Die Endzeit (1/2)

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"Und die Verständigen werden wie der Glanz des Himmels leuchten und die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne, immer und ewiglich." (Dan 12:3)

Diese Stelle ist aus dem Propheten Daniel gesprochen und das betrifft uns als Endzeit-Christen. Auch in diesem Artikel geht es um die Endzeit und um eine sehr persönliche Anwendung dessen, was das Wort Gottes über die letzten Tage sagt. Dazu möchte ich prophetische Stellen, die wir in den bisherigen Artikeln noch nicht durchgemacht haben, zusammen sammeln und das Bild damit abrunden. Natürlich ist dann nicht alles gesagt, was es über dieses Thema zu sagen gibt, aber wir wollen diese Fragen stellen: was fehlt denn noch? Was brauchen wir in unserem grundsätzlichen Verständnis über die Tage, in denen wir leben und was bedeutet das alles für mich konkret, persönlich?

Beginnen möchte ich mit einem Gleichnis, das für mich persönlich eines der zentralsten ist, die der Herr spricht, wenn es um die letzten Tage geht. Ein Verständnis über dieses Gleichnis ist unbedingt notwendig, wenn man die Endzeit und alles, was der Herr sonst noch sagt, verstehen möchte. Es ist das Gleichnis vom Weizen und dem Unkraut.

Gottes Plan und Weisheit

"Ein anderes Gleichnis legte Er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als die Saat nun aufwuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen: 'Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?' Er aber sprach zu ihnen: 'Das hat der Feind getan.' Da sagten die Knechte zu ihm: 'Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen?' Er aber sprach: 'Nein. Damit ihr nicht, indem ihr das Unkraut zusammenlest, zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Lasst beides miteinander bis zur Ernte wachsen! Und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne. Denn Weizen aber sammelt in meine Scheune.'" (Matt 13:24-30)

Vielleicht hast du das noch nie gelesen; vielleicht kennst du das schon. Den Jüngern ist es so gegangen, dass sie nicht alles verstanden haben. Aber sie hatten das Vorrecht, den Herrn direkt, persönlich und privat fragen zu können. Das haben sie natürlich sofort getan und haben gesagt (was wir etwas später weiterlesen): "Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: 'Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!' Und Er antwortete und sprach zu ihnen: 'Der, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn. Der Acker ist Welt. Der gute Same sind die Söhne des Reiches, und das Unkraut sind die Söhne des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleich wie man nun das Unkraut sammelt und es im Feuer verbrennt, so wird es am Ende der Welt sein. Der Menschensohn wird seine Engel aussenden [und bitte beachten wir jetzt diese Phrase] und sie werden alle Ärgernisse aus seinem Reich sammeln und die, die Unrecht tun werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten im Reich des Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren zu hören hat, der höre!'" (Matt 13:36-43)

Jesus zitiert die Stelle aus Daniel. Er spricht hier über die Welt und die Zeit, in der wir uns heute befinden, und sagt, es wird etwas geben, was uns zunächst sehr erstaunt, aber dann wirklich die Augen öffnet. Er sagt: Laßt beides - Weizen und Unkraut - miteinander bis zur Ernte wachsen. Wir sehen also, wie der Herr zuläßt, dass das Unkraut aufwächst und zur Reife kommt und dem Weizen den Platz wegnimmt. Ich möchte gerne einen Abschnitt aus meinen Buch Als Mann und Frau schuf Er sie zitieren. Dieser Bereich gehört in das große Thema der Endzeit dazu - deswegen ist auch hier ein Abschnitt über 'Weizen und Unkraut':

