Matthäus 24-25 (2/4)

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Im letzten Artikel haben wir die konkreten Zeichen angeschaut, die Jesus auf die Frage der Jünger nach dem Ende der Welt nennt. Heute setzen wir in Matthäus 24 fort.

1. DAS Zeichen

Und nach all diesen Zeichen kommt schließlich DAS Zeichen: Das Evangelium vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt Welt gepredigt werden, und DANN wird das Ende kommen. Übrigens ist dieses Wort „dann“ in Matthäus 24 ganz, ganz häufig, insgesamt 9 Mal! Zuerst wird das geschehen, dann das, dann das usw.. In Matthäus 25 kommt das Wort "dann" auch 9 Mal vor! Dann das, dann das und dann das. Und hier sagt Jesus: wenn DAS geschieht, wird das Ende kommen.

Und da möchte ich gerne betonen, daß wir hier eine sehr große Verantwortung haben. Warum? Wer predigt das Evangelium in aller Welt? Wir. Die Gläubigen! Wer sonst? ;-) Darf ich persönlich werden? Wir lesen in der Offenbarung, daß es Erlöste aus allen Völkern, Stämmen, Nationen und Sprachen geben wird. Das heißt, das Evangelium geht von Israel aus zu allen Völkern, Stämmen, Sprachen und Nationen. Darf ich, ganz ohne Verurteilung, aber sehr ernsthaft fragen: was tust Du, um das Evangelium zu verbreiten? Laß mich anders fragen: wofür lebst Du? Lebst Du, um ein gutes Leben zu haben? Lebst Du, um reich zu sein? Um ein größeres Haus zu haben? Um ein Auto zu haben? Um es gut zu haben? Oder nehmen wir diesen Vers des Herrn (und alle anderen) ernst? Und sagen wir: 'Ich will das, was Du sagst, tun, Herr!'

Vielleicht bist Du kein Evangelist. Vielleicht hast Du keinen Dienst. Aber zwei Sachen können wir alle tun: Erstens, jeder von uns kann beten. Jeder. Und zweitens, in Österreich auf alle Fälle, jeder von uns kann auch geben. Hast Du ein Bett, mit einer Decke, mit einem Polster? Dann geht es Dir besser als vielen, vielen Millionen auf der ganzen Welt. Menschen sterben, nicht nur aus geistlichem Hunger, sondern auch aus natürlichem. Wieder einmal gehörten die beiden zusammen. Wenn Du keinen eigenen Dienst hast, unterstütze einen anderen. Du kannst einen Unterschied ausmachen, indem Du auch nur einen kleinen Beitrag gibst ... und betest! Der Herr nimmt uns hier sehr beim Wort. Und Er nimmt es sehr ernst, was wir da tun oder nicht tun. Und Er sagt, daß wir diese Verantwortung haben, das Evangelium in die ganze Welt zu bringen ... und DANN wird das Ende kommen.

2. Israel

Schauen wir zum 2. Teil (insgesamt gibt es vier Teile, der 4. Teil im nächsten Artikel): bis jetzt hat der Herr allgemein beschrieben, jetzt wird es konkreter. Dieser 2. Teil betrifft Israel. Wir wissen ja, daß Israel eine spezielle Stellung in Gottes Augen hat und daß Er einen speziellen Plan mit ihnen hat, der anders als mit den Nationen ist. Und Jesus geht jetzt im nächsten Teil, das sind die Verse 15 - 36, auf etwas ein, was sich im Land Israel abspielt.

"Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem durