Die Schöpfung Gottes

Kategorie(n): Schöpfung   Wissenschaft  

Bist Du jemals am Abend oder in der Nacht draußen gestanden und hast zum Himmel hinauf geschaut? Hast Du versucht, die Sterne zu zählen? Staunst Du über die Schönheit der Berge, die Vielfalt der Tiere, die Fülle der Fische im Meer? Die Bibel sagt uns, dass der Schöpfer sich durch Seine Schöpfung offenbart. Wenn das alles schon so schön ist, wie herrlich muss dann erst der Gott sein, der das alles erschaffen hat?

Gott offenbart sich durch Seine Schöpfung, durch Sein Wort, durch Sein Wirken am Volk Israel und (am allermeisten) durch Seinen Sohn Yeshua, Jesus, den Messias.

Genesis 1:1-5 „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer. Und Finsternis lag über dem Abgrund, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: 'Es werde Licht!' und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war, und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag.“

Und etwas später: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: sechster Tag.“ (Gen 1:31)

Hier ist ein Überblick über die biblische Schöpfungs-Woche:

1. Tag: Himmel und Erde, Licht und Finsternis

2. Tag: Firmament, Wasser oberhalb und unterhalb

3. Tag: Erde und Meer; Grünes, Kraut, Bäume

4. Tag: Sonne, Mond, Sterne

5. Tag: Fische, Vögel

6. Tag: Vieh, Gewürm, Wild; Mensch

7. Tag: Ruhe

Im Buch Genesis geht es um die grundlegendsten Fragen des Lebens. Wie sehen wir die Welt um uns herum? Wie ist alles entstanden? Woher komme ich? Was ist der Sinn des Lebens? Wohin gehe ich? Deshalb ist unsere Sichtweise über das Buch Genesis zentral und entscheidend für unseren Glauben und für unser ganzes Leben.

Weil die Bibel auf diese Fragen eindeutige Antworten gibt, ist es für unseren Glauben wichtig, daran festzuhalten. Wie wir mit den ersten Kapiteln der Bibel umgehen, hat große Auswirkungen auf unser Gesamtbild der Schriften. Hat Gott die Macht, alles so zu erschaffen, wie er sagt? Wie könnten wir der ganzen Bibel glauben, wenn schon die ersten paar Sätze nicht stimmen würden? Was machen wir dann mit dem Rest? Können wir dem Wort Gottes vertrauen, in allem, auch im Schöpfungsbericht? Denken wir dabei an die Warnung, nichts dem Wort Gottes hinzuzufügen oder davon wegzunehmen!

Zunächst stellt sich die Frage nach den Tagen der Schöpfung: sind es 6 Tage zu je 24 Stunden, wie wir sie kennen oder handelt es sich um Poesie oder symbolische Zeiträume? Ist das überhaupt wichtig? Warum sollten es nicht 20 Milliarden Jahre sein, wie die Evolution sagt?

Die Antwort auf die Frage nach den 6 Tagen finden wir auf vielen verschiedenen Gebieten: im Schöpfungsbericht, in der hebräischen Sprache, an anderen Stellen der Bibel und in der Wissenschaft. Ich möchte dieses Mal auf die ersten drei Punkte eingehen, in den nächsten Artikeln dann auf den vierten.

Bildquelle: http://farley86.tripod.com/creation/id2.html

1. Schöpfungsbericht

In Genesis 1:5 finden wir drei(!) explizite Definitionen eines „Tages“: „Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag.“ Wodurch wird ein „Tag“ beschrieben? Durch „Licht und Finsternis“, „Abend und Morgen“ und eine explizit genannte Zahl („ein Tag“, „zweiter Tag“, „dritter Tag“ usw.). Jeder Tag ist halb Licht, halb Finsternis oder anders gesagt halb Tag und halb Nacht; es handelt sich also nicht um lange Zeitspannen, sondern um Tage, wie wir sie kennen.

2. Hebräischer Text

(a) Das Hebräisch von Genesis 1 ist in einem bestimmten Stil geschrieben, der für geschichtliche Tatsachen verwendet wird (Verb – Subjekt – Objekt). Anders ist es bei Poesie, wie z.B. in den Psalmen. (Subjekt – Verb – Objekt)

(b) Außer dem ersten beginnen alle(!) Verse in Genesis 1 mit dem Wort „Und“. Das bedeutet im Hebräischen abgeschlossene Handlungen, die nacheinander ablaufen ("Waw-Konsekutiv").