[Zitat Anfang] Wir sehen hier etwas sehr Bemerkenswertes: Weizen und Unkraut wachsen zusammen empor und kommen gleichzeitig zur vollen Reife. Gut und Böse werden immer mehr sichtbar. Richtig und Falsch wird immer deutlicher erkennbar. Im Hintergrund dieses Gleichnisses können wir die Situation in der jetzigen Welt sehr gut verstehen. Jesus sagt uns, dass in den letzten Tagen, in denen wir heute leben, Gut und Böse zusammen wachsen werden. Die Menschen werden immer mehr in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Gute und Böse. Auf der einen Seite die Guten, die sich dazu entschieden haben, Jesus mit ganzem Herzen nachzufolgen; nur das Wort Gottes als Basis für ihr Leben zu nehmen; mit dem Heiligen Geist beständig und immer wieder erfüllt zu werden; Jesus aktiv nachzufolgen. Bewusst in persönlicher Heiligung zu leben. Sich aktiv für die Ausbreitung des Reiches Gottes einzusetzen. Ihr Leben auf die Wiederkunft von Jesus, dem Messias, auszurichten. Weltweit sehen wir ein Ausgießen des Heiligen Geistes, Zeichen und Wunder, Heilungen und Bekehrungen - Gottes Herrlichkeit offenbart sich, indem das zerstreute Volk Israel wieder in sein Land nach Hause kommt.

Zur selben Zeit sehen wir auch das Zur-Reife-Kommen der Gegenseite. Diejenigen, die sich bewußt gegen Gott entschieden haben, ihr Herz verhärtet und das eigene Ich zum Götzen gewählt haben. Das Bemerkenswerte dabei ist, dass beides gleichzeitig geschieht. Jesus sagt, dass es bis zum Ende der Welt so weitergehen wird! Erst dann werden die Engel das Unkraut sammeln und es verbrennen. Es verwundert uns daher nicht, wenn wir in unserer heutigen Welt immer perversere Ausprägungen des Bösen sehen, die noch dazu als normal hingestellt werden. Ein Schlüsselvers ist Jesaja 5, Vers 20:

"Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen; die Finsternis für Licht und Licht für Finsternis erklären; die Bitteres süß und Süßes bitter nennen."

Das ist eine ernste Sache. Wenn Gott ein "Wehe" ausspricht, möchten wir nicht auf der Seite stehen, der das Wehe gebührt. [Zitat Ende]

Es ist für mich so eine zentrale Aussage, weil sie so allumfassend ist. Sie erklärt so vieles. Wir beten doch oft - kennt ihr das? - 'Herr, es reicht! Mach der Sünde endlich ein Ende! Schau, was sie jetzt wieder tun, es wir immer mehr und mehr. Es ist genug, Herr!' Und Jesus ist hier so gelassen. 'Sollen wir hingehen und das Unkraut zusammenlesen?' Mit anderen Worten: Können wir das endlich vernichten? Und der Herr antwortet einfach nur: 'Nein. Laßt es.' Nicht, dass er es gutheißen würde, sondern es ist Gottes Weisheit, die sagt: Ich lasse es zur vollen Reife kommen. Und ich glaube, dass Gott - der gerecht ist ... der Recht tut ... der immer das Richtige tut - die Ausprägung des Bösen auch deshalb erlaubt, weil wirklich für alle offenbar sein soll, wohin der Mensch in seiner Sünde geht. Am Ende wird es so offenbar sein, dass keiner mehr sagen kann, Gott wäre ungerecht, wenn Er richtet. Es wird so deutlich und offensichtlich werden. Es wird so stark 'zur Blüte' gekommen sein, dass man wirklich nur mehr Weiß und Schwarz sieht.

Und im Hintergrund von diesem Gleichnis schauen wir uns noch eine Stelle an, aus dem Neuen Testament. Diese ist prophetisch, denn sie spricht über die Zukunft, doch für uns ist es auch schon die Gegenwart. Es ist die Stelle aus dem zweiten Timotheus-Brief, Kapitel 3 - das ganze Kapitel. Ich werde es vollständig zitieren und dann abschnittsweise durchgehen. Paulus schreibt hier an Timotheus über eine ganz fixe Sache, die sicher eintreffen wird. Und weil das absolut so sein wird, gibt Paulus Ratschläge, wie er weiter vorgehen soll. Er sagt ihm: Du kannst fix damit rechnen, dass es in den letzten Tagen so und so zugehen wird. Er spricht hier über das Unkraut, das zur Reife kommt und gekommen ist.

Eine Beschreibung unserer Zeit

"Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, zuchtlos, dem Guten feind, treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, das Vergnügen mehr liebend als Gott; dabei haben sie den Schein von Gottseligkeit, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen halte dich fern! Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und Weiber gefangennehmen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, immerdar lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. [Wir werden immer wieder - wie auch schon in vorigen Artikeln - sehen, wie es um die Wahrheit geht! Dieses "Gut und Böse", das "Licht und Finsternis", das "bitter und süß" entscheidet sich an der Wahrheit.] Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen zerrütteten Sinnes, untüchtig zum Glauben. Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war. Du aber bist mir in der Lehre nachgefolgt, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, in der Geduld, in den Verfolgungen, in den Leiden, wie sie mir in Antiochia, in Ikonium und Lystra widerfahren sind. Solche Verfolgungen habe ich ausgehalten, und aus allen hat mich der Herr errettet! Und alle, die in Messias Jesus gottselig leben wollen, müssen Verfolgung leiden. Schlechte Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, da sie verführen und sich verführen lassen. Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche dich weise machen können zum Heil durch den Glauben in Messias Jesus. Jede Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk ausgerüstet." (2 Tim 3)

Ist euch schon einmal aufgefallen?

Gott ist die WAHRHEIT; Jesus ist der Weg, die WAHRHEIT und das Leben; der Heilige Geist ist der Geist der WAHRHEIT. Jesus betet zum Vater und sagt: Dein Wort ist WAHRHEIT. Wir folgen der Wahrheit, wo immer sie uns hinführt!

"Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden." Dieses Wort für "schwere Zeiten" wird unterschiedlich übersetzt und ist ein sehr interessantes Wort. Es kommt im ganzen Neuen Testament nur noch ein einziges Mal vor, und zwar in Matthäus 8:28, wo über die 2 Männer in der Höhle, die besessen sind, gesprochen wird. Eine gute Übersetzung ist "schwierige Zeiten" oder "scharfe, aggressive Zeiten". Das passt auch zu diesen beiden dämonisierten Menschen. So wie die beiden Menschen waren, so sind diese Zeiten in den letzten Tagen.

Paulus beschreibt hier, wie die Menschen in den letzten Tagen SEIN werden. Er spricht also über das Wesen, über die Natur. Nicht nur, was die Menschen TUN, sondern wie sie in ihrem Inneren SIND. Und wir sehen hier den Zusammenhang: weil sie so sind, tun sie das. Oder: an dem, was sie tun, erkennen wir, wie sie sind.

Auch im Seminar über 'Schöpfung oder Evolution?' haben wir über das 2. Gesetz der Thermodynamik gesprochen: die Unordnung wird immer größer. Man nehme ein Kinderzimmer, in dem man 1 Woche lang nicht aufräumt. ;-) Die Unordnung wird immer größer, nicht kleiner. Das können wir nicht nur auf die Schöpfung des Herrn, sondern auch auf die menschliche, gefallene Natur anwenden. Die korrupte menschliche Natur ist genau so! Diese Sündhaftigkeit wird immer mehr. Der zweite Punkt: man kann diese Unordnung gar nicht mehr rückgängig machen. Ein Beispiel, das sehr einprägsam ist: man nehme eine große Schale von kaltem Wasser und ein Glas mit heißem Wasser. Wenn wir das Glas mit heißem Wasser ins kalte Wasser hineinstellen, was geschieht? Es kommt zum Temperatur-Ausgleich und es wird im Glas und in der Schale annähernd die selbe Temperatur sein. Zuerst war es geordnet: heiß im Glas, kalt in der Schale. Danach vermischt sich das miteinander, die Unordnung kommt. Diese Unordnung kann man nicht mehr rückgängig machen. Man kann nichts tun, damit das Wasser im Glas wieder heiß und das Wasser in der Schale wieder wie vorher kalt ist. Und so ist es mit der menschlichen, gefallenen Natur. Sie ist durch die Sünde 'korrupt' geworden und diese Unordnung kann man nicht umdrehen. Und sie wird immer mehr. Wie im biblischen Text geschrieben steht: "Schlechte Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben." Das ist diese gefallene Natur, die immer weiter bergab geht. Und das ist dieses Unkraut, das immer weiter wächst. Die Lösung für diese Situation - es handelt sich ja nicht nur um 1 Person, es ist weltweit - ist natürlich das Kommen von Jesus. Wir kommen gleich noch stärker darauf zurück.

