Matthäus 24-25 (3/4)

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Matt 24:45-51

Als Fortsetzung von Yeshuas Worte über die Endzeit schauen wir noch den letzten Abschnitt in Matthäus 24, dann das Kapitel 25 an. Jesus spricht im Zusammenhang von Seiner Wiederkunft. Was wird bei Seiner Wiederkunft geschehen und welche Auswirkung hat das auf verschiedene Gruppen von Menschen?

"Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat, damit er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? Selig ist dieser Knecht, welchen sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen, und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein." (Matt 24:45-51)

Ich glaube, das ist nicht nur ein Gleichnis, das wir schon oft gehört haben, das sind sehr ernste Worte. Ich möchte gerne zeigen, warum.

"Wer ist der treue und kluge Knecht?" Von einem Knecht, der seinem Herrn dient, wird in der Bibel eine Sache speziell erwartet: Treue. Gott sieht Erfolg nicht so, wie die Welt Erfolg sieht. Erfolg heißt nicht Geld, Reichtum, Ansehen und Macht, mindestens 15.000 Besucher beim Gottesdienst, ein größeres Gebäude, ... Gottes Augen sagen: Meine Sicht der Dinge ist: Erfolg hast du, wenn du treu bist. Wir sind Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Talenten. Hier heißt es: "den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat". Man kann auch sagen: den sein Herr in seinem Haus gesetzt hat. Es geht um eine Gruppe von Menschen, die vom Herrn einen bestimmte Berufung bekommen haben, nämlich, wie hier geschrieben steht: "damit er ihnen die Speise zur rechten Zeit gebe". Hier sind im speziellen Maß also diejenigen betroffen, die anderen "zur rechten Zeit Speise" geben. Also sicher Hirten, Pastoren, Lehrer, und sehr stark Väter, die vom Herrn diese Aufgaben, ja diese Freude, bekommen haben!

Ein guter Hirte weiß, WANN seine Lämmer WAS brauchen.

Ein Vater ist imstande, seine Ehefrau und seine Kinder zu versorgen. Er kennt ihre Nöte. Er ist ein Knecht, der weiß, wann sie Speise zur rechten Zeit brauchen. Jesus sagt: so jemand ist treu und klug (brav, gut).

Der Herr spricht hier zu gläubigen Menschen. Das, was wir hier lesen und ist also ein Teil des Gerichtes (=der Beurteilung) von unserem Leben, das wir erleben werden, wenn der Herr kommt. Die Bibel spricht an einer anderen Stelle (mehr dazu im nächsten Artikel) über den "Richterstuhl Christi". Das heißt: jeder Gläubige wird vor dem Herrn erscheinen, um gerichtet zu werden. Das ist aber kein Gericht, das verdammt (Jesus sagt ja, wir kommen nicht ins Gericht), sondern wir sind bereits errettet, wir werden nicht verdammt. Aber dann wird unser Leben beurteilt werden. Diese Beurteilung des Lebens ist deswegen so eine ernst zu nehmende Sache, weil es hier nur zwei Dinge gibt: du bist entweder vor Gott gerecht oder nicht. Da gibt es keine Grauzone. Das ist weiß oder schwarz. Und da gibt es hier in diesem Gleichnis auch nur zwei Arten von Knechten: den guten und den bösen. Da gibt es den treuen, und den nicht treuen. Die Unterscheidung, die der Herr macht, ist: warst du treu?

Derek Prince hat einmal ein lustiges Beispiel erzählt: er hat viele Gemeinden kennengelernt, wo es manche Menschen gegeben hat, die nicht wirklich dabei, aber auch nicht wirklich draußen waren. Er hat das durch ein Bild ausgedrückt: ein Haus mit Garten und einem Zaun darum herum, und viele sitzen am Zaun oben. Die sind nicht wirklich drinnen, sind aber auch nicht wirklich draußen. Sie 'überlegen noch' (seit vielen Jahren). Und er hat gesagt: Wenn der Heilige Geist kommt, ist eines der ersten Dinge, die er tun wird: er wird den Zaun elektrisieren!

Wir haben in einem vorigen Artikel schon darüber gesprochen, daß wir uns, wenn wir die Wiederkunft des Herrn erwarten, auch vorbereiten. Und der böse Knecht, der hier beschrieben wird, hat das, was wir im 1. Artikel dieser Serie genauer angeschaut haben, nicht gemacht: er hat die Vision von der Wiederkunft des Herrn verloren. Er sagt hier: "Mein Herr säumt zu kommen." Das heißt: 'Das dauert noch lange. Ich kann noch ein bißchen so leben, wie ich will.' Vers 49: "Und er fängt an, seine Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken." Er führt schon wieder einen Ich-bezogenen Lebensstil, und er verhält sich den anderen Knechten gegenüber so, daß er "sie schlägt": ich glaube, daß ist hier ein Bild für: Kontrolle, Dominanz, Manipulation. Etwas, wovor der Herr uns in den Sendschreiben der Offenbarung sehr warnt (die "Werke der Nikolaiten", Off 2:6Off 2:15).