(c) Jüdische Gelehrte haben immer die 6 Tage aus Genesis als 24-Stunden-Tage gesehen. Sowohl der Talmud, als auch der Midrash bestätigen das. Jüdische Rabbiner erstellten den hebräischen Kalender auf dieser Grundlage. (Sie sagten auch, dass ein Tag prophetisch gesehen 1000 Jahren entspricht.)

(d) Hebräisch-Professoren bestätigen das ebenfalls. Das hebräische Wort „Yom“ steht für „Tag“ und das Wort „Olam“ steht für „in der weiten Entfernung“. In dem Schöpfungs-Bericht wird das Wort „Yom“ verwendet, nicht „Olam“.

(e) Was ist mit anderen Stellen, in denen das Wort „Yom“ (=Tag) vorkommt? Wenden wir ein sehr wichtiges Prinzip der richtigen Bibel-Auslegung an, und lassen wir die Bibel sich selbst erklären. Wir finden bei allen 2.031 Vorkommnissen des Wortes „Yom“ im Alten Testament immer die Bedeutung eines 24-Stunden-Tages, mit nur ein paar Ausnahmen. Diese beziehen sich aber nicht auf die Schöpfungstage und werden im Zusammenhang des jeweiligen Verses erklärt.

3. Mensch → Sünde → Tod

Jesus sagt: "Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie von Anbeginn an als Mann und Frau geschaffen hat ... ?" (Matt 19:4) Der Mensch ist also "von Anbeginn an" geschaffen worden, nicht nach Milliarden von Jahren!

Römer 5:12 sagt uns, dass „durch einen Menschen [Adam] die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod.“ Das bedeutet, dass es vor Adam keine Sünde gab! Diese Tatsache ist (neben sehr vielen anderen!) wichtig, um viele andere „Schöpfungs-Modelle“ und auch die Evolutions-Theorie zu widerlegen. Ich möchte darauf in den nächsten Artikeln genauer eingehen.

→ Wir sehen, dass der Tod ein Feind der Schöpfung Gottes ist. Erst durch die Sünde des Menschen kam er, mit Leid und Schmerzen als Folge. Gottes neue Schöpfung aber wird keinen Tod mehr haben (Jesaja 65:17 und 66:22; Off Kapitel 21 und 22).

→ Während Gott nach dem Sündenfall zu Adam gesagt hat „Unter Mühsal sollst du dich von [dem Erdboden] alle Tage deines Lebens ernähren.“ (Gen 3:17) kündigt er in Off 21:4 an, dass es „keine Mühsal“ mehr geben wird!

Zwei Fragen, die oft gestellt werden:

Frage: Was ist mit Schriftstellen wie Psalm 90:4 oder 2. Pet 3:8, wo es heißt, dass „ein Tag bei dem Herrn wie tausend Jahre ist, und tausend Jahre wie ein Tag“?

Antwort: Hier geht es nicht um Zeit an sich, sondern darum, dass Gott nicht durch Zeit beschränkt, limitiert oder begrenzt ist. Er steht als Schöpfer der Zeit außerhalb. Ein Maler ist auch nicht durch das Bild, das er malt, begrenzt. Ein Architekt ist nicht durch das Haus, das er entwirft, begrenzt. Gott sieht das Ganze.

Zweitens sprechen die oben genannten Verse nicht über die Schöpfungstage, sondern über ein Konzept, nämlich das gerade genannte, dass Gott außerhalb der Zeit ist.

Frage: Wie kann es einen „Tag“ geben, wenn die Sonne erst am 4. Tag entstanden ist?

Antwort: Gott, der außerhalb der Zeit steht, hat mit der Schöpfung auch die Zeit erschaffen. Wir erhalten Zeitbegriffe für unser Leben auf folgende Art:

1 Jahr = Die Erde dreht sich einmal um die Sonne

1 Monat = Der Mond dreht sich einmal um die Erde

1 Tag = Die Erde dreht sich einmal um sich selbst

1 Woche = Exodus 20:11 (Teil der 10 Gebote!) „Denn in sechs Tagen hat Jahwe den Himmel, die Erde und das Meer und alles, was in ihnen ist, erschaffen; aber am siebenten Tag ruhte er. Deshalb hat Jahwe den Shabbat-Tag gesegnet und ihn geheiligt.“

Am ersten Tag gab es bereits Licht und Finsternis und die Erde drehte sich 1 Mal um sich selbst. Das ergibt genau einen Tag.

