Matthäus 24-25 (4/4)

Kategorien: Bibel   Wahrheit   Endzeit   Biblische Prophetie  

In unserer Studie über die Worte des Herrn über die Endzeit schließen wir heute mit Matthäus 25 ab. Es geht zur 3. Gruppe weiter, und sie hängt mir dem zusammen, was wir über die Talente gelesen haben. Es geht auch hier um den Knecht, und was der Herr ihm gegeben hat - und wie er damit treu oder auch nicht treu umgeht.

Was sind die charakteristischen Eigenschaften des untreuen Knechtes? Bei allen Punkten können wir leicht lernen: wir tun das Gegenteil.

1. Er hat Jesus nicht erwartet. Wir erwarten Jesus!

2. Er hat dominiert, manipuliert und kontrolliert. Wir nehmen die Dinge nicht in unsere eigenen Hände; wir übergeben sie dem Herrn. Wir lassen Gott Menschen ändern. Und wir schauen auf unser eigenes Herz und lassen Gott uns selbst ändern.

3. Er dreht sich um sich selbst. Ich glaube, das ist eine der größten Gefahren im Leben eines Christen. Ich werde das im nächsten Artikel noch speziell betonen. Ich bin davon überzeugt, daß unser eigenes Ich unser größter Feind ist.

4. Er ist nicht bereit. Das ist ein böser Knecht. Wir wollen bereit sein.

5. Er wird entzwei gehaut. Er wird als Heuchler bezeichnet. Und er endet dort, wo Heulen und Zähneknirschen ist. Wir wollen bereit sein. Wir wollen nicht entzwei gehaut werden.

Jesus geht jetzt weiter und spricht über die Knechte, die eine verschiedene Anzahl von Talenten bekommen haben:

"Denn es ist wie bei einem Menschen, der verreisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab; dem einen gab er fünf Talente, dem andern zwei, dem dritten eins, einem jeden nach seiner Kraft, und reiste ab. Da ging der, welcher die fünf Talente empfangen hat, hin und handelte mit ihnen und gewann fünf andere. Desgleichen der, der die zwei Talente empfangen hat, gewann auch zwei andere. Der aber, der das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kommt der Herr dieser Knechte und hält mit ihnen Abrechnung. Da trat der, der die fünf Talente empfangen hatte, hinzu, brachte noch fünf andere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe damit fünf andere gewonnen. Sein Herr spricht zu ihm: Gut, du braver und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; gehe zur Freude deines Herrn ein! Da trat auch der, welcher die zwei Talente empfangen hatte, hinzu und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe zwei andere Talente gewonnen. Sein Herr spricht zu ihm: Gut, du braver und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; gehe zur Freude deines Herrn ein! Da trat auch der, der das eine Talent empfangen hatte, hinzu und sprach: Herr, ich wußte, daß du ein harter Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; und ich habe mich gefürchtet, bin hin gegangen und habe dein Talent in der Erde verborgen. Siehe, da hast du, was dir gehört! Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wußtest du, daß ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluß habe; von dem aber, der nicht hat, wird auch das, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die äußerste Finsternis hinaus. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein." (Matt 25:14-30)

Wir sehen auch in diesem Gleichnis, nämlich bei dem, was der Herr dieses Knechtes dann sagt, worauf es Gott ankommt: "Gut, du braver und treuer Knecht!" Wir sind in den Augen des Herrn gute Knechte wenn wir treu sind. Und dieses Gleichnis zeigt: es kommt nicht in erster Linie darauf an, wie viel du bekommen hast, sondern ob du mit dem, was du bekommen hast, treu bist. Jeder von uns hat etwas bekommen. Jeder, der errettet ist, hat automatisch von Gott eine Berufung bekommen. Die Bibel sagt sogar eine "heilige Berufung"! Die ist nur für dich alleine! Das hat Gott für dich persönlich. Deine Aufgabe ist, diese Berufung herauszufinden und treu zu sein - mit den Talenten, die du hast, zu arbeiten. Und die extreme Bedeutung und das Gewicht dieser Sache ist: "Du bist über wenigem treu gewesen, Ich will dich über Vieles setzen!" Anders ausgedrückt: in dem Maß, in dem wir hier auf der Erde während unseres Lebens, mit dem, was Gott uns gegeben hat, treu sind, in diesem Maß wird Gott uns später in Seinem Reich belohnen.

