DPW: Ein Überblick (2/2)

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Wir setzen den prophetischen Überblick über die Menschheitsgeschichte fort. Im vorigen Artikel haben wir gesehen, daß die Bündnisse, die Gott - von Adam bis Yeshua - gestiftet hat, einschneidende Ereignisse waren und sind.

Die zweite Zerstreuung des jüdischen Volkes im Jahr 70

Jesus selbst hat es vorausgesagt:

"Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und die, die zu dir gesandt sind, steinigst! Wie oft habe Ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt. Aber ihr habt nicht wollen. Siehe, euer Haus wird euch verödet überlassen werden. Denn Ich sage euch: ihr werdet Mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: 'Gepriesen ist der, der da im Namen Jahwes kommt!'" (Matt 23:37-39)

Jetzt beginnt ein nächstes großer Abschnitt, ein Einschnitt in der Menschheitsgeschichte, nämlich daß das Volk Israel als Folge des Ungehorsams wieder aus dem Land hinaus muß. Und dieses Mal nicht nur nach Babylon und zurück, sondern in die ganze Welt. Und mit dem Volk Israel geht das Wort Gottes und das Evangelium in die ganze Welt, und das Heil kommt zu den Heiden. Jetzt beginnt im Fokus Gottes eine Verschiebung. Gottes Fokus in Bezug auf die Erlösung beginnt bei Abraham - Gott erwählt sich ein Volk - geht zu Jesus und bis zur zweiten Zerstreuung. Dann geht es auf die Heiden über, auf allen anderen Nationen. Auch ihnen wird jetzt das Heil in Jesus angeboten. Danach, sagt das prophetische Wort, geht der Fokus wieder zu den Juden zurück. Damit ist nicht gemeint, daß in diesen Abschnitten zuerst nur Juden, dann nur Heiden und dann wieder nur Juden errettet werden können. Sondern der Haupt-Fokus Gottes in Seinem Wirken in der Welt war bei den Juden, dann bei den Heiden in aller Welt, und ist jetzt immer mehr wieder verstärkt bei den Juden.

Der Ölbaum

Wie konnten in der Zeit von 70 - 1948 (und weiter!) in der christlichen Welt so viele Irrlehren entstehen. Natürlich gibt es dafür mehrere Gründe. Ich möchte die Betonung auf einen davon legen. Einer der Hauptgründe war, daß die 'Christenheit', als Ganzes gesehen, sich immer mehr von dem jüdischen Volk, von den jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens und noch mehr, von der jüdischen Identität(!) des Leibes Christi entfernt hat. In Römer 11 wird ein Ölbaum beschrieben, wo Nichtjuden zu Juden dazukommen. Wo Zweige ausgebrochen werden, weil Juden nicht glauben; andere Zweige kommen dazu, gläubige Nichtjuden. Am Ende kommen die vorher ausgebrochenen Zweige wieder zum Ölbaum. Dieser Ölbaum ist im Wesen jüdisch. Die Autoren der Bibel sind Juden; Abraham, Isaak und Jakob waren Juden; die Richter, die Könige, die Propheten; das prophetische Wort ist von Juden - mit jüdischem Denken - aufgeschrieben worden. Unser Messias ist ein Jude; die ersten Gläubigen waren Juden. Die Apostel waren Juden. Der Ölbaum ist jüdisch. Und aus dem heraus sind wir geboren worden. Wir sind dazugekommen. Und wir haben den extremen Reichtum, der da war, mehr und mehr verloren. Und haben bildlich am Baum sitzend unseren eigenen Ast abgeschnitten.

Christen haben in Gottes und in den eigenen Augapfel gestochen, und sind dadurch blind geworden. doch Gott hat es nicht dabei belassen. Er hat in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr wiederhergestellt! Nämlich: ein wirkliches tiefes Verständnis von diesen Dingen und eine Freude dazu! Gott gibt Dinge wieder, die Er nie weggenommen hatte (siehe Psalm 69:4). Parallel dazu sehen wir, wie Juden und Christen im Leib Christi immer mehr wieder zu der Einheit zurückfinden, die sie am Anfang ja gehabt haben. Die Feste des Herrn sind gemeinsam gefeiert worden. Es ist sehr spannend, was Gott noch alles tun wird!