Zusammenfassung:

  • Gott schuf eine perfekte, vollkommene Schöpfung. (Gen 1:31)

  • Durch den Menschen kam die Sünde in die Schöpfung, und damit die Trennung von Gott und der Tod (Gen 3:1-6)

  • Jesus wird kommen und den Tod überwinden, um Menschen wieder mit Gott zu verbinden (Gen 3:15)

→ Das ist die Basis des Evangeliums, gleich in den ersten 3 Kapiteln der Bibel!

  • Gott erschuf alles in 6 Tagen. Am 7. Tag ruhte er. Dieses Muster (6 Tage arbeiten, 1 Tag ruhen) legt er sozusagen wie ein Stempel auf Seine gesamte Schöpfung.

  • Gott erschuf den Menschen nach Seinem Bild.

  • Gott erschuf durch Sein Wort.

Es ist wunderbar, Gottes Wort und Seine Schöpfung zu studieren. Es bringt Ehrfurcht und Staunen über Ihn und das, was er gemacht hat, in unser Herz. Es stärkt unseren Glauben und unser Vertrauen zu Ihm. Und wir sehen, dass wir Seinem Wort wirklich vertrauen können, Wort für Wort, vom Anfang bis zum Ende!

"Durch Glauben erkennen wir, daß die Welten DURCH GOTTES WORT gebildet wurden, so daß das Sichtbare aus Unsichtbarem hervorgegangen ist." (Heb 11:3)

"Denn groß ist Jahwe und würdig des Lobes, mehr zu fürchten als all die Götter. Wahngebilde sind alle Götter der Völker, Jahwe aber hat die Himmel erschaffen." (Psalm 96:4-5)

"Er ist ein Fels; VOLLKOMMEN ist Sein Tun, denn Recht sind alle Seine Wege! Gott ist wahrhaftig ohne Falsch; gerecht und redlich ist Er!" (Deut 32:4)

Margarete Eder (18. 11. 2012, 13:29)

Ich finde eure Berichte sehr, sehr gut. Gottes reichsten Segen, Schutz, Führung,....u. schönen und gesegneten Sonntag! Lg Greti


Martin (18. 11. 2012, 18:54)

Danke, ein konsequenter und recht gut aufgebauter Artikel. Was gut dazu passt (und die Widersprüchlichkeit der etwas hochmütigen Wissenschafter deutlich aufzeigt): http://sciencev1.orf.at/science/news/143870


Marion (19. 11. 2012, 7:0)

Ich denke nach und beginne zu verstehen und habe das Gefühl Schritt für Schritt nachhause zu gehen. Danke! Und viel Segen!


Helmut D. (1. 4. 2013, 9:56)

ein Tag ist vor dem Herrn wie tausend Jahre. Außerhalb von Raum und Zeit hat Jeschua uns bereits die "Wohnungen" vorbereitet. Ich frage mich, ob die Schöpfungsgeschichte nicht auch eine Parabel auf die Zeitgeschichte (Heilsgeschichte) ist. Nach jüdischem Kalender das Jahr 5773 - würde heißen noch 227 Jahre bis zum großen Shabbat (tausendjähriges Friedensreich). Spricht etwas dagegen, außer dass niemand den Zeitpunkt kennt? Ansonsten eine gute und mutige Homepage. Shalom!


Helmut Leinfellner (1. 4. 2013, 13:47)

Lieber Helmut! Zuerst: Danke für Deine ermutigenden Worte! Es ist Zeit, aufzustehen und die Wahrheit in Liebe zu sagen! Ich sehe die Parallele zwischen den 7 Schöpfungstagen und der Zeitgeschichte auch so wie Du. Trotzdem bemühe ich mich, bei Zeitangaben im Bereich der Prophetie (speziell über die Endzeit!) vorsichtig zu sein. (Es ist auch möglich, dass bei der Berechnung des Jahres 5773 ein Fehler unterlaufen ist.) Schön, dass Du bei Yeshua.at dabei bist!


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