"Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe geschrieen; auf dein Wort habe ich geharrt." (Ps 119:147)




Anti-Semitismus bei Christen?

Kategorie(n): Israel  

Edmund Burke wird eine Aussage zugesprochen, die viel Wahrheit beinhaltet: "Alles, was es für den Triumph des Bösen braucht, ist, dass gute Menschen nichts tun." Es gibt eine erstaunliche Krankheit in unserem Leben, die uns davon abhält, Gottes Bestes zu erreichen. Sie heißt Gleichgültigkeit und ist eine Form von Egoismus. Es scheint, als ob es eine der schwierigsten Aufgaben Gottes ist, uns dazu zu bringen, aktiv zu werden. Und das, obwohl der Herr uns so einen großen Segen verheißt, wenn wir aufstehen, in Seinem Namen gehen und tun, was er sagt!

Dieser Artikel wird für viele unangenehm sein. Denn er ruft uns aus unserer Komfort-Zone heraus und will uns dazu bringen, aktiv zu sein. Er möchte uns davon überzeugen, offen zu zeigen, dass uns die Wahrheit nicht egal ist. Haben wir wirklich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt? Wir müssen sehen, dass wir die gleichen Fehler wie unsere Väter vor ein paar Jahrzehnten machen, wenn wir inaktiv sind. Lies bitte nicht weiter, wenn du nicht bereit bist, dich von Gott verändern zu lassen. Aber lies weiter, wenn du mit Freude von Gott auf wunderbare Aufgaben zugerüstet werden willst!

Hass und Gleichgültigkeit gegen Juden

Die Bibel lehrt sehr deutlich, dass Juden und Christen in Jesus miteinander Einheit haben. Trotzdem gibt es heute immer noch viele Christen, die nie über Israel sprechen. In vielen christlichen Gemeinden hören wir keine einzige Predigt über Israel. Kein Gebet, kein Segen. Warum?

Die Wurzel des Anti-Semitismus geht tief. Christlicher Anti-Semitismus stammt aus heidnischen (griechischen und römischen) Kulturen, geht bis an den Anfang der Kirchengeschichte zurück und zeigt sich schon bei den ersten "Kirchenvätern" sehr deutlich.

Augustinus lehrte bereits, dass das jüdische Volk nur deshalb weiter existiert, weil für jeden sichtbar werden sollte, wie es dem Volk geht, das "den Messias gekreuzigt" hätte. [Schaff, Philip, ed., St. Augustine, "A Selection of the Nicene and Post-Nicene Fathers of the Christian Church"; 8 vol., Grand Rapids: Eerdmans, 1983, 4:187-188]. Das Ergebnis seiner Lehre scheint uns heute nur allzu bekannt zu sein, wenn wir in die Dogmen (und Praxis!) vieler christlicher Gemeinden und Denominationen schauen: den Juden wurden jegliche Segensverheißungen aus dem Wort Gottes abgesprochen, eine düstere Gegenwart und Zukunft vorausgesagt. Prophezeihungen aus der Bibel, die über eine glorreiche Zukunft Israels sprechen, wurden kategorisch abgelehnt und auf "Christen und ihren Segen in Jesus" angewandt. Für die Juden gäbe es nur mehr die Erwartung eines schrecklichen Gerichtes Gottes, denn Jahwe, der Gott Israels, wäre auf sie ewiglich zornig. Auch Martin Luther war ein großer Judenhasser (siehe z. B. diesen Artikel).

Die 2 prinzipiellen Anklagen gegen das jüdische Volk lauten dabei: "Ablehnung des Messias" und "Gottesmörder". Solche Sünden könnten angeblich nicht vergeben werden. Als Folge davon glauben viele Christen durch die Verblendung dieser dämonischen, versteckten, anti-semitischen Lehre nicht an eine Wiederherstellung Israels, weder physisch noch geistlich, die doch Gott in unseren Tagen und vor unseren Augen ausführt. Notwendig für diese falsche Sicht war, dass alle biblischen Verheißungen an das jüdische Volk, die ein echtes Königreich hier auf Erden - in Jerusalem - vorsehen, "vergeistlicht" werden mussten.