Bitte erinnert euch an den ersten Artikel in dieser Serie, wo es darum ging: 'Was ist das prophetische Wort?' Dabei haben wir darüber gesprochen, daß es zuerst im Mund süß wie Honig ist und im Magen dann bitter. Hier gibt es mehrere Aspekte. Einer davon ist dieser hier. Wenn du merkst, daß es jetzt darauf ankommt, je nach dem, was du hier auf der Erde tust, welche Belohnung ich dann später bekomme, dann sollte das eigentlich dein Herz, dein Leben, dein Denken ändern. Wäre das nicht eine Schande, wenn wir vor dem Herrn stehen - und keine Belohnung bekommen? Weil wir hier unser Leben vergeudet haben? 'OK, ich habe es mir als Christ gut gehen lassen; ich bin eh erlöst. ... Aber ich war ein fauler Knecht.'

Beide Knechte, mit den 5 und mit den 2 Talenten, haben das, was sie bekommen haben, verdoppelt. Also sage nicht: 'Ich habe ja nur 2 Talente, mein Bruder hat 5.' Sondern: freue dich, und arbeite mit den Talenten, die du bekommen hast.

Was war denn mit dem schlechten Knecht?

1. Er sagt: 'Ich habe mich gefürchtet.' Wir haben schon im vorigen Artikel gesehen: Angst ist kein guter Ratgeber. Angst ist nie eine Motivation für uns, etwas zu tun. Manche Menschen werden aus Angst vor der Hölle errettet. Ich glaube, da fehlt ihnen noch einiges, nämlich die Liebe Gottes. Es ist schon gut, wenn du einmal eine scharfe Korrektur bekommst, wenn du 20 Jahre gegen den Herrn rebelliert hast. Gott weiß schon, wie Er dich in Sein Reich bringt. Aber eigentlich ist die Motivation doch, wie Paulus das auch ausdrückt: "Die Liebe Christi drängt mich." (2 Kor 5:14) Und wir nehmen in Freuden auf, was der Herr uns gegeben hat, und die Liebe des Herrn motiviert uns, zu gehen und zu tun.

Zweitens: der Knecht hat nichts getan. Mit anderen Worten: er war faul. Und wenn wir zum Beispiel das Buch der Sprüche lesen, sehen wir, wie scharf Gott Faulheit verurteilt! Ich kann das mit einem Schmunzeln aus meinem eigenen Leben sagen, denn bevor ich gläubig geworden bin, war ich faul! Und die Liste der Ausreden war lang! :-D Und ich habe gestaunt, wie der Herr mir als gläubiger Mensch dann gezeigt hat, wie Er Faulheit sieht. Aber ich kann sagen: Gott hat ein wunderbares Werk getan. Ich kann jetzt wirklich sagen: ich arbeite jetzt 6 Tage und 1 Tag ruhe ich mich aus (Artikel). Das hat wirklich der Herr in mir bewirkt!

Ein fauler Knecht = ein netter Mensch im Reich Gottes ... der nichts tut.

Sehen wir das, wie Gott es sieht! Wie scharf der Herr hier sagt, wie Er einen faulen Knecht sieht. Darf ich es so ausdrücken: 'Ich habe dich erlöst, und du hast mit deinem erlösten Leben nichts getan.' Darf ich es positiv, ermutigend ausdrücken: Du kannst dich so viel investieren! Im vorigen Artikel haben wir schon gesagt: du kannst in den Dienst von anderen investieren, aber du kannst selber auch viel machen! Wir haben über Gebet gesprochen, über Geben, über Helfen, über Unterstützen, über Ermutigen.

Noch eine Sache ist hier wichtig: wenn du Gaben bekommen hast, und du sie nicht verwendest, dann wirst du sie nicht verlieren. Der Herr gibt eine bestimmte Berufung und Gnadengaben und hat gesagt: Die sind unbereubar, Ich nehme sie nicht zurück (Röm 11:29). Das heißt: du hast eine Berufung auf deinem Leben - die bleibt. Israel hat von Gott eine Berufung bekommen - die bleibt. Auch wenn Israel untreu war. Die Berufung Gottes bleibt. Du hast von Gott einen Ruf bekommen. Du hast wieder einmal 2 Möglichkeiten, und nur du kannst diese Entscheidung treffen: arbeite ich damit, gehe ich in dieser Berufung wirklich auf? - Paulus sagt ja einmal zu Timotheus: "Gehe in deinem Dienst ganz auf!" (2. Tim 4:5) - oder nicht?

