignisse könnten erst niedergeschrieben werden, nachdem sie schon geschehen sind und nicht im Vorhinein durch einen Propheten. Das selbe Denken gibt es von den liberalen Theologen auch in Bezug auf das Neue Testament.)
Das Wichtigste, was ein Mensch tun könnte, wäre, seinen Nächsten zu lieben. Dabei entscheidet aber die liberale Theologie, was gut und was schlecht ist, nicht das Wort Gottes.

Kommt uns das bekannt vor? Genau damit haben wir heute auch zu kämpfen. Das sind einige konkrete Punkte, warum Menschen nicht an Jesus glauben. Wie oft hören wir diese Argumente in Gesprächen oder lesen sie am Internet. Es ist das Ergebnis der liberalen Theologie.

Diese Punkte haben einen Großteil der christlichen Gemeinde geblendet, verführt und lahmgelegt. Genau dasselbe haben wir heute.

Es gab noch ein zweites großes Ereignis, das auch in den Jahren vor den Weltkriegen geschah: die Berliner Erklärung. Es waren 56 bibelgläubige Leiter von evangelischen Gemeinden in Deutschland. Sie waren keine liberalen Theologen, sondern Teil des Gnadauer Verbandes, also des gläubigen Teils der evangelischen Kirche in Deutschland. Sie lehnten mit ihrer Erklärung die Pfingst-Bewegung ab. (Ich spreche mich hier nicht für oder gegen die Pfingst-Bewegung aus, sondern will aufzeigen, welche Strömungen dem Leib Christi geschadet haben.) Die Hauptpunkte dieser Erklärung waren:

1. Die sogenannte Pfingst-Bewegung wäre nicht von oben, sondern von unten. (Sie nannten die Pfingst-Bewegung dämonisch.) Eine Reihe der dort auftretenden Manifestationen wären die selben wie im Spiritismus. Dämonen würden von Satan gesandt, um Christen zu täuschen.
2. Diese Dämonen wirkten meist durch Frauen als Medien; durch deren Prophetien sollten die Schriften allmählich ersetzt werden. Außerdem versuchten Frauen, die Leiterschaft über Männer zu gewinnen.
3. Die Bewegung wäre nicht von Gott.
4. Die Lehren von einem zweiten Segen, von Heiligung von Vervollkommnung wurden abgelehnt.
5. Pfarrer Paul wäre der Hauptleiter dieser Bewegung und vertritt unbiblische Lehren.
6. Es hätte nur ein Pfingsten gegeben.

Wir sehen hier sehr deutlich, wie es eine Mischung aus Wahrheit und Lüge ist. Einige der genannten Punkte sind wahr, andere falsch!

Das erschütternde Ergebnis dieser zwei Strömungen war: die Kirche oder Gemeinde hatte die geistliche Autorität verloren. Sie hatte sich vom Wort Gottes abgewandt und das Wirken des Heiligen Geistes abgelehnt.

Als Hitler später dann an die Macht kam, rief er die Leiter der evangelischen Kirche in Thüringen zusammen. Er zitierte Martin Luthers stark anti-semitischen (anti-jüdischen) Aussagen und meinte, Deutschland erlebe mit ihm ein zweites Pfingsten ...

Eine Kirche oder Gemeinde, die Gottes Wort verwirft und das Wirken des Geistes Gottes nicht erkennt, öffnet sich für eine massive dämonische Invasion. Jesus sagt, so eine Gemeinde "wird hinausgeworfen und von den Leuten zertreten". (Matt 5:13-16)

Einer der Gründe, warum diese dämonischen Mächte so (fast) ungehindert wirken konnten, lag im Abfall und Versagen der Gemeinde.

Gott ruft uns

Heute steigt der Anti-Semitismus, weltweit, wieder an. Der Abfall von Gott, von Seinem Wort, von Seinen Werten, ist überall zu sehen. Das Maß an Sünde, das es heute in der Welt gibt, ist mit Worten kaum noch zu beschreiben. Von all dem ist auch die Gemeinde von Jesus betroffen.

Wenn sich eine Nation im Abfall von Gott befindet, sagt der Herr: "Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der eine Mauer bauen und vor Mir für das Land in den Riß treten könnte, damit es nicht zugrunde gehe. Aber ich fand keinen!" (Hes 22:30)

Gott sagt hier nicht, daß Er Apostel sucht. Er sucht auch keine Propheten oder Evangelisten, keine Pastoren oder Lehrer. Gott sucht Fürbitter. Er sucht demütige Menschen, die in Seine Gegenwart kommen und beten. Deren Ziel es nicht ist, 'ein gutes Leben zu haben', sondern die von sich selbst wegschauen und für andere eintreten. Jünger, die "zwischen der Halle und dem Altar weinen." (Joel 2:17) und Gott um Erbarmen anflehen. Die sehen wollen, wie der Herr verführten Menschen (Christen und Nichtchristen) aus der Verblendung heraushilft und die sich darüber freuen. Menschen, die wirklich Jesus nachfolgen und im Verborgenen sind. Denen es nichts ausmacht, unbekannt zu bleiben. Denn die Liebe des Herrn zu ihnen ist Erfüllung genug. Die aus Liebe zum Herrn "beten und flehen, mit Danksagung" (Phil 4:7). Und die kein Lob für sich wollen, auf keine eigene Ehre aus sind, sondern sagen: "Unnütze Knechte sind wir; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!" (Luk 17:10)

Nicht jeder von uns hat die Berufung zum Apostel oder Propheten. Obwohl wir alle das Evangelium weitersagen sollen, hat auch nicht jeder eine Berufung zum Evangelisten. Nicht jeder ist Hirte, nicht jeder Lehrer. Aber jeder gläubige Christ ist ein Fürbitter. Gott sucht Menschen, die bereit sind, Seine Lasten und Anliegen mitzutragen. Die sich von Ihm formen lassen - das betrifft jeden von uns. Die ein intensives Gebetsleben haben, nicht nur für eigene Anliegen, sondern auch für die der anderen (Phil 2:1-7).

Jeder Christ ist ein Fürbitter.

Wir stehen - gerade als Fürbitter - in einem geistlichen Kampf mit finsteren geistlichen Mächten, die unser Land, unsere Familie und unsere Freunde zerstören wollen. Der Herr verheißt uns den Sieg - aber nur, wenn wir aktiv werden. "Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt." (Eph 6:12) Wir brauchen eine starke Armee von Fürbittern. Dann _werden_ wir den Sieg im Namen des Herrn Jesus erringen und den Feind zurückdrängen.

Es läuft alles auf das hinaus: jeder Einzelne von uns braucht eine starke persönliche Beziehung zum Herrn. Ein tägliches Leben aus dem Wort Gottes und in der Kraft des Geistes Gottes. Wir sollen und wollen "allezeit im Geist beten" (Eph 6:18; Jud 1:20). Wir schreien zum Herrn - um geistliche Unterscheidung für uns und um Erbarmen für unsere Nation.

Wenn der Herr dir eine Last aufs Herz legt, lauf nicht weg. Er gibt dir Verantwortung. Bete, bis der Sieg da ist. Wir brauchen hier Hingabe, damit wir beten, bis es 'durch' ist. Stellen wir uns dem Herrn zur Verfügung, damit er uns verwenden kann und uns seine Lasten aufs Herz legen kann, weil er weiß, dass wir beten, bis der Sieg da ist!

Jesus sagt: "Bittet, und bittet beständig weiter, und es wird euch gegeben werden!" (Matt 7:7)

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