Bei solchen Christen hört man dann kein Wort über biblische Wahrheiten wie Gottes ewiger Treue zu Israel - die doch mit einem Blutsbund besiegelt ist. Nicht eine einzige Erwähnung über Gottes Gnade und Vergebung, die am Ende der Tage in vollem Maß zu Juden zurückkehren wird. Die klare Aussage der Schrift, dass Israel nur vorübergehend verhärtete Herzen hat und schließlich als ganze Nation errettet werden wird, wurde und wird heute von vielen Christen bewußt ignoriert und/oder ausgegrenzt.

Traurig, aber wahr: wir hören in vielen christlichen Gemeinden auch heute sehr wenig bis gar nichts über Gottes ewiger Liebe zu Seinem Volk Israel. Viele wiedergeborene Christen sind Anti-Semiten.

Anti-Semitismus, Anti-Zionismus, Anti-Israelismus

Anti-Semitismus ist in letzter Konsequenz nicht nur Feindseligkeit gegen Juden, sondern gegen den Gott Israels. Diese Form des Hasses hat 3 Köpfe: der Anti-Semitismus läuft auf der Ebene der Rasse, der Anti-Zionismus auf religiöser und der Anti-Israelismus auf politischer Ebene. Was charakterisiert diese Feindseligkeit gegen Juden? Ein paar konkrete Beispiele sollen es verdeutlichen: Juden wären eine untergeordnete Rasse; böse Juden würden die weltweite Wirtschaft kontrollieren; Juden hätten geheime Sekten, um ein anti-christliches weltweites Reich aufzubauen; Juden werden als dämonisiert hingestellt; Juden werden mit Nazis verglichen; wenn Juden sich im eigenen Land gegen islamischen Terror verteidigen, wird ihnen Völkermord vorgeworfen; Juden müssten finanziell und wirtschaftlich sanktioniert und boykottiert werden.

Viele Parallellen können von heute zu den 1930er Jahren gezogen werden, unmittelbar vor der Machtergreifung der Nazis. So wie damals sind auch heute viele Christen für diese Entwicklung blind oder gleichgültig! Wiedergeborene Christen, die den oben genannten Punkten zustimmen, bemerken nicht, dass sie in dieselbe Falle wie damals ihre Väter getappt sind.

Jesus warnt uns vor Verführung in den letzten Tagen - und verblendete Augen in Bezug auf die Wahrheit aus dem Wort Gottes über Israel sind einer der Hauptpunkte davon!

Doch Gott bleibt treu: sich selbst, seinen Verheißungen und den "Berufungen und Gnadengaben" an das jüdische Volk (Röm 11:29). Der Schöpfer des Universums hat seine Pläne und Ziele mit dem jüdischen Volk. Und die haben sich nicht geändert, auch wenn Juden Jesus noch nicht als Messias erkannt haben. Noch nicht! Spricht doch Jesus selbst die Verheißung aus, dass sie ihn eines Tages erkennen werden (Matt 23:37-39; siehe auch Röm 11:25-27).

Gott verwendet Böses zum Guten

So schlimm und falsch Antisemitismus ist, der allmächtige und souveräne Gott verwendet ihn trotzdem, um Sein Wort zu erfüllen. In Jeremiah 16:16 spricht er von "Fischern" und "Jägern": "Ja, ich werde viele Fischer kommen lassen, spricht Jahwe. Die werden sie herausfischen [aus den Ländern, in denen sie außerhalb von Israel wohnen]. Und nachher werde ich viele Jäger kommen lassen. Die werden sie von jedem Berg und Hügel herunter und aus den Felsspalten herausjagen."

Diese beiden Gruppen von Menschen werden von ihm dazu verwendet, um das jüdische Volk nach Israel nach Hause zu rufen. Die "Fischer" benutzt Gott als "sanfte" Methode, um Juden aufzurufen, in ihr Heimatland zurückzukehren. Das waren und sind z. B. gläubige Christen, die aus dem Wort Gottes heraus erkannt haben, dass jetzt die Zeit ist, wo Juden nach Israel gehen sollen, und ihnen dabei helfen. Es gibt auch viele jüdische Organisationen, die sehr tatkräftig unterstützen, was Gott tut, um Seine Verheißungen wahr zu machen. Wo Juden allerdings diesem Plan Gottes widerstreben, läßt Gott die "Jäger" kommen, die sie auf "unsanfte" Art dazu bringen sollen, Aliyah zu machen, also nach Israel zu gehen. Das waren und sind z. B. totalitäre Machtregimes und weltweiter Anti-Semitismus. Die Tatsache, dass er heute immer offener wird, zeigt, wie dringlich Gott sein Volk aufruft, nach Israel zu kommen, um sie dort zu erlösen und das Kommen von Jesus einzuleiten.

