Was ich im letzten Jahr gesehen und gelernt habe

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Ich möchte gerne weitergeben, was ich in dem letzten Jahr, dem Jahr der Krise, gelernt habe.

Gott hat die vollkommene Kontrolle.

Natürlich ist eines der besten Beispiele aus der Bibel dafür das Buch Esther. Damals war das jüdische Volk Gottes in einer noch viel schlimmeren Situation als wir heute. Es wurde vom König selbst, für sein ganzes großes Reich, ein bestimmter Tag festgesetzt, an dem alle Juden umgebracht werden sollen. (Auch wenn nicht der König selbst diese Idee hatte.) Gott zeigt uns in dem Buch, wie er diese Situation vollkommen in Seinen Händen hält: schon bevor die Schwierigkeiten losgingen, hatte er Mordechai und Hadassah (Esther) strategisch an den richtigen Ort gebracht. Sicherlich war auch die Hingabe von beiden entscheidend: sowohl Mordechai als auch Esther setzten ihr Leben aufs Spiel. Der Schlüssel ist in Mordechais Worten an Esther zu finden: "Denn wenn du unter diesen Umständen schweigst, so wird den Juden von einer anderen Seite her Trost und Rettung erstehen, du aber und das Haus deines Vaters werden umkommen." (Est 4:14) Er bekannte, dass Gott auf jeden Fall eingreifen und Sein Volk retten würde. Aber für die, die Gott dazu auserkoren hat und die nicht bereit sind, würde es einen hohen Preis bedeuten.

Wir haben heute nicht diese dramatische Situation. Aber so wie damals ist es auch bei uns heute: Gott wußte schon im Vorhinein alles, was geschehen würde. ich habe erlebt, wie Er mich und mein Haus strategisch von einem Ort in einen anderen transferiert hat. Wir hatten das nicht gleich alles verstanden. Aber wir haben dem Herrn gehorcht. Und wie gut war es! Im Nachhinein erkennen wir, wie weise der Herr an uns gehandelt hat. Unser Vater im Himmel weiß auch alles, was noch kommen wird. Nicht nur das, er plant schon weitere Schritte. Sind wir bereit, uns von Ihm vorbereiten zu lassen, damit wir dann, wenn es darauf ankommt, bereit sind?

Wahrheit und Lüge

Ein großer Punkt war, dass ich mich im Lauf des Jahres gefragt habe, wem ich eigentlich noch glauben kann. Ärzte haben falsche Dinge gesagt; Behörden waren sinnlosen Bestimmungen einfach nur hörig; Richter haben sich charakterlich korrupt gezeigt; angebliche prophetische Worte waren falsch. Wie weiß ich also, ob irgend etwas stimmt?

Jemand sagt: schau doch, was hier geschieht: Medien lügen, betrügen und manipulieren, und das jeden Tag; Politiker beschließen verrückte Maßnahmen; Menschen sollen systematisch versklavt werden; gesundheitsschädliche Impfungen sollen erzwungen werden; Demokratische Wahlen werden gefälscht; und und und ...

Ja, alle diese Finsternis ist in der Welt, das ist richtig. Aber schauen wir mit geistlichen Augen: Gott steht über dem Teufel. Seine Macht ist unbeschränkt. Er kann alles. Er steht so weit über Satan, dass er sogar dessen Wirken für Seine Pläne verwendet. Gott wendet das Böse, das der Teufel tut, in Gutes um - für die, die mit Ihm leben. Auch wenn die Finsternis über den Nationen größer wird, so geht doch der Herr über mir als Licht auf. Mein Glaube MUSS auf das Wort Gottes gegründet sein! Ich muss die Bibel wirklich gut kennen. Meine geistliche Wurzeln müssen fest sein.

Eine der "Hauptstellen" über die Endzeit mit einer Beschreibung, wie es sein wird, finden wir in 2 Thess 2. Genau das sehen wir heute. Die Verführung greift weltweit mehr und mehr um sich. Deshalb müssen wir die Ratschläge aus dem Wort Gottes sehr ernst nehmen. Wir müssen alles prüfen, speziell prophetische (oder sogenannte prophetische) Worte. Siehe 1 Thess 5:20-21. Durch die sozialen Medien ist es heute leicht, die Wahrheit des Wortes Gottes und das Evangelium zu breiten. Aber durch das selbe Medium werden auch die Lügen des Feindes verbreitet. Das große Problem dabei ist, dass prophetische Worte nicht mehr geprüft werden, sondern einfach übernommen. Nehmen wir die Warnung des Herrn ernst! Gerade in unserer Zeit erleben wir das deutlich, ein trauriges Beispiel sind die letzten US-Wahlen. Wie viele "prophetische Worte" gab es! Und so viele sind nicht eingetroffen, weil sie nicht vom Herrn waren. Viele Christen sind entmutigt, ihre Glaube ist erschüttert. In Jeremiah 5 spricht der Herr: "Entsetzliches und Abscheuliches geschieht im Land: Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen mit ihrer Unterstützung; und mein Volk liebt es so! Was wollt ihr aber tun, wenn das Ende davon kommt?" (Jer 5:30-31) Gott spricht hier nicht über die verführte Welt; sondern über Sein Volk!