Juden kommen aus der weltweiten Zerstreuung zurück

Ein zentraler Punkt des prophetischen Wortes! Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, noch stärker seit 194, kommen Juden in das Land, das Gott ihren Vätern gegeben hat, zurück. Erstaunlich, wie intensiv die Propheten dieses Thema behandeln. Es gibt mehrere hundert(!) Bibelstellen, die darüber sprechen, daß Gott Sein Volk wieder nach Israel führt. Das muß extrem wichtig sein. Auch die Tatsache, daß sich die ganze Welt dagegen stellt, ist die Erfüllung einer biblischen Prophetie.

"Darum sage zu dem Haus Israels: So spricht der Herr Jahwe: Nicht um euretwillen tue ich es, Haus Israels, sondern um Meines Heiligen Namens willen, den ihr unter den Völkern, zu denen ihr gekommen seid, entweiht habt. Ich will Meinen großen Namen heiligen, der unter den Völkern entweiht ist, den ihr in ihrer Mitte unter den Nationen entweiht habt, auf daß die Völker erkennen, daß ich Jahwe bin, spricht Jahwe der Herr, wenn ich Mich vor ihren Augen an euch als heilig erweise. Denn Ich will euch aus den Nationen herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen." (Hes 36:22-24)

Bist du ein Christ, der gerne die Herrlichkeit Gottes sehen möchte? Dann schau, was Gott mit Israel tut. Gott sagt, er tut das zu Seiner Ehre, zu Seiner Verherrlichung. Er tut etwas, was größer als der Exodus bei Mose ist. Das war damals nur von Ägypten nach Israel. Jetzt ist es von der ganzen Welt nach Israel. Gott spricht sehr oft davon, daß es ein ganzes Volk, das in alle vier Winde zerstreut ist, wieder sammelt, die Sprache wiederherstellt, das Land aus einer Wüste wieder blühend macht, einen ganzen Staat baut. Und Er sagt: "Ich werde Mich an euch als heilig erweisen." Da müssten doch eigentlich alle Christen mit Jubel dabei sein!

Gott sagt hier "vor ihren Augen". Gemeint sind die Nationen, die Nichtjuden. Und Gott tut in unserer Zeit, was Er gesagt hat. Jeder kann es sehen. Die Frage ist: Wer sieht es? Wer will es sehen? Möge der Herr uns und noch vielen anderen die Augen öffnen.

Viele Christen haben zwar die richtige Theologie über Israel, aber nicht das Herz Gottes für Israel.

Dafür brennt mein Herz. Daß Christen von dem, was Gott mit Israel tut, richtig ergriffen werden. Daß sie Gott erlauben, sie durch Sein Wort zu formen. Daß sie das Herz Gottes für das jüdische Volk haben. Das bekommen wir, einfach indem wir darum bitten: "Herr, gib mir das bitte!" Wollen wir nicht das gleiche Herz haben, das Jesus über die Juden hat?

In der Stelle geht es weiter, es ist eine Beschreibung des Neuen Bundes! Gott spricht über die Juden:

"Ich will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet. Von aller eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will Ich euch reinigen. Und Ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben." (Hes 36:25-26)

Ist das nicht genau das, was Gott bei uns getan hat? Ist es nicht genau die selbe Sprechweise eines Propheten wie in Jeremiah 31:31-34, wo es heißt "Ich will einen Neuen Bund machen." Ist es nicht wieder Gott, der die Initiative ergreift? ER tut das. Nicht wir müssen krampfhaft Frucht bringen, sondern Gott verändert uns! ER gießt reines Wasser über uns. Von allen unseren Götzen reinigt ER uns. ER gibt uns ein neues Herz und einen neuen Geist. Wohin legt er sie? IN UNS. Genau wie wir vorher gesehen haben: der Neue Bund ist IN uns. Und Er verwandelt unser steinernes Herz in ein fleischernes Herz. Wunderschön!

"Ich will Meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in Meinen Satzungen wandeln und Meine Rechte beobachten und tun." Gott bewirkt das. "Und ihr sollt in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe und ihr sollt Mein Volk sein und Ich will euer Gott sein." (Hes 36:27-28)

Ganz am Ende der Menschheitsgeschichte kommt Gott zu Seinem Ziel und hat Sein Volk. "Aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen", wie die Offenbarung sagt (5:9; 7:9). Es ist einerseits die Vorherbestimmung Gottes und andererseits unsere Entscheidung, ob wir da dabei sind oder nicht.