Und schließlich: hier stehen die selben Worte wie vorher: die Verwerfung dieses bösen und faulen Knechtes - die war endgültig. Und das ist eine ernste Sache. Wir sehen hier _ein_ Beispiel von Jesus als Richter. Und mir gefällt das so, mir imponiert das - es ist für mich ein Zeichen der Kraft, der Vollmacht, die der Herr hat: wenn Er spricht ... Er muß nicht schreien ... Er spricht ein Wort in Autorität und das steht. Und wenn Jesus wiederkommt und ein Wort spricht - als Richter - dann steht das. Da kann niemand etwas dagegen tun.

Und wir wollen die Knechte sein, die eine Belohnung bekommen. Richtig? :-) Das heißt, wir wollen aus unserem ganzen Herzen, aus Liebe zum Herrn - nicht weil wir glauben, wir müssen ... 'ein guter Christ müßte doch...' - sondern aus Liebe zum Herrn und aus Dankbarkeit für unsere Erlösung: geben!

Und noch eines: bitte tu nicht das, was Gott einem anderen gegeben hat. Tu das, was Gott dir gegeben hat! ('Schuster, bleib bei deinen Leisten.') Ich kenne zum Beispiel einen Pastor, der in Wirklichkeit Evangelist ist. Und wenn deine Berufung Evangelist oder Pastor ist, glaube bitte nicht, du seist ein Prophet. Das ist sehr wichtig! Ich glaube, daß wir dem Leib Christ Schaden zufügen würden, wenn wir nicht in unsrer Berufung sind oder bleiben. Gott hat uns eine persönliche Berufung gegeben. DIE sollen wir tun!

Matt 25:31-46

Ein hochinteressanter Abschnitt! Denn es handelt sich hier um das sogenannte 'Völkergericht'. Natürlich kennen wir diese Stelle alle und haben sie oft durchgelesen. Oft wenden wir sie aber nur auf uns persönlich an. Das ist nicht falsch, aber eben nicht die ganze Wahrheit. Es geht hier wieder um eine bestimmte Gruppe von Menschen, die davon betroffen sein wird, wenn Jesus wiederkommt - und wie sie betroffen sein werden. Der Herr spricht prophetisch, was kommen wird - und Er spricht hier nicht über Einzelpersonen - Er spricht über Völker. Natürlich besteht ein Volk aus vielen Einzelpersonen. Es ist also nicht total falsch, es auch persönlich auf uns anzuwenden. Aber in erster Linie geht es hier um Völker, wie der Herr selber sagt. Und zwar:ist dieser Abschnitt eine Parallelstelle und eine Weiterführung einer Prophetie vom Propheten Joel.

Worum geht es? Gott sieht alle Völker der Erde. Er sieht ein spezielles Volk, Israel. Und Er sagt an vielen Stellen, daß Er die anderen Nationen so behandeln wird, je nachdem wie sie Israel behandeln. Wir sehen das heute auch sehr aktuell, wo die Länder der Welt meinen, sie können mit Israel tun, was sie wollen. Wir sehen es noch konkreter - das spricht der Prophet Joel aus - was genau sie tun wollen:

"Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, da ich die Gefangenschaft Judas und Jerusalems wende,

Wann ist die Zeit, über die der Prophet hier spricht? Jetzt.

Warum ist sie jetzt? Was ist die "Gefangenschaft Judas und Jerusalems"? Das Exil der Juden. Wenn Juden außerhalb von Israel sind, sagt Gott: ihr seid im Exil, ihr seid in Gefangenschaft. Ihr müßt in die Gefangenschaft ziehen. Wenn Er "die Gefangenschaft wendet", heißt das: Er führt sie wieder nach Israel zurück. Juden in Israel sind nicht mehr im Exil. Sie sind zu Hause. :-)

"Da sammle ICH" ... Sehen wir bitte, daß das, was hier ausgesagt wird, ein Werk des HERRN ist! Wir - gerade diejenigen von uns, die sich im Gebet für Israel einsetzen [Der Herr segne euch!] - wir sind oft so entsetzt, was alles Böses gegen Israel kommt. Und mit Recht so. Aber sehen wir auch den darüber liegenden Plan: daß der allmächtige, souveräne Gott sagt: Ich tue etwas. Und auch hier geht es wieder um Gericht! Und auch hier - das nimmt Jesus auf, als Richter der Welt - und Er sagt: das wird kommen, wenn Ich komme!