Ich muß selber aufpassen, daß ich nicht so bin. Ich sehe viele Gemeinden, wo speziell diese Knechte, die die Aufgabe bekommen haben, zu leiten diese Dominanz, Kontrolle und Manipulation ausüben. Und der Herr sagt: das ist nicht das, wozu Ich dich berufen habe. Wenn ein Mensch etwas kontrollieren will, und andere dominieren will, dann wird es unweigerlich die Folge geben, daß der Heilige Geist sich zurückzieht. Bitte, du kannst das tun, du kannst dein eigenes Werk bauen, aber Gott wird das nicht salben, was ein Menschen kontrollieren will. Und jetzt kommen sehr starke Worte des Herrn:

Jesus sagt, der Herr jenes Knechtes kommt "an einem Tag, wo er es nicht erwartet und zu einer Stunde, die er nicht kennt" UND Jesus selbst wird "diesen Knecht entzweihauen und ihm seinen Anteil mit den Heuchlern geben"! Jesus sieht so einen bösen Knecht als Heuchler. Und Er selbst ist der Richter, der ihn entzweihaut.

Laß mich wieder ganz persönlich fragen: hast du dieses Bild von Jesus? Nicht nur, daß Er das Lamm Gottes ist (das immer alles vergibt), sondern daß Jesus auch der Richter ist? Ganz einfach zusammengefaßt, ist das Buch der Offenbarung (es ist ja die Offenbarung über JESUS den Messias!) das Buch, das Ihn als Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt, und als Richter zeigt. Vieles im Buch der Offenbarung sagt nicht aus: 'Oh, wie schlimm und schrecklich sind die Zustände am Ende der Tage!', sondern wie Gott Sein Gericht bringt. Und was Gott tut, führt Er immer durch Jesus aus. Die Bibel sagt, Er hat die Welt "in Ihm" erschaffen; Er hat uns "in Jesus" erlöst; Er hat durch Jesus gewirkt, Er wird diese Welt durch Jesus richten. Paulus verkündet das einmal, wie er das Evangelium weitergibt. Er sagt: Gott hat einen Mann dazu bestimmt, diese Welt zu richten (Apg 17:31). Haben wir diese Sicht über Jesus? Laß es mich so sagen: wenn du Jesus nicht als Erlöser kennst, dann wirst du ihn als Richter kennenlernen. Und da, sagt Jesus, wird das Heulen und Zähneknirschen sein. Diese Menschen sind 'am Zaun gesessen'. Die waren so knapp dran, aber nie richtig dabei. Und dann werden sie entzwei gehaut, und werden sie wahrscheinlich denken: 'Wie haben wir DAS versäumen können?'

Es ist ein Aufruf. Entscheide dich! Es ist ein Aufruf an Menschen, und auch für uns ein Auftrag, das zu sagen, wenn wir das Evangelium verkünden! Ein kraftvolles Evangelium! Seht ihr, die Kraft im Evangelium ist Tod und Auferstehung. Und dazu müssen sich Menschen ganz entscheiden. Ich glaube, daß Gott Seine weltweite Gemeinde zum Buch der Apostelgeschichte zurück führen wird. Und da war die Entscheidung ganz klar, da war die Entscheidung ganz öffentlich. Da haben sie ihre schlechten Sachen öffentlich verbrannt, da haben sie alles bekannt. Und da haben sie sich, das möchte ich auch betonen, auch gleich taufen lassen - Die Taufe ist ein Teil der Erlösung! Da war es ganz entschieden: vom Reich der Finsternis ins Reich des Lichtes. DORT ist die Kraft Gottes!

Matt 25:1-13

Es geht weiter. Es kommt die zweite Gruppe von Personen und wie sie davon betroffen sind, wenn Jesus wiederkommt. Es ist das Beispiel von den 10 Jungfrauen. Es geht mit dem Wort "DANN" weiter. Ihr wißt, dieses Wort "dann" kommt 9 Mal in Matthäus 24 und 9 Mal in Matthäus 25 vor.