Der Feind wütet

Der zweite Abschnitt betrifft etwas, was wir in der heutigen Welt sehr, sehr stark sehen: das Aufkommen von okkulten und dämonischen Aktivitäten. Schauen wir noch einmal, was im 2. Timotheus 3 in diesem Abschnitt steht: "Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und Weiber gefangennehmen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, immerdar lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen zerrütteten Sinnes, untüchtig zum Glauben. Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war."

Jannes und Jambres waren zwei Zauberer, in der heutigen Sprache Satanisten. Sie haben versucht, Mose - und damit den Herrn und seine Erlösungs-Absichten mit der Welt - zu stoppen. Sie sind mit satanischer Aktivität entgegen gestanden. Bei der Wahrheit und dem Übernatürlichen - denn jetzt sprechen wir vom Wirken Gottes und dem Wirken des Teufels, beides ist Übernatürlich - gibt es zwei Extreme, vor denen wir uns hüten sollen. Nämlich einerseits den Fehler zu machen, alles Übernatürliche automatisch als eine Bestätigung der Wahrheit zu betrachten. Beispiel: es gibt irgendwo ein Treffen mit vielen Menschen, einer Predigt folgt eine Heilung. Nachdem ein Mensch geheilt worden war, denkt man automatisch: Das ist von Gott, und damit wäre alles, was der Prediger vorher gesagt hat, auch eine Botschaft von Gott. Doch das muss überhaupt nicht so sein! Auch wenn es in unserer Welt sehr häufig so gesehen wird. Ich möchte das betonen und ich glaube, dass es noch viel mehr werden wird. Es ist nicht automatisch wahr, was gesagt wird - selbst wenn eine übernatürliche Heilung geschieht oder andere übernatürliche Zeichen und Wunder geschehen. In Offenbarung 13 lesen wir davon, dass der Antichrist Feuer vom Himmel fallen lassen wird.

Wir haben in einem früheren Artikel dieser Serie auch gesagt: was ist die Basis, auf der wir die Wahrheit feststellen können? Das Wort Gottes! :-) Die Bibel ist die Basis, auf der wir Wahrheit, Richtig und Falsch, festlegen - denn in der Bibel ist es festgelegt. Hebräer 4:12 sagt: "Denn das Wort Gottes ist voll Leben und voll Kraft und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Es dringt durch, bis es Seele und Geist scheidet, auch Mark und Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens." Das Wort Gottes schneidet durch, es trennt! Es zeigt auf, was seelisch und was geistlich ist.

Das zweite Extrem ist, alles zu verwerfen. Man meint, gar nichts Übernatürliches sei von Gott. Er wirke nicht mehr übernatürlich. Es gebe keine Geistesgaben mehr, keine Heilungen, Zeichen und Wunder. Auch das ist eine Verführung, in die viele hineingefallen sind. Ich halte es für eine sehr gefährliche Position. Wir können, müssen und sollen mit diesen Menschen reden, die in diese Richtung denken; denn das öffnet die Tür für Verführung.