"Steh auf, Jerusalem, werde licht! Denn gekommen ist dein Licht, und die Herrlichkeit Jahwes strahlt über dir. Siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkelheit die Nationen. Doch über dir strahlt Jahwe, über dir erscheint seine Herrlichkeit." (Jes 60:1-2)

Was können wir konkret tun?

Möchtest Du mitmachen, wenn Gott seinen Namen verherrlicht? Oder bist du damit zufrieden, brav in die Gemeinde zu gehen und dann dein Leben zu Hause "normal" weiterzuführen? Jetzt ist die Zeit, wo Gott Christen ruft. Jetzt ist die Zeit, wo wir zeigen können, dass wir die Bibel wirklich glauben and danach handeln! Jetzt ist die Zeit, aufzustehen, und ein klares Bekenntnis zu dem immer noch auserwählten und von Gott gelieben Volk der Juden abzulegen!

Wir leben wirklich in spannenden Zeiten! Gott sagt in seinem prophetischen Wort voraus, dass in den letzten Tagen, in den wir heute leben, der einzige sichere Ort für Juden das eigene Land Israel sein wird. Heute ist Gott dabei, Sein Volk nach Hause zu führen. Das geschieht als Vorbereitung auf das Wiederkommen von Jesus. Und auch, obwohl noch nicht alle Juden an Jesus als Messias und Erlöser glauben. Denn wie in Hes 36:24-28 beschrieben, werden Juden zuerst nach Israel zurückgeführt, und dann erst kommt die Ausgießung des Heiligen Geistes Gottes auf Sein Volk. Und wenn das geschieht, wenn "ganz Israel errettet werden wird" (Röm 11:25), wird die Welt eine Erweckung erleben, die noch nie dagewesen ist. Die Frage bleibt: bist Du dabei?

Buße im eigenen Leben:

  • über Anti-Semitismus
  • über Vorurteile
  • über Gleichgültigkeit

Erkenntnis aus der Bibel:

  • Römer 9 - 11 Israels ewige Berufung und Auserwählung
  • 2. Samuel 7:8-17 Ein ewiges Königreich für David
  • Jeremiah 31:3 Gottes Herz für Israel
  • Hesekiel 36:22-28 Gott stellt das jüdische Volk physisch UND geistlich wieder her
  • Amos 9:14-15 Juden zurück im eigenen Land Israel
  • Hosea 14 Israels Buße und Rückkehr zum Herrn
  • Matthäus 25:31-46 Völkergericht : Vers 32 spricht vom Gericht über "Völker", nicht Einzelpersonen! Die "Brüder von Jesus" sind natürliche (=Juden) und geistliche (=Christen) Brüder

Gebet:

  • für die physische Wiederherstellung (= Rückkehr = Aliyah) der Juden ins Land Israel
  • für die geistliche Wiederherstellung (= Erlösung) des jüdischen Volkes
  • für Buße der Menschen in unserem Land über jede Form von Antisemitismus
  • für/gegen die Feinde Israels (das beste wäre natürlich ihre Erlösung; sonst: Psalm 2, Psalm 83)

Praktisches:

  • Freundschaften mit jüdischen Menschen schließen
  • Juden das Evangelium über Jesus weitergeben
  • Jüdische Produkte kaufen
  • Das Land Israel besuchen
  • Uns einsetzen, um die Wahrheit zu verbreiten (Internet, Diskussionen, Gespräche, ...)
  • Juden bei der Aliyah unterstützen (Jesaja 49:22 spricht explizit von Nichtjuden, die dem jüdischen Volk helfen, nach Israel zu gehen)
Walter Pistulka (3. 8. 2015, 15:49)

Ich stimme damit überein, dass wir uns oft für weniger Wichtiges, das letztlich weit weg von unseren wirklichen Bedürfnissen liegt, engagieren aber nicht für das auch für unser Leben Naheliegende und wirklich Wichtige. So engagieren sich Menschen für Bäume und Tiere aber der Mitmensch, dem ich die Hand reichen könnte und auch sollte, bleibt auf der Strecke. Die Juden sind ein heikles Thema, da es über Jahrhunderte hindurch belastet ist und wir uns konkret und willentlich von dieser Belastung aus der Vergangenheit absagen müßten. Leider wird dies nur selten gelehrt und noch wenige ... Alles anzeigen >>


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