Ganz entscheidend ist hier, wie Gott die Erlösung des jüdischen Volkes mit der Aussage "Ihr sollt in eurem Land wohnen" verbindet! Wenn Juden außerhalb von Israel wohnen, nennt Gott es "Exil". Wenn sie in Israel wohnen, dann sind sie zu Hause! Das hebräische Wort "Aliyah" bedeutet, daß Juden nach Israel nach Hause kommen. Beides - daß Israel wieder im Land wohnt und daß sie den Herrn erkennen - sind miteinander verbunden und Voraussetzungen dafür, daß Jesus wiederkommt. Darum ist dieses Thema im prophetischen Wort so wichtig! Darum auch der Weltweite Widerstand dagegen, daß Juden das Land Israel besitzen und darin wohnen.

Achten wir bei der nächsten Schriftstelle auf das Herz Gottes!

"An jenem Tag will Ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trümmer wieder herstellen und sie wieder wie in den Tagen der Vorzeit bauen, so daß sie den Überrest Edoms in Besitz nehmen werden und alle Nationen, über welche Mein Name gepredigt worden ist, spricht Jahwe, der solches tut. Siehe, es kommen Tage, spricht Jahwe, da der Pflüger den Schnitter und der Trabenkelterer den Sämann ablösen wird! Alsdann werden die Berge von Most triefen und alle Hügel zerfließen. Und ich will die Gefangenschaft Meines Volkes Israels wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen [das ist genau das, was heute in Israel geschieht] und darin Weinberge pflanzen und deren Wein trinken [das ist genau das, was heute in Israel geschieht], Gärten anlegen und deren Früchte genießen [das ist genau das, was heute in Israel geschieht]. Und Ich will sie in ihr Land einpflanzen, daß sie aus ihrem Land, das Ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden sollen, spricht Jahwe, dein Gott!" (Amos 9:11-15)

Die verdorrten Gebeine

Die Grundaussage dieser Prophetie: das Volk Israel lebt ohne Gott, und Gott erweckt es wieder zum Leben. Aber es gibt noch viel mehr:

"Die Hand Jahwes kam über mich und führte mich im Geist Jahwes hinaus und ließ mich mitten auf der Ebene nieder. Und diese war voller Totengebeine. Er führte mich an denselben vorüber ringsherum; und siehe, der Gebeine waren sehr viele auf der Ebene; und siehe, sie waren sehr dürr." Das Wort "Siehe" im Hebräischen drückt etwas sehr Starkes aus; etwas, das sicher und verläßlich ist. Eine wohlbekannte und bewiesene Tatsache. Jesus sagt: "SIEHE, Ich bin bei euch, alle Tage, bis ans Ende der Welt." (Matt 28:20) Auch im prophetischen Wort kommt immer wieder eine "Siehe" vor. Es ist eine Versicherung, eine Zusage: das ist vollkommen sicher.

"Da sprach er zu mir: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? Ich antwortete: O Herr, Jahwe, du weißt es!" Eine sehr weise Antwort. :-)

"Da sprach er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hört das Wort Jahwes!" Hier sehen wir das Wort Gottes, das etwas schafft! Wie bei der Schöpfung.

"So spricht der Herr Jahwe zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch kommen lassen, daß ihr lebendig werdet!" Das Wort für Odem ist "Ruach" im Hebräischen und bedeutet auch Wind, Hauch, Geist. Auch hier wieder, wie in anderen prophetischen Stellen: Gottes Geist in uns.

"Ich will euch Sehnen geben und Fleisch über euch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen und einen Geist in euch geben, daß ihr lebendig werden und erfahren sollt, daß ich der HERR bin! Da weissagte ich, wie mir befohlen war, und indem ich weissagte, entstand ein Geräusch, und SIEHE, eine Bewegung, und die Gebeine rückten zusammen, ein Glied zum anderen! Und ich schaute, und SIEHE, sie bekamen Sehnen, und es wuchs Fleisch an ihnen; und es zog sich Haut darüber; aber es war noch kein Geist in ihnen. Da sprach er zu mir: Richte eine Weissagung an den Geist, weissage, Menschensohn, und sprich zum Geist: So spricht der Herr Jahwe: Geist, komm von den vier Winden und hauche diese Getöteten an, daß sie lebendig werden!" [Das spricht über Israels Bekehrung] "So weissagte ich, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Geist in sie, und sie wurden lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein sehr, sehr großes Heer."