Der Konflikt, der hier mit dem Beispiel von Jannes und Jambres beschrieben wird, ist in letzter Konsequenz ein geistlicher Konflikt. Die Situation mit Mose und den Zauberern des Pharaos damals begann so, dass sie die Zeichen, die Gott durch Mose gewirkt hatte, nachgemacht haben - wenn auch nicht so stark und so kraftvoll. Wir haben hier übrigens so ein lustiges Bild: Mose kommt mit seinem Stab vor den Pharao und es wird zur Schlange. Die Zauberer tun das auch, werfen ihre Stäbe und sie werden zu Schlangen. Daraufhin frißt die Schlange von Mose die anderen auf. Was war das Ergebnis? Mose geht mit einem viel dickeren Stab wieder hinaus, die Zauberer haben nichts mehr in der Hand. Ihre Waffen sind ihnen aus der Hand geschlagen worden. :-)

Danach zeigt sich, wie der Konflikt Gott als Stärkeren, als Mächtigeren, mit größerer übernatürlicher Macht und Kraft offenbart. Dem können die Zauberer nichts mehr entgegen halten. Und sie sagen: "Das ist der Finger Gottes!" (Ex 8:19) Und diese geistliche Konfrontation wird es in unserer Zeit auch wieder geben - es gibt sie schon und es wird verstärkt werden. Es wird nicht nur darum gehen: 'Wer hat die richtige Lehre?' (was sehr wichtig ist!), sondern auch: 'Wer hat die Kraft Gottes?' Diese Konfrontation - auf die steuern wir zu! Diesmal nicht nur in Ägypten, sondern weltweit.

Wir sehen, ich brauche hier leider nicht viel zu sagen, dass dunkle Mächte und ihre Einflüsse in der Welt immer mehr werden. Aber "ihre Torheit wird jedermann offenbar werden." Es wird letztendlich offenbar werden, wie unweise sie wirklich sind. Siehe Psalm 14, Vers 1: "Der Tor spricht in seinem Herzen: es gibt keinen Gott."

Und am Ende möchte ich noch betonen, dass es hier schlechte Menschen gibt, die Betrüger genannt werden, die zwei Dinge tun: sie verführen und sie lassen sich verführen. Ein Mensch, der selbst verführt ist, ist ein 'sehr guter' Betrüger. Jemand, der etwas Falsches glaubt und vollkommen davon überzeugt ist, gibt es den anderen auch so weiter ... weil er glaubt, dass das, was er sagt, stimmt. Im Judasbrief steht geschrieben, dass wir "uns auf unserem hochheiligen Glauben aufbauen" sollen und manche, die im Zweifel sind, herausreißen sollen! Für mich ist das ein Bild für Menschen, die noch nicht ganz auf einer Seite fest zementiert sind ( weil sie verführt worden sind - obwohl der Herr sie immer noch herausholen kann). Menschen, die hin- und her schwanken, die nicht sicher sind, die in der heutigen Welt 'viel Angebot' von 'geistlichen Programmen' und 'spirituellen Themen' sehen. Man merkt dann, derjenige ist noch einen Schritt daneben, aber stark in Gefahr - wir sollen diese Menschen herausreißen! Mögen meine Artikel und Seminare und mein ganzes Leben dazu beitragen, dass wir solche Menschen noch gewinnen können! Viele von ihnen haben ja viele offene Fragen. Sie suchen dazu Antworten - sie wollen das wirklich wissen! Wunderschön ist es, wenn jemand kommt und sagt: Ich will die Wahrheit wissen! Er sucht vielleicht noch auf einem falschen Gebiet. Aber wenn er wirklich sucht - sagt der Herr selbst - wird er finden!

Ja, und schließlich können wir an diesem Abschnitt, wo so viel Negatives vorkommt, aber trotzdem etwas Gutes sehen: nämlich dass die Bibel wirklich wahr ist. Sogar das Negative beweist, dass die Bibel stimmt. Denn wenn wir heute in die Welt schauen, ist es ganz genau so, wie es in den ersten Versen von 2. Tim 3 geschrieben steht.