"da werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Jehoshaphat hinabführen"

"Jehoshafat" heißt übersetzt: der HERR richtet.

"und daselbst mit ihnen rechten wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es
1) unter die Länder zerstreut und
2) mein Land in Stücke gerissen
3) und weil sie das Los über mein Volk geworfen haben." (Joel 3:1-3)

Die Heiden-Nationen haben Israel zerstreut, das Land in Stücke gerissen - was sonst wird heute versucht? - die Nationen wollen das Land Israel teilen, "zerreißen". Und Gott sagt: hier ist eine Grenze, die nicht überschritten wird. Das ist Mein Land, mit dem bestimme Ich. Und sie haben "das Los über mein Volk geworfen." Das erinnert an die Geschichte von Mordechai und Esther. Wo Haman das Los geworfen hat, daß das Volk der Juden ausgerottet werden soll. Ähnlich versucht es heute der 'Präsident' vom Iran.

Jesus nimmt diese Prophetie und spricht über Gottes Gericht über die Völker - abhängig davon, wie sie sich Israel gegenüber verhalten. Wie wird es ausschauen. Es geht mehr ins Detail:

"Und wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen; und alle Völker werden vor ihm versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet [vor Ihm werden alle VÖLKER versammelt werden; und Er wird die VÖLKER trennen], und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch seit Grundlegung der Welt bereitet ist! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig und haben dich getränkt? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder nackt und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen? Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr es mir getan! Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht von mir hinweg, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränkt; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht! Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir auch nicht getan! Und sie werden in die ewige Pein gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben." (Matt 25:31-46)

Gott nimmt Sein Wort sehr ernst. Wir tun gut daran, wenn wir das auch tun. Die Nationen der Welt tun auch sehr gut daran, das auch zu tun. Denn es geht hier darum, daß Gott in einem ewigen Bund, ohne Bedingung, die Frage "Wem gehört das Land Israel?" für immer beantwortet hat. Gott gehört die ganze Erde. Ein spezieller Teil davon ist SEIN eigenes Land und Er hat es dem Volk der Juden gegeben. Das ist die Frage, wo heute die ganze Welt daran scheitert. Wir haben schon über den "Stein, den die Nationen heben wollen" (Sach 12:3) gesprochen.

Wichtig, bevor wir ins Detail gehen: hier geht es um ein Gericht über die Völker. Im ersten Teil haben wir ein Gericht über uns als Gläubige, über die Gemeinde und auch über die große Trübsalszeit, was ein Gericht über Israel ist. Wir können alle Menschen in 3 Gruppen einteilen (weil die Bibel das tut): Israel, die Gemeinde und die Nationen der Welt. Jede Gruppe wird ein eigenes Gericht Gottes durchgehen. Das bedeutet nicht unbedingt, daß die anderen Gruppen nicht mehr da sind (ich spreche natürlich die Entrückung an). Wichtig ist: Gott handelt mit dem Volk der Juden, mit Seiner Gemeinde und mit den anderen Nationen - auf unterschiedliche Arten. Bei den Völkern ist das Gericht Gottes zum Beispiel in der Stelle bei Joel und in Matthäus 25 beschrieben. Was die Gemeinde betrifft: 2 Kor 5:10 der Richterstuhl Christi, wo wir vor dem Herrn erscheinen werden; was Israel betrifft: die große Trübsal: Matt 24, Daniel, Sacharjah und Offenbarung. Mehr dazu im nächsten Artikel.

Wir sehen, was Jesus sagt: "Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch seit Grundlegung der Welt bereitet ist!" Weißt du, daß Gott dich VOR Grundlegung der Welt erwählt hat? Und daß Er ein Reich für dich bereitet hat, noch BEVOR Er diese Welt erschaffen hat?

Was sehen wir hier? Wir sind "die Gesegneten des Vaters" bzw. "die Gerechten". Wir werden aus Glauben, durch Gnade, vor Gott gerecht. Aber es muß sich auch in unserem Leben zeigen. Wir brauchen auch die entsprechenden Werke (Jakobus-Brief). Wir sind nicht aus Werken alleine gerechtfertigt, sondern der Glaube drückt sich durch die Werke aus. Und ein paar dieser konkreten Werke werden hier aufgezählt: wenn wir die Hungrigen speisen, die Durstigen tränken, usw..