Licht und Finsternis wachsen gleichzeitig.

Es passt genau zu Jesaja 60:1-2: "Stehe auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit Jahwes strahlt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker. Aber über dir geht Jahwe auf, und seine Herrlichkeit erstrahlt über dir!"

Bei Hiob, einem Mann Gottes, wissen wir, dass es der Teufel war, der Hiob angegriffen hat (Hiob 1 und 2). Aber Gott stand darüber. Er hat all das Böse, das der Feind gegen Hiob geschleudert hat, verwendet, um ihn zu läutern, um Sich selbst ihm zu offenbaren und um ihn schließlich doppelt so viel wie vorher zu segnen (Hiob 42:10). Mit dieser Sicht fällt es mir so viel leichter, in schwierigen Situationen auf den Herrn zu schauen und Ihm zu vertrauen!

Schließlich verheißt Gott jedem, der "Ihn liebt und nach Seinem Ratschluß berufen ist", dass Er selbst uns "alle Dinge zum Guten gereichen läßt" (Röm 8:28). Was gibt es mehr?

In Off 17:17 sehen wir die Souveränität Gottes ganz deutlich: als von dem Wüten des Teufels, des Antichristen und des falschen Propheten die Rede ist, steht dann geschrieben: "Denn Gott hat in ihre Herzen gegeben, Seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln und ihr Königreich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden." Unser Vater im Himmel ist so viel stärker als Satan, dass selbst das stärkste Wüten im ihm letztendlich dazu führt, dass Gottes Pläne ausgeführt werden. Hier ist das Bild, dass Gott das Wirken des Feindes dazu verwendet, um Sein Gericht zu bringen. Die entscheidende Frage für uns sollte also sein: habe ich vor Gott ein reines Herz?

Gott verwendet das Böse zum Gericht. Zwei weitere, eindringliche Beispiele dafür sind:

Als Jerusalem 586 v. Chr. zerstört wurde, waren es die Babylonier, oder war es Gott, der Sein Gericht brachte, weil Ihm sein Volk ungehorsam war? In zahlreichen prophetische Stellen spricht Gott genau das aus. ER handelt, an Seinem Volk und Er verwendet dazu (in letzter Konsequenz) Ungläubige.

Als Jerusalem 70 n . Chr. zerstört wurde, waren es die Römer - oder war es Gott, der Sein Gericht brachte, weil Ihm sein Volk ungehorsam war? Jesus selbst hat dieses Gericht angekündigt und explizit gesagt, dass es deswegen geschehen wird, "weil sie Mich nicht erkannt haben". (Luk 19:41-44; siehe auch Matt 23:33-39)

Es ist Gott, der aufrüttelt.

Oft hilft uns eine andere Sicht der Dinge sehr viel weiter. Wir haben alle erlebt, wie ein Geist der Angst über die Welt ging und Menschen attackierte. Nachdem mir der Herr das gezeigt hatte, wußte ich, wie ich damit umgehen soll. Ich habe es persönlich stark erfahren, war mit starker Angst konfrontiert, speziell, als ich mich mit einigen Themen intensiv beschäftigte, weil ich es genau wissen wollte. Ich wollte die Wahrheit herausfinden. Der Durchbruch und Sieg kam in 2 Schritten. Der erste war, dass ich erkannte, dass es nicht einfach 'Angst' war, sondern ein Geist der Angst. Dieser Angriff muss geistlich bekämpft und abgewehrt werden. Das habe ich dann getan. Der zweite Schritt war eine geänderte Perspektive: Nicht der Teufel wütet, sondern Gott bringt Dinge ans Licht. In der Welt und noch mehr, in Seinem Leib. Das ist ein Segen!

Es ist der Herr, der hier am Wirken ist!

Gott rüttelt auf. Gott will, dass alle Menschen an Ihn glauben, gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1 Tim 2:4). Als ich das erkannt habe, hat es mir sehr viel Frieden gegeben. Statt Angst (weil der Teufel wütet), hatte ich einen Frieden, der das Verständnis übersteigt. Ich hatte so eine innere Ruhe, weil ich jetzt wußte, dass mein Vater im Himmel alles, was hier geschieht, unter Kontrolle hat. Wenn ich weiß, dass es Er ist, der hier am Wirken ist, brauche ich mich nicht zu sorgen.

Gott geht es um unser Herz.

Für mich persönlich hat sich mit der richtigen Sichtweise (siehe oben) sehr viel geändert. Erstens, schaue ich nicht mehr so viel auf den Feind und auf das, was er tut. Mein Fokus ist auf dem Herrn. Wunderbar habe ich speziell im letzten Jahr dadurch auch den Unterschied zwischen Menschen, die mit Jesus leben und denen, die ohne Jesus leben, gesehen. Angegriffen wurden wir alle. Aber wir haben unser Haus auf den Felsen gebaut. Übrigens: Haben wir das? Ist unser Leben WIRKLICH auf das Wort Gottes gegründet? Wie gut ist Gott, dass Er uns immer noch Zeit gibt!