Die Wurzel des Bösen und die Lösung dazu

Was ist denn eigentlich die Wurzel von dem allen? - Jetzt wird es sehr persönlich. Denn diese Wurzel, diese Gefahr, die so viele Menschen vom Herrn wegtreibt, die ist auch für uns eine Gefahr, vor der wir uns aktiv hüten sollen. Genau das schreibt Paulus ja. Es ist die Selbstliebe, die Liebe zum eigenen Ich. Wenn wir die Liste der Eigenschaften in diesem Kapitel anschauen, sehen wir ein geistliches Gesetz: das, was du liebst, bestimmt, wer du bist. Das, wonach du dich ausstreckt, womit du deine Zeit verbringst, deine Tage, dein Leben ... wonach du dich ausrichtest, das wird dich formen, dass du entsprechend bist. Wir haben gesehen, dass diese Liste das Wesen der Menschen beschreibt. Das ist ihre Natur. So SIND sie. Wenn wir die 18 Punkte, die aufgelistet werden, zusammenfassen: es geht um 3 große Bereiche, mit denen alles erklärt werden kann. Alle drei haben mit einer 'Liebe' zu tun. Erstens, die Liebe zum eigenen Ich. Zweitens, die Liebe zum Geld. Drittens, die Liebe zum Vergnügen. "Mehr vergnügungs-liebend als Gott-liebend" heißt es in Vers 4. Der Gegensatz dazu ist gleichzeitig die Lösung: Gott zu lieben. Wir können durch unsere Liebe zum Herrn, durch unsere Hingabe an den Herrn, all das überwinden. Und die Liebe, die wir zu Gott haben, ist eine Folge von Gottes Liebe zu uns. 1 Joh 4:19 sagt: "Wir lieben, weil Er uns zuerst geliebt hat." Wir sprechen also nicht von unserer eigenen Liebe, die wir in eigener Kraft produzieren; wir sprechen von Gottes Liebe in uns und unserer Antwort darauf.

Eine Sache möchte ich hervorheben, sie gilt wieder sowohl für uns, als auch für andere. Es ist sehr wichtig, wenn wir das Evangelium weitergeben, dass wir das reine Evangelium weitergeben! Nicht eine 'billige Variante', damit wir schnell von einer 'Bekehrung' sprechen können, wo aber zwei Monate später das Feuer dann plötzlich weg ist. "Den Eltern ungehorsam" - das ist heute normal, oder? Ich kann mich erinnern, wie ich jung war, hat man den Eltern gehorchen müssen. Kennt das jemand heute noch? Wie sehr sich das in ein paar Jahren geändert hat! Diese Eigenschaften, die hier aufgezählt werden, sind keine 'Probleme'; das sind Sünden. Gott ist so barmherzig und gnädig! Aber Er vergibt keine Probleme. Er vergibt Sünden. Deshalb: wenn wir zum Herrn kommen, oder wenn wir jemanden anderen einladen, geht es darum, dass wir wirklich am Kreuz Sünden bekennen. Einen falschen Lebensstil, der aus einem gefallenen Ich heraus kommt. Ich bin von den Erweckungs-Bewegungen vergangener Jahrhunderte beeindruckt, zum Beispiel bei Charles Finney, wo er ganz anders als heute nicht schnell jemanden gewinnen wollte, sondern wo er bewusst Zeit gegeben hat, dass sich die Menschen wirklich überlegen: wie schaut es mit meinem Leben aus? Will ich das wirklich (das neue Leben - mit einem anderen Lebensstil)? Die Botschaft war: zuerst das ganze klare Evangelium und dann die Aufforderung: 'wenn du kommst, dann musst du dich um 180 Grad umdrehen! Und jetzt gebe ich dir Zeit, darüber nachzudenken.' Es gab zum Beispiel ein Treffen, da ist Charles Finney gekommen, hat 10 Minuten ganz klar geredet und danach gesagt: 'Jetzt lasse ich euch 1 Stunde alleine, dann komme ich wieder, und wer das wirklich will, soll hier bleiben! Die Anderen können nach Hause gehen.' Ich finde das einen sehr gesunden Ansatz!

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