"Laß deine Hand mir zu Hilfe kommen! Denn ich habe deine Vorschriften erwählt." (Ps 119:173)

Auf Gott warten (2/2)

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Auf den Herrn zu warten ist für gläubige Menschen ein Lebensstil. König David preist diese Art des Lebens: "Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da hat er sein Ohr zu mir geneigt und mein Schreien erhört." (Ps 40:1) Der Herr verheißt uns durch den Propheten Jesaja, dass "die, die auf den HERRN warten, neue Kraft bekommen werden. Sie werden laufen und nicht müde werden, sie werden gehen und nicht matt werden." (Jes 40:31) Ein geistlich gesunder Mensch hat ein Warten auf Gott fix eingeplant: "Ja, wir haben dich, Jahwe, auf dem Pfad deiner Gerichte erwartet; nach deinem Namen und nach deinem Gedächtnis ging das Verlangen der Seele." (Jes 26:8) Gottes Kraft und Gnade sind "für den, der auf Dich wartet." (Jes 64:4)

Wir warten, dass Jesus wiederkommt

Wir warten auf die Offenbarung von Yeshua, dem Messias (1 Kor 1:7). Wir sind dadurch charakterisiert, dass wir "in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus dem Messias" leben (Tit 2:13). Wer sind die Gläubigen? Die, "die sich von den Götzen zu dem lebendigen Gott bekehrt haben, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und Seinen Sohn vom Himmel her zu erwarten." (1 Thess 1:9-10) Wenn Jesus dann kommt, wird er "denen, die auf Ihn warten, zum Heil erscheinen." (Heb 9:28)

Welcher Geist-erfüllte Gläubige kennt es nicht? Dieser innere Schrei, dass wir aus der vergänglichen Welt heraus genommen werden. Wie es Paulus ausdrückt: "Wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, die Sohnschaft erwartend: die Erlösung unseres Leibes." (Röm 8:23) Unser Ziel ist es, heilig und gottfürchtig zu leben, "indem [wir] die Ankunft des Tages Gottes erwarten und beschleunigen ... Und wir erwarten, nach seiner Verheißung, neue Himmel und eine neue Erde, in welchen Gerechtigkeit wohnt." (2 Pet 3:10-13) Dabei "bewahren wir uns in der Liebe Gottes" indem wir "die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus dem Messias zum ewigen Leben erwarten." (Jud 1:21)

Geduld, Ausdauer, Ausharren

Das möchte Gott in uns wirken. Paulus preist die Liebe als erstes so: "Die Liebe ist geduldig." (1 Kor 13:4) Älteste einer Gemeinde werden öfters dazu aufgefordert, ihr Vorbild für die Gläubigen dadurch auszudrücken, dass sie geduldig sind (1 Thess 5:14; 2 Tim 2:24; 2 Tim 4:2). Ewiges Leben haben die, "die mit Ausharren in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen." (Röm 2:7) Geduld ist so selten zu finden. Es ist Gottes Werk in uns, dass Paulus in seiner Verteidung als Apostel zweimal darauf zu sprechen kommt (2 Kor 6:4-6; 2 Kor 12:12). Geduld geht mit Demut einher und ist der Feind von Stolz. "Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang; besser der Langmütige als der Hochmütige." (Pre 7:8) Geduld ist eine Frucht des Geistes (Gal 5:5; Gal 5:22).

Unsere Sicht über das Warten zeigt, wie sehr sich unsere Welt von Gott entfernt hat.

Wie wir Geduld bekommen

Durch üben! :-) Hier sind drei biblische Ermutigungen:

1. Die Geduld Gottes

Ehrlich, Geduld zu üben kann nicht nur ziemlich schwer sein, sondern auch echt weh tun. Es hilft sehr, wenn wir uns speziell in diesen Zeiten daran erinnern, dass wir unser Leben der Geduld des Herrn mit uns zu verdanken haben: "Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut, nicht wissend, daß dich die Güte Gottes zur Buße leitet?" (Röm 2:4)

Der Schmerz des Wartens kann uns zur lebens-rettenden Geduld Gottes führen.

Gott hat Seine Geduld über Jahrtausende bewiesen. Gottes Geduld wartete in den Tagen Noahs (1 Pet 3:20). Er hat gegenüber den "Gefäßen des Zornes" große Geduld. Wie viel mehr mit uns! Daher sollen wir "die Langmut Gottes als Errettung erachten" (2 Pet 3:15). Der Vater hat uns in Jesus vollkommene Geduld gezeigt.