Diese Stelle spricht darüber, wie Gott Israel sammelt und durch Seinen Geist wieder lebendig macht. Sehr interessant ist das Wort, das mit "Heer" übersetzt wird. Es heißt: "Heer", "Armee"! Wir werden etwas später in dieser Serie über das prophetische Wort Gottes noch sehen, wie Gott über die [heutige] Armee Israels prophezeiht, was sie tun werden. Erinnern wir uns an die Grundlagen: vergeistlichen wir nicht alles. Wenn Gott "Heer" sagt, dann meint Er "Heer". Wenn wir zu stark (oder ausschließlich) vergeistlichen, verlieren wir die andere, natürliche Bedeutung. 

Zu Israel oder zu mir?

"Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel." Ich habe als jungbekehrter Christ in einem Hauskreis erlebt, was ich dann noch öfter gesehen habe. Ein Bruder im Herrn ist zu uns gekommen und hat gesagt, der Herr habe zu ihm gesprochen, es ginge über den Hauskreis; das und das soll angeblich Gottes Wille sein. Dann hat er diese Stelle aus Hesekiel gelesen, bis zum Text "ein sehr, sehr großes Heer". Und dann hat er gesagt: Ich glaube, der Herr will uns gebrauchen und umformen und uns als geistliches Heer verwenden. Das wäre also das Wort des Herrn an uns. Ich kannte das Wort Gottes damals noch nicht so gut, und habe diese Stelle zu Hause noch einmal durchgelesen. Und schon im _nächsten_ Vers stand: "Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel." Und ich wußte, es war ein Wort über Israel, nicht über uns. Es ist auch nie in Erfüllung gegangen. Es war so ein Fall, wo jemand etwas vergeistlicht hat, und sich wahrscheinlich auch nach einem geistlichen Aufbruch gesehnt hat, und dann meinte: 'Super, hier ist eine Verheißung für uns.' In Wirklichkeit spricht Gott aber über Israel.

Der springende Punkt ist hier der: Gott gibt hier eine Verheißung. Das ist wunderbar! Gott wird etwas tun. Er verspricht es. Ich glaube es, nehme es für mich in Anspruch, bete dafür ... doch es trifft nicht ein. Verwirrt frage ich: 'Aber Herr, was ist los?' Lösung: Diese Verheißung gilt dem Volk Israel, nicht anderen. Ich kenne einen Katholiken, der viele dieser Stellen gerne auf die katholische Kirche angewendet hätte. Gott hat diese Verheißung aber nicht der katholischen Kirche gegeben, sondern Seinem Volk Israel. So kann es uns gehen, wenn wir Verheißungen, die für Israel sind, auf uns anwenden wollen. Auf diese Art haben schon viele Christen (bewußt oder unbewußt) versucht, Israel einen Segen wegzunehmen. Das ist ein Mißbrauch des prophetischen Wortes Gottes.

Natürlich gibt es auch viele Stellen mit Verheißungen an Israel, die wir auch auf uns anwenden können! Mehr dazu später. Schauen wir bitte darauf, was Gott wirklich sagt. Das kann auch ein Prozeß sein, in dem wir uns längere Zeit danach ausstrecken, um Verständnis zu bekommen.

"Siehe, sie sprechen: 'Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren; es ist mit uns aus!' Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: SIEHE, ich will eure Gräber auftun und euch, Mein Volk, aus euren Gräbern führen und euch wieder in das Land Israel bringen; und ihr sollt erfahren, daß ich Jahwe bin, wenn ich eure Gräber auftue und euch, Mein Volk, aus euren Gräbern führen werde. Ich will auch Meinen Geist in euch legen, und ihr sollt leben; und ich will euch wieder in euer Land bringen, daß ihr erfahren sollt, daß ich Jahwe bin."

Die meisten der Juden, die nach Israel kommen, sind ungläubig. Und Gott sagt: 'Ich tue das, damit ihr erkennt, daß Ich der HERR bin! Damit ihr - erst nachdem ihr nach Israel gekommen seid - Mich erkennt!'

"Ich habe es gesagt und werde es auch tun, spricht Jahwe." (Hes 37:1-14)

Israel in Einheit miteinander

Nach der Spaltung des Königreiches zur Zeit Rechabeams verheißt Gott, Israel wieder in Einheit zu bringen.

