Pessach oder Ostern?

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Es ist eine historische Tragödie, dass die früheren Kirchenväter die Gemeinde auf einen Weg geführt haben, der sich ganz bewusst von Juden abgewandt hat. Diese Entwicklung war sowohl für Juden, als auch für Christen unvorteilhaft. Für Juden, weil es aus einer Welle des christlichen Antisemitismus heraus geschah, der schon viele Jahrhunderte andauert und seinen vorläufigen Höhepunkt in Mitschuld beim Holocaust fand. Und für Christen, weil sie sich dadurch in direktem Konfrontationskurs mit dem Gott Israels, dem Gott der Bibel, befanden. Außerdem verlor die christliche Kirche/Gemeinde dadurch so viel von dem Segen und dem reichen Erbe, den die biblische Beziehung zwischen Juden und Christen verspricht.

Eine zweite Tragödie ist, dass sich so viele Christen ausschließlich am Neuen Testament orientieren und das Alte Testament fast ganz außer Acht lassen. Jesus selber sagt, dass nichts vom Alten Testament verloren gehen wird, bis alles erfüllt ist (Matt 5:17-18). Paulus lehrt uns, dass das Alte Testment wertvolle geistliche Lektionen für uns alle enthält, "damit wir Hoffnung haben" (Röm 15:4; 1 Kor 10:11). Wenn wir als Christen diese reichen Schätze nicht ausgraben, werden wir ein armseliges Leben führen. Wenn wir aber unsere Zeit dafür investieren, wird Gott uns reichlich belohnen.

An diesem Punkt haben wir alle eine ganz persönliche Entscheidung zu treffen: unabhängig davon, was die Kirche seit Jahrhunderten lehrt, unabhängig davon, was in Deiner Gemeinde praktiziert wird: willst Du dem Herrn und Seinem Wort folgen oder den Traditionen der Menschen? Bist Du bereit, bestimmte Sichtweisen wegzulassen, wenn sie nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmen? Sagst Du: "das machen alle (Christen) so"? Oder willst Du die Worte von Jesus ernst nehmen und nach dem biblischen Vorbild leben?

Schauen wir uns als Beispiel das biblische Fest Pessach (Passah) an. Gott spricht in Seinem Wort darüber, dass es immer am 14. Tag des Monats Nissan stattfindet.

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Hans Peter Wepf (24. 3. 2016, 14:09)

Jesus Christus ist das wahre Passah. Wenn ich das Passah wieder "feiere", ist dann nicht Jesus Christus für mich umsonst gestorben?


Helmut Leinfellner (24. 3. 2016, 14:21)

Nein. Wir feiern Pessach (oder Passah) als Gedächtnis. Wir erinnern uns daran, was Jesus für uns getan hat. Wir schlachten das Lamm nicht von Neuem, sondern danken Gott für das Opfer am Kreuz und unsere vollbrachte Erlösung.


Elmar Mungenast (24. 3. 2016, 18:19)

Vielen Dank für die klaren Worte! Schade, dass sich viele Christen und Gemeinden nicht an der Bibel, sondern an Kaiser Konstantin orientieren! Ich persönlich habe den römisch-katholischen Kirchenkalender über Bord geworfen!


Haus Schiefer (28. 3. 2016, 21:28)

Schade, daß die Kirchen immer noch an dieser Irrlehre festhalten und diese heidnischen Bräuche die nur zu Kaufrausch uvm. ausgeartet sind.Ich kann mich nur dem Hr. Mungenast anschließen. Danke Hr.Dr. Leinfellner für Ihre immer wieder ermutigenden und informativen Beiträge.


Hans Peter Wepf (30. 3. 2016, 06:13)

Wenn die Gläubigen zusammenkommen um den Tod des Herrn Jesus zu verkündigen,(Brotbrechen) dann steht doch keine Tag an aber sie werden es gewöhnlich am Sonntag tun, weil der sich einfach anbietet. Tage zu halten ist ja für die Wiedergeborenen nicht verboten, keine Tage zu halten auch nicht. Kol 2,16: So richte euch nun niemand über Speise oder Trank, oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder von Sabbathen, Kol 2,17: die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist Christi. Kol 2,18: Laßt niemand euch um den Kampfpreis bringen, der seinen eigenen Willen tut in Dem ... Alles anzeigen >>



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