"Dann wird das Himmelreich zehn Jungfrauen gleich sein, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegen gingen. Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf klug. Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen!Da erwachten alle jene Jungfrauen und rüsteten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl; denn unsre Lampen erlöschen! Aber die klugen antworteten und sprachen: Niemals! Es würde für uns und für euch nicht reichen! Geht vielmehr zu den Händlern hin und kauft für euch selbst! Und während sie hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die, die bereit waren, gingen mit ihm zur Hochzeit hinein; und die Tür wurde verschlossen. Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht! Darum wacht; denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde!" (Matt 25:1-13)

Jesus sagt uns hier wieder ein Gleichnis, das wie ein Schwert durchdringt und uns in 2 Gruppen teilt. Bitte beachten wir: Er spricht über "Jungfrauen", Er spricht also zu gläubigen Menschen. 10 ist übrigens die Anzahl der Männer, die es braucht, um eine Synagoge zu starten: weil Abraham mit Gott gehandelt hat, von 50 auf 10 herunter, also haben die Juden gesagt: OK, wir brauchen zumindest 10! Dann können wir schon eine Synagoge starten und dann sagt Gott, Er wird die Stadt nicht vernichten (wenn die 10 "Gerechte" sind!). ALLE ZEHN haben gewußt, daß der Bräutigam kommt. ALLE ZEHN sind eingeschlafen. NICHT ALLE ZEHN haben Öl gehabt.

Eigentlich ist es sehr ermutigend: sogar die, die eingeschlafen sind, sind dann wieder aufgewacht, haben ihre Lampen bereit gemacht und sind mit dem Herrn zur Hochzeit gegangen. Aber wenn ich es so sagen darf: schlaf nicht so tief, daß du nicht aufwachst! Was war das Problem? Sie hatten kein Öl. Das Öl ist ein Bild für den Heiligen Geist, für die persönliche Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Und im Epheser-Brief werden wir aufgerufen und ermutigt (das ist etwas Positives!): Werdet voll des Geistes! Hier ist gemeint: immer wieder mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Nicht nur einmal, und das war es dann für den Rest des Lebens, sondern immer wieder. Vielleicht haben die 5 törichten Jungfrauen, die eben nicht klug waren, das nur einmal erlebt und dann nicht mehr. Wenn du immer wieder mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst, spricht das über eine kontinuierliche, andauernde, persönliche Beziehung mit dem Herrn. Das brauchen wir, um bereit zu sein.

Und dann sagen die Klugen zu den Törichten: "Geht vielmehr zu den Händlern und kauft für euch selbst." Um dieses Öl zu bekommen, muß man es kaufen! Es hat einen Preis. Das bedeutet etwas. Dieses Öl - es immer wieder, ständig, genug und ausreichend bei sich zu haben - gibt es nicht umsonst. Das braucht etwas. Es braucht von uns einen Schritt, eine Entscheidung - immer wieder. Der Herr spricht zur Gemeinde von Laodizea, daß sie sich Gold kaufen sollen. Auch dieses Gold kostet etwas. Und er sagt, daß sie "elend und erbärmlich, arm, blind und nackt" sind. Das ist eine Warnung für uns: wie kann jemand, der elend und erbärmlich, arm, blind und nackt ist, das nicht wissen? Sie haben sich wahrscheinlich gedacht: Wir sind gut drauf, wir haben eh alles. Aber wiederum, auch in diesem Gleichnis: Gott sieht die Dinge anders, als Menschen sie sehen. Zur zweiten Gemeinde in Smyrna, die verfolgt worden sind, die arm waren, sagt der Herr: Aber du bist reich. Zu dieser Gemeinde jedoch, die angeblich alles gehabt hat, sagt Er: Du bist arm. Lernen wir, die Dinge mit Gottes Augen zu sehen! Unseren Reichtum zu erkennen! Zu sehen, was wir alles haben! Ich mache das sehr gerne im Gebet, daß ich eine Pause nehme und dem Herrn für die Dinge, die ich habe, danke. Und dann merkt man erst, was man alles hat! Geistlichen Reichtum und auch natürlichen Reichtum.

Nachfolge von Jesus hat einen Preis. Aber auch eine große Belohnung!

Das Schöne ist, wie es bei den Sendschreiben auch heißt: Jesus sagt: "Kaufe von Mir!" Kaufe von Mir als Öl, kaufe von Mir das Gold, das im Feuer geläutert wird. Das heißt: es ist verfügbar. Wir brauchen nur zu kommen. Aber: es kostet etwas, und das könnte bedeuten: ein Gebetsleben, das tief geht; eine Beziehung zum Herrn, die lebendig ist; ein tägliches Bibel lesen, Bibel aufnehmen, Bibel essen, Bibel forschen. Das kann heißen: (etwas, was ich als sehr wertvoll sehe und was vielerorts verloren gegangen ist) ein Warten auf den Herrn. Da können wir wie Miriam tun, wir können einfach zu den Füßen von Jesus sitzen und einfach nur Seinem Wort zuhören. Nimm dir 15 Minuten Zeit. Das ist nicht so leicht! - wir sind so geschäftig. Setze dich nur zu den Füßen des Herrn und höre zu! Tue das regelmäßig. Warte auf den Herrn. Das ist eine Sache, die wir entscheiden müssen - jeder für sich persönlich. Ich kann mich nicht dazu entscheiden, daß meine Frau das jeden Tag 10 Minuten lang tut. Das muß sie selber tun. Aber es hat eine große Belohnung!

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