"Und das Wort des HERRN kam zu mir so: Du, Menschensohn, nimm dir einen Holzstab und schreibe darauf: 'Für Juda und die Söhne Israels, seine Verbündeten.' Dann nimm dir einen anderen Holzstab und schreibe darauf: 'Für Joseph, den Stab Ephraims, und das ganze Haus Israels, seine Verbündeten.' Danach füge beide Stäbe zusammen, einen zum anderen, damit ein Holzstab daraus werde, ja, zu einem einzigen sollen sie in deiner Hand werden. Wenn die Söhne deines Volkes dann zu dir sagen: 'Willst du uns nicht erklären, was das bedeutet?', so gib ihnen zur Antwort: So spricht der Herr Jahwe: Seht, ich will den Holzstab Josephs nehmen, welcher in der Hand Ephraims und der Stämme Israels, seiner Verbündeten, ist, und will ihn zu dem Holzstab Judas tun und sie zu einem einzigen Holzstab machen, und sie sollen ein Ganzes in meiner Hand werden! Also sollst du die Holzstäbe, auf welche du geschrieben hast, vor ihren Augen in deiner Hand halten. Und sage zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Seht, ich will die Söhne Israel aus den Nationen, unter welche sie gekommen sind, zurückholen und sie von überall her sammeln und sie in ihr Land führen und sie im Lande auf den Bergen Israels zu einem einzigen Volk machen; [das ist heute schon erfüllt!] sie sollen alle nur einen einzigen König haben, sie sollen auch hinfort nicht mehr zwei Völker bilden, noch in zwei Reiche zerteilt werden. Und sie sollen sich auch hinfort nicht mehr mit ihren Götzen und mit ihren Greueln und durch allerlei Übertretungen verunreinigen. [ganz analog zu den anderen prophetischen Worten, die wir vorher gelesen haben] Und ich will ihnen aus allen ihren Wohnorten, in welchen sie gesündigt haben, heraushelfen und will sie reinigen; sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. [Hört ihr den Herzensschrei Gottes?] Und mein Knecht David soll ihr König sein, und sie sollen alle einen einzigen Hirten haben. [eine prophetische Vorausschau auf Jesus, der beides erfüllt] Und sie werden in meinen Rechten wandeln und meine Satzungen beobachten und dieselben tun. [sie werden bekehrt sein]. Sie werden wieder in dem Land wohnen, welches ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, worin auch ihre Väter gewohnt haben. Ja, darin sollen sie, ihre Kinder und Kindeskinder, allezeit wohnen; und mein Knecht David soll ewiglich ihr Fürst sein. Ich will mit ihnen auch einen Bund des Friedens schließen, ein ewiger Bund soll mit ihnen bestehen, [der Neue Bund in Yeshua] und ich will sie seßhaft machen und mehren; ich will mein Heiligtum auf ewig in ihre Mitte stellen. Meine Wohnung wird bei ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und die Heiden werden erfahren, daß ich der HERR bin, welcher Israel heiligt, wenn mein Heiligtum in Ewigkeit unter ihnen sein wird." (Hes 37:15-28)

Gottes Wirken an Israel ist ein Zeichen für die Nichtjuden.

Das zweite Kommen des Messias

Der Höhepunkt! Es gibt hier im prophetischen Wort eine Unterscheidung: der Messias als "Ben Josef" und als "Ben David". Das hebräische Wort "Ben" bedeutet Sohn. Einerseits also der "Sohn Josefs", der gelitten hat und so ein Zeichen auf Jesus war, andererseits der "Sohn Davids", der als König geherrscht hat und auf diese Art ein Zeichen war. Auch der Messias wird zuerst leiden, dann herrschen:

"Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels gleich einem Menschensohn. Der gelangte bis zu dem Hochbetagten [=Gott, der seit Ewigkeit existiert] und wurde vor Ihn gebracht. Ihm wurde Macht, Ehre und königliche Würde verliehen, daß Ihm alle Völker, Stämme und Zungen dienen sollen. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und Sein Königtum wird nie untergehen. Dann wird das Königtum und die Macht und die Größe aller Reiche unter dem Himmel dem Volk der Heiligen des Höchsten verliehen. Sein Königtum wird ewig dauern und alle Mächte werden Ihm dienen und gehorchen." (Dan 7:13-14.27) Das wird geschehen, wenn Jesus wiederkommt. "So steht es geschrieben, daß Messias leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen werde." (Luk 24:46)

"Nach dieser Seligkeit suchten und forschten die Propheten, die von der euch widerfahrenen Gnade geweissagt haben. Sie forschten, auf welche und welcherlei Zeit der Geist des Messias in ihnen hindeute, der die für Messias bestimmten Leiden und die darauf folgende Herrlichkeit zuvor bezeugte." (1 Pet 1:10-11)