2. Beten und danken

Warten soll uns ins Gebet ziehen. Nach der Ermutigung, "in Trübsal auszuharren", sagt uns Paulus, "im Gebet beharrlich zu sein." (Röm 12:12) Das zieht sich über den ganzen Tag. Wir "beten allezeit im Geist." (Eph 6:18) Und es gibt eine wunderschöne Verbindung von Warten zu Danksagung: "Mit aller Kraft gestärkt nach der Macht seiner Herrlichkeit zu aller Standhaftigkeit und Geduld, mit Freuden dem Vater dankend, er uns zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht fähig gemacht hat." (Kol 1:11-12) Wie können wir "Geduld anziehen" (Kol 3:12)? Der Herr lenkt unsere Aufmerksamkeit nicht nur einmal, auch nicht nur zweimal, sondern dreimal auf Dankbarkeit: "Und seid dankbar. Laßt das Wort des Messias reichlich in euch wohnen, indem ihr einander in aller Weisheit lehrt und ermahnt: mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott in euren Herzen in Gnade [oder Dankbarkeit] singend. Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und dankt Gott, dem Vater, durch ihn." (Kol 3:15-17)

Zu warten ist in Gottes Augen keine verschwendete Zeit.

3. Glauben und Hoffnung stärken

Geduld und Glauben gehen zusammen (2 Tim 3:10; Heb 6:12). Richten wir uns ganz auf den Vater aus. Kommen wir zu Ihm und verbringen wir mit Ihm Zeit. Suchen wir Ihn, um Seiner Selbst willen - nicht, um etwas von ihm zu bekommen. Verlassen wir uns dabei ganz auf die Gnade des Herrn. Wälzen wie unsere Lasten auf den Herrn, versuchen wir nichts aus eigener Kraft. Werfen wir alle unsere Sorgen auf Ihn (1 Pet 5:7). Wenn es wiederkommt, tun wir es noch einmal, bis der Durchbruch und der Sieg da ist. Erinnern wir uns an das, was Gott in der Vergangenheit getan hat - in unserem eigenen Leben und im Leben anderer (Ps 103:2). Stärken wir unseren Glauben dadurch. Gott is treu und wird die Zeit des Warten in unserem Leben, wenn wir Ihn persönlich suchen, zum Segen verwenden. Wir werden Ihn besser kennen und Seine Herrlichkeit erleben.

Wenn wir selber vom Herrn hören, werden wir geistlich wachsen.

Vor dem Herrn zu sitzen ist viel wichtiger als so vieles andere in unserem Leben. Zeit mit dem Herrn zu verbringen stärkt, kräftigt und baut uns auf. Wir brauchen Ruhe, um den Herrn zu hören.

Der Kampf um unsere Zeit

So Vieles zieht uns weg und nimmt unsere Gedanken gefangen. Das muss nicht alles schlecht oder sündig sein, es können auch gute und sogar geistliche Dinge sein. Es beginnt klein und zieht uns weiter und weiter hinein. Das ist gefährlich und nicht gut. Es ist ein Kampf, in dem wir uns befinden. Wir müssen das erkennen und richtige Entscheidungen treffen, damit kein größeres Problem entsteht! Und der Herr gibt uns die wunderbare Verheißung, uns aus Bedrängnissen zu erretten (siehe Psalm 34!).

Am Beispiel des Internets können wir es deutlich sehen: Es ist so gewaltig viel Information enthalten und schreit nach unserer Aufmerksamkeit. Wir müssen lernen, richtig damit umzugehen. Wir brauchen geistliche Reife dafür. Dazu müssen wir vor dem Herrn ruhig werden. Sonst stiehlt es unsere Zeit. Natürlich ist nicht alles nur schlecht. Es gibt auch viel Segen, und wir sollen darüber wachen! Diese Dinge sollen uns bewußt sein, denn es ist einfach zum Anfangen, aber Vieles ist seelisch, nicht geistlich und schwer wieder loszuwerden. Weniger ist oft mehr.

Die Lösung ist nicht, alle diese Dinge völlig zu beenden (außer vielleicht bewußt für eine bestimmte Zeit), sondern sie dem Herrn zu geben: daß unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit, unser Herz und Sinn klar und beim Herrn sind.

Wir brauchen Reinheit und Klarheit vor dem Herrn, und Stille in unserer Seele. Das bekommen wir vor dem Herrn.

Wir können beim Allem testen, ob es

- uns näher zu Jesus bringt oder nicht

- uns innerlich verändert oder unverändert lässt

- uns Frieden oder Unruhe bringt

- uns viel verspricht (interessant! wichtig! auch geistliche Dinge), aber wenig hält

Wir müssen für den Herrn offen sein, für Sein Reden in unserem Leben. Klarheit vom Herrn wird uns Frieden bringen. Wir hören auf Gottes Stimme. Wir gehen Schritt für Schritt mit dem Herrn, und Er kommt mit uns zum Ziel.

Elijah hat es so ausgedrückt: "So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, ..." (1 Kön 17:1)

Und etwas später: "So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, ..." (1 Kön 18:5)

Und Jesus sagt, dass Miriam "den guten Teil erwählt hat, der ihr nicht genommen werden wird" (Luk 10:42), als sie zu Seinen Füßen gesessen ist und zugehört hat, was der Herr sagt.

Der Herr und ich, vor Ihm. Dann kommt alles andere.

Das Wichtigste in unserem Leben ist, vor dem Herrn zu sein.


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