Ein zentraler Punkt ist, was Jesus hier sagt: "Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr es mir getan!" Es kommt nicht darauf an, ob wir es wissen, sondern ob wir es tun.

Wer sind denn die Brüder von Jesus? Auch hier gibt es wieder die natürliche und die geistliche Seite, die immer zusammen gehören. Die geistlichen Brüder sind wir. Die natürlichen Brüder sind die Juden. Wie sich die Nationen der Welt Juden und Christen gegenüber verhalten - wobei die Einheit zwischen Juden und Christen, die wir laut Epheser 2 miteinander haben, immer enger und enger wird - so wird Gottes Gericht über die Nationen ausschauen.

Und dann, wenn wir den 2. Teil anschauen, sagt der Herr: "Geht von mir hinweg, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!" Die Hölle war ursprünglich nicht für Menschen. Die Hölle ist dem Teufel und seinen Engeln bereitet. Auch hier wieder die Verbindung zu den Brüdern des Herrn. Was wir den Juden und den Christen getan haben, das entscheidet, was wir als Nationen von Gott zu erwarten haben. Wenn wir das lesen, sollte eine sehr natürliche Reaktion darauf sein: 'Herr, bitte laß unsere Nation bei den Schafen dabei sein! Nicht bei den Böcken.' Das heißt: wir können, wir sollen, wir dürfen, wir müssen für unsere eigene Nation - auch aufgrund dieser Stelle hier - beten, daß unsere Nation eine Schafs-Nation ist, die Israel segnet, die Christen segnet, die nicht feindlich eingestellt ist.

Ewig

Abschließen möchte ich mit dem letzten Satz, mit dem der Herr auch abschließt. "Und sie werden in die ewige Pein gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben." Zwei Sachen: Erstens, wie schon gesagt: es kommt auf das an, was wir TUN. Nicht auf das, was wir nur sagen oder meinen oder denken, sondern was wir tun. Und zweitens, und das ist auch sehr ernüchternd: Wir sehen hier in dem letzten Satz: sowohl die Pein, als auch das Leben sind ewig.

Ich darf ernüchternd und sehr ernst, aber auch freudig sagen: weil der Herr Sein Wort sehr ernst nimmt und weil alles, was hier steht, genau so erfüllt werden wird, sollten wir unsere Einstellungen im Herzen ganz genau überprüfen. Wir haben einen Teil, den uns niemand abnehmen kann. Das muß jeder für sich selber tun. Und das Schöne - deswegen habe ich vorher 'freudig' gesagt - das Schöne ist, daß Gott MIT uns ist, daß Gott FÜR uns ist, daß der Herr GNADE hat! Und letztendlich kann nur Gott uns verändern. Aber ich kann mit Ihm mitarbeiten. Ich kann bereit sein. Ich kann Ihm mein 'Ja!' geben. Ich kann Ihm mein Herz öffnen. Und der Herr wird dieses Werk in uns vollbringen. Wir haben es schon gesagt, daß der Neue Bund darin besteht, daß Gott IN UNS wirkt. Der Herr ist der, der uns verändert. Und Er tut ein vollkommenes Werk. Und wir haben die Verheißung, daß wenn wir mit Ihm mitarbeiten, Er mit uns zum Ziel kommen WIRD. Wir WERDEN Teil der Braut sein. Und wir WERDEN ein schönes Hochzeitskleid haben. Wir WERDEN in die Freude des Herrn eingehen! Und wir SIND die Gesegneten des Vaters. Wir werden IN EWIGKEIT mit Ihm in Seinem Reich sein.

Ich bin davon überzeugt, daß Gott diese Dinge verwendet, um uns felsenfest zu machen: daß wir Trübsal und was alles kommt überwinden werden; weil wir diese Vision haben, daß der Herr wiederkommt und daß dann das 1000-jährige Reich beginnt und daß dann die ewige Herrlichkeit mit dem Herrn anfängt. Das wird uns helfen, die Liebe nicht erkalten zu lassen! Sondern einander zu lieben. Zu dienen, auf einander zu achten, einander zu ermutigen. Und letztendlich zu überwinden! Ihr wißt ja, daß alle Sendschreiben in der Offenbarung mit den Worten enden: "Wer überwindet, der ..." und dann kommt eine wunderbare Verheißung! Möge der Herr uns Seine Gnade geben, daß wir ÜBERWINDEN WERDEN!

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