Martin Somogyi (29. 01. 2014, 10:06)

Für das Jahr 5.v.Chr. als Geburtsjahr Jesu sprechen Indizien bzgl.

  • des Todesjahres des Herodes des Großen (um den 1.4. 4 v.Chr),
  • der Volkszählung (statistische Ersterfassung für eine Steuerbemessung 6 – 4 v.Chr., die aufgrund des jüdischen Widerstandes erst 6.n.Chr. zum Abschluss gebracht werden konnte) und
  • des „Sternes“ (rabbinische Erwartung, dass der Messias 2-3 Jahre nach dem Erscheinen eines „Sternes“ – hier könnte die seltene Konjugation des „Königssterns“ Jupiter mit Saturn gemeint sein -, geboren werden würde, zudem antike Astronomen noch von einem 70 Tage sichtbaren Kometen im Frühjahr 5 v.Chr. berichten und der Jupiter am 1.2. 4 v.Chr. um 18.42 Uhr im Süden von Jerusalem seinen Höchststand erreichte).
  • Weitere Indizien enthalten das Lebensjahr Jesu bei seiner Taufe etwa im Jänner 27 („ungefähr = fast genau beginnend dreißig“),

  • das Empfängnisdatum des Johannes auf Basis des Priesterdienstes des Zacharias (2-9.10. 6 v.Chr)….

Dazu gibt es akribische Forschungen antiker Quellen (inkl. Chinas) und Berechnungen, deren Details und die Für-und Wider-Argumente hier zu weit führen würden.

Fazit:

1) Die Feier der Geburt Jesu halte ich für biblisch korrekt und angemessen.

2) Selbst für das Datum 25.12. als Geburtsdatum Jesu spricht eine hohe Wahrscheinlichkeit.

3) Somit braucht man keine Gewissensbisse haben, wenn man die Geburt unseres Messias in angemessener Weise (also ohne den ganzen Weihnachtsmann-Ramsch) feiert.