Zweitens, prüfe ich mein Herz vor Ihm, ob es rein ist oder nicht. Gott geht es mehr um innere Dinge mehr als äußere Dinge. (1 Sam 15:22)

Ein sehr gutes Beispiel finden wir bei dem Propheten Habakkuk. Auch er hat erlebt, wie "alles rüber und drunter geht". Und er bekennt und gibt die Lösung, wie wir überwinden: auch wenn es rund um uns herum schlimm ausschaut, vertraue ich dem Herrn: "Denn der Feigenbaum wird nicht ausschlagen und der Weinstock keinen Ertrag abwerfen; die Frucht des Ölbaums wird trügen, und die Äcker werden keine Nahrung liefern; die Schafe werden aus den Hürden verschwinden und kein Rind mehr in den Ställen sein. Ich aber will mich in Jahwe freuen und über den Gott meines Heils frohlocken!" (Hag 3:17-18)

Was sich im Geistlichen abspielt, sehen wir im Natürlichen.

Gott oder Menschen?

Ein anderer Punkt, der sehr deutlich sichtbar war, war und ist der: wir dürfen uns nicht auf menschliche Leiter verlassen. Sei es in der Politik oder in unseren Gemeinden. Ich habe es bei mir selber gemerkt, wie ich Gedanken gehabt habe: 'Netanjahu ist gut, Trump ist gut.' In unserem Land gibt es bei vielen Menschen und auch bei einigen Gläubigen geradezu eine Verehrung von Sebastian Kurz. Diese Dinge sind schädlich. Gerade das wird der Antichrist ausnützen, um zu verführen. Er wird sich verstellen, um gut zu erscheinen. Die Lösung ist die erste Liebe zu Jesus. Unsere volle Ausrichtung auf den Herrn. Zurück zum Wort Gottes.

Bedenken wir bitte: die Gläubigen in Laodizea haben nicht gesehen, dass sie "elend, erbärmlich, arm, blind und nackt" sind! (Off 3:17) Sehen wir es auch nicht? Kann es sein, dass Vieles von dem, was heute geschieht, auch ein Gericht Gottes über Sein Volk, Seine Gemeinde ist? Über Sünde bei uns, über Lauheit, über Selbstzentriertheit? Kann es sein, dass Gott bei uns viel zu rütteln hat? Ist es möglich, dass Gott uns zu sehr liebt, als dass er uns so lässt, wie wir zur Zeit sind? Kann es sein, dass wir nicht bereit wären, wenn Jesus heute kommen würde? Meine Überzeugung ist: was wir im Natürlichen erleben ist eine Reflexion von dem geistlichen Zustand, in dem wir uns befinden.

Gott ruft Sein Volk zu Intimität mit Ihm.

Ich habe wieder einmal so deutlich gesehen: Ich muss Gott sehr gut kennen. Ich muss ein Mann des Wortes sein. Ich brauche die erste Liebe zu unserem wunderbaren Messias Yeshua, zu Jesus.

Die richtige Herzenseinstellung ist dem Herrn von größter Bedeutung! Meine Position? Auf den Knien, mit meinem Angesicht auf dem Boden, vor dem Herrn.

Ich kann die Stimme des Herrn direkt hören. Ich brauche keinen "Vermittler".

Er verändert uns von innen her. Er verändert seine Gemeinde. Wie wir miteinander leben.

Ich schaue auf das Ewige, nicht auf das Vergängliche. Ich schaue auf Den Ewigen, nicht auf den Vergänglichen. Ich konzentriere mich in meinem Leben auf Dinge, die ewig zählen. Das andere lasse ich weg. Diese aktuelle Krise geht vorüber, die ewigen Dinge Gottes nicht. (2 Kor 4:17-18) Alles, was wir in diesem Leben lernen, wie wir unser Herz vom Herrn verändern lassen, nehmen wir mit. Andere Dinge wie Materielles, Ansehen, Reichtum, wie viele 'Likes' ich bei Instagram bekomme, alles von dieser Welt, nehme ich nicht mit. (1 Joh 2:17) Ich suche AKTIV das Angesicht des Herrn. Ich suche zuerst Sein Reich und Seine Gerechtigkeit! (Matt 6:33)

 

Gott wird weiter erschüttern. Sein Ziel ist Seine Verherrlichung. Sein Ziel für uns ist, dass wir Ihn kennen und Ihn lieben; dass wir Zeit mit Ihm verbringen und Sein Wort leben; dass wir für andere ein Zeugnis sind und wie Jesus werden.

Martin Treml (19. 2. 2021, 14:59)

Sehr guter Beitrag.


Christine Maier (19. 2. 2021, 16:19)

Sehr gut und ermutigend! Genauso sehen wir es auch! Danke!


Elena Fischer (1. 3. 2021, 14:41)

Herzlichen Dank, es war überwältigend, viel aus meinen Herz erkannt...



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