Die Wahrheit in Liebe

Kategorie(n): Wahrheit  

Jeder von uns will angenommen sein und wertgeschätzt werden. Aber wenn es darum geht, entweder die Wahrheit zu sagen und damit jemandem Anstoß zu geben - oder eine Lüge zu verwenden, damit keiner Anstoß nimmt - wählen wir normalerweise die zweite Möglichkeit. Es ist natürlich in Ordnung, wenn wir höflich sind. Aber gibt es nicht Situatonen, wo das zu weit geht?

Nur keinen Anstoß geben!

Die Bewegung des "politisch korrekt"-Seins begann in den 1980er Jahren. Ihr Ziel war und ist, alle Worte und Ausdrücke, die verletzend, diskriminierend oder anstößig sind, zu verbieten. Das klingt ja ganz gut, aber ... wer genau entscheidet eigentlich, was "verletzend", "diskriminierend", "anstößig" ist und was nicht? Wer unterscheidet zwischen einem wirklich verletzenden Wort und einem eigentlich gut gemeinten Rat, den der andere nicht hören will? Und ... wie gehen wir mit der Wahrheit um, wenn die Grundlage unseres Zusammenlebens die sein soll, dass "nie irgend jemand Anstoß nehmen darf"?

Viele Menschen glauben, dass es inakzeptabel ist, wenn jemandem Anstoß gegeben wird (das kann bedeuten: verletzen, ärgern, kränken, beleidigen). Doch es ist absurd, ein gemeinsames Leben auf dieser Grundlage aufzubauen. Ein Beispiel: wenn meine Fußball-Mannschaft verliert, bin ich dann beleidigt? Wenn ich langsam meine Haare verliere, bin ich dann gekränkt? Wenn ich meine ehrliche Meinung sage, ist dann jemand anderer verletzt? Oft ist in Wahrheit damit gemeint: "Jemand stimmt mit mir nicht überein." Und jetzt stellt sich die Frage: Was ist wichtiger? Mein Recht, meine Meinung frei zu sagen, oder das "Recht" des anderen, meine Meinung nicht zu hören? Sind es nicht Grundrechte freier Menschen, dass sie ihre Meinung ausdrücken können, ohne dass sie verachtet, ausgeschlossen oder sogar verfolgt werden?

Wenn das Denken der "politischen Korrektheit" konsequent weiter geführt wird, kommen wir zu einer Gesellschaft, in der versklavte Menschen bestimmte Dinge sagen/nicht sagen und tun/nicht tun, nur um dem System zu gehorchen und am Leben zu bleiben.

Was "anstößig" ist und was nicht, ist immer subjektiv. Die politische Korrektheit will uns das eigenständige Denken abnehmen und alle unsere Entscheidungen diktieren. Dabei werden oft kulturelle und religiöse Druckmittel eingesetzt. Wir kennen alle die Beispiele, wo ungläubige Eltern sich darüber beschwert haben, dass ihr Kind in der Schule mit christlichen Werten "konfrontiert" wird. Das Ergebnis: die christlichen Werte seien "anstößig" und werden aus den gottlosen Schulen genommen. Allen anderen Eltern wird die Entscheidung dadurch abgenommen, was sie für ihr Kind haben wollen und was nicht.

Natürlich sollen wir nicht bewußt etwas sagen oder tun, was andere Menschen (unnötig) verletzt. Doch hier gibt es eine Grenze. Und diese Grenze ist: "Was ist die Wahrheit?" Die Bibel sagt uns, wir sollen "die Wahrheit in Liebe" sprechen. Wenn wir das tun, jemand aber die Wahrheit nicht verträgt, ist es nicht unser Problem. Jesus hat das unzählige Male erlebt.

Persönliche Freiheit für beide!

Wer will mir das Recht nehmen, zu sagen, was richtig und was falsch ist? Wenn ich das tue, zwinge ich ja niemandem, mir zu gehorchen. Wenn ich Wahrheit spreche, muß (und kann und soll) der andere für sich selbst entscheiden, ob er diese Wahrheit annimmt oder nicht. Wenn ich meine Sicht der Dinge weitergebe, hat der andere immer noch die Freiheit, zuzustimmen oder nicht.

Wenn wir die Wahrheit in Liebe sprechen, liegt darin großer Wert. Ein Beispiel: wenn ich einem Drogenabhängigen die Wahrheit über die Gefahren seines Handelns sage, kann ihm das sehr helfen. Ich tue ihm tatsächlich etwas Gutes. Ich tue das mit Respekt und lasse dem anderen die Freiheit, meine Aussagen zu prüfen und dann anzunehmen oder nicht. Doch der springende Punkt ist: wenn zwei Menschen verschiedene Meinungen haben, und einer von ihnen Recht hat ... hat der andere nicht Recht.