"An der Arbeit seiner Seele wird er sich satt sehen; durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Schulden wird er auf sich nehmen. Darum will ich ihm seinen Anteil unter den Großen geben, und er soll Starke zum Raube erhalten, dafür, daß er seine Seele dem Tode preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünden vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat!" (Jes 53:11-12)

Die Wiederkunft des HERRN

"Siehe, es kommt ein Tag Jahwes, da man deine Beute in deiner Mitte verteilen wird! Da werde ich alle Nationen bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden; und die Hälfte der Stadt muß in die Gefangenschaft wandern, der Rest aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden. Aber Jahwe wird ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie dereinst am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. [das ist ganz analog zu dem, was in der Offenbarung steht!] Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt; da wird sich der Ölberg in der Mitte spalten, daß es von Sonnenaufgang nach dem Meer hin ein sehr großes Tal geben und die eine Hälfte des Berges nach Norden, die andere nach Süden zurückweichen wird." (Sach 14:1-4)

"Und nach diesen Worten wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und vor ihren Augen weg. Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahinfuhr, SIEHE, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und schaut zum Himmel? Dieser Yeshua, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in gleicher Weise wiederkommen, wie ihr ihn zum Himmel fahren gesehen habt." (Apg 1:9-11)

Wir sehen in all diesen Stellen, wie schön die verschiedenen prophetischen Worte miteinander übereinstimmen. Denn es steht geschrieben: 'Es kommt einer auf den Wolken.' und 'Er wird auf dem Ölberg stehen.' und 'Er wird so, wie er - am Ölberg - in den Himmel aufgefahren ist, wiederkommen.'

Das 1000-jährige Reich

"Gerechtigkeit wird der Gurt Seiner Lenden und Wahrheit der Gurt Seiner Hüften sein. Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen, der Leopard bei dem Böcklein niederliegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, so daß sie ein kleiner Knabe treiben wird. Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern. Der Löwe wird wie das Rindvieh Stroh fressen. Der Säugling wird am Loch der Otter spielen und der Entwöhnte seine Hand nach der Höhle des Basilisken ausstrecken. Sie werden auf dem ganzen Berg meines Heiligtums nicht schaden und nicht verderben; denn die Erde wird mit Erkenntnis Jahwes erfüllt, wie die Wasser den Grund bedecken." (Jes 11:5-9)

Darauf freuen wir uns! :-)

"Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand genommen hatten; und sie lebten und regierten mit Messias tausend Jahre. Die übrigen der Toten aber lebten nicht, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Selig und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Messias sein und tausend Jahre mit ihm regieren." (Off 20:4-6)

Das Gericht

... wird es für 3 Gruppen geben: Israel, die Gemeinde, die Ungläubigen. So heißt es:

"Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor Seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde aufgetan, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken, gerichtet. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, heraus und der Tod und das Totenreich gaben die Toten, die in ihnen waren, heraus; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, wurde er in den Feuersee geworfen." (Off 20:11-15)

Der neue Himmel und die neue Erde

"Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, also daß man der früheren nicht mehr gedenkt und sie niemand mehr in den Sinn kommen werden." (Jes 65:17)

Auch hier(!) sehen wir wieder die Verbindung zu Israel:

"Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die Ich schaffe, vor Mir bestehen werden, spricht Jahwe, so wird euer Geschlecht und euer Name bestehen." (Jes 66:22)

"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen; auch das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabsteigen, bereitet wie eine Braut, die für ihren Mann geschmückt wird. Und ich hörte eine mächtige Stimme aus dem Himmel sprechen: SIEHE, das Zelt Gottes unter den Menschen!' Und Er wird Sein Zelt bei ihnen aufschlagen; und sie werden Sein Volk sein und Er Selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen und es wird keinen Tod mehr geben, auch keine Trauer, keinen Klageschrei, keine Mühlsal wird es mehr geben. Denn das Frühere ist vorbei. Und Der, der auf dem Throne saß, sprach: 'SIEHE, Ich mache alles neu.' Und Er spricht: 'Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.'" (Off 21:1-4)

Das prophetische Wort ist das, was Gott verwenden möchte, um uns wirklich bis an Ende durchzutragen. Bis wir diesen letzten Vers - hoffentlich alle - erleben. Möge der Herr uns allen und noch vielen, vielen anderen diesen Hunger geben, dieses Verlangen, diese Liebe zur Wahrheit, dieses Suchen im Wort Gottes, und Sein prophetisches Wort ganz tief in unser Herz und in unseren Sinn schreiben. Amen, Hallelujah!

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