Brüderliche "Zurecht"-Weisung

Speziell verhält es sich, wenn der "andere" ein Bruder oder eine Schwester im Herrn ist. Jesus gibt uns für solche Situationen die richtige Vorgehensweise: "Und wenn dein Bruder sündigt, dann gehe hin und stelle ihn unter vier Augen zur Rede. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht, dann nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin festgestellt werde. Hört er aber nicht auf sie, dann sage es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er dir wie ein Heide oder Zöllner." (Matt 18:15-17) Hier ist der entscheidende Punkt, warum wir mit unserem Bruder reden sollen: wir wollen ihn "gewinnen" (Vers 15). Wir wollen ihn nicht in Rechthaberei heruntermachen, wir wollen ihn nicht demütigen (speziell vor anderen - Jesus sagt, wir sollen zuerst alleine mit dem Bruder reden). Wir schauen zuerst, ob unser eigenes Herz vor dem Herrn rein ist - oder ob nicht sogar wir den Balken vor dem Auge haben, und der andere den Splitter! Wenn wir ein reines Herz haben, und nur dann, versuchen wir in echter Demut, den Bruder auf den richtigen Weg zu bringen. Wir wollen die Wahrheit in Liebe sagen, und dabei auf unser selbst achtgeben. Der Bruder oder die Schwester (oder wir selber, wenn es uns betrifft!) sollte vor Gott und mit sich selbst ehrlich sein und sich fragen: "Wie ist es wirklich? Was ist wahr?"

Die politische Korrektheit will die "Polizei" werden, die bestimmt, was "anstößig" ist und was nicht.

Das Zentrum der Attacken dieser Bewegung ist die jüdisch-christliche Bibel und ihre absoluten Werte. Wenn ich etwas praktiziere, das außerhalb des staatlich Kontrollierten ist, kann der Staat nicht mehr "Gott" sein. Die Bibel ist ja auch deshalb so umstritten, weil sie so ausschließlich ist. In der Bibel gibt es keinen Raum für einen anderen Gott, einen anderen Erlöser, eine andere Erlösung. Lauwarme, staatliche Kirchen fallen ab und verleugnen den Herrn, indem sie z. B. zentrale christliche Symbole wie Kreuz und Altar buchstäblich "wegräumen", weil "Moslems daran Anstoß nehmen". (Würden Moslems dasselbe für Christen tun?)

Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung. Die Frage dabei ist nicht, wie jemand emotionell darauf reagiert. Sondern die Frage dabei ist: ist diese Meinung wahr oder nicht?

Wo immer es Wahrheit gibt, nimmt (sicher irgend) jemand Anstoß. Deshalb gibt es in unserer Kultur, dem Postmodernismus, die Meinung, dass "alle Ansichten Wahrheit" wären - nur damit niemandem Anstoß gegeben wird. Doch wenn es Wahrheit gibt, liegt der, der diese Wahrheit nicht glaubt, falsch. Und genau das können manche Menschen einfach nicht akzeptieren.

Steh zur Wahrheit, und bete!

Was ist das Resultat der "politischen Korrektheit"? Weltweit sehen wir: es sei (angeblich) in Ordnung, Steine anzubeten; die Sonne anzubeten; Tiere anzubeten; fremde Gottheiten anzubeten; aber den einzigen wahren Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, anzubeten ... sei nicht erlaubt. Wir müssten schweigen und dürften nicht sagen, dass die Bibel die Wahrheit ist. War es doch immer so: das, was wahr ist, wird attackiert.

Tragischerweise hat sich die politische Korrektheit auch bei Christen eingeschlichen. Der Staat ist nicht die oberste Autorität in unserem Leben oder Denken - das Wort Gottes ist unsere oberste Autorität. Der Staat ist zu unserem Schutz da, um die Guten auszuzeichnen und die Übertreter zu verurteilen (Röm 13:1-7). Der Staat hat kein Recht auf unsere Kinder oder unsere Gedanken oder unsere Freiheit. Für uns als gläubige Menschen gilt, dass wir nicht in erster Linie fragen: "Was sagt das staatliche Gesetz?" sondern: "Was sagt Gott?" (Apg 5:29, Gal 1:10) Er sagt, wir sollen uns den staatlichen Autoritäten unterordnen, solange sie nicht gegen Gott stehen - und für sie beten. (1. Tim 2:1-4)

Lassen wir uns nicht einschüchtern. Sprechen wir die Wahrheit in Liebe und beten wir! Das sind unsere stärksten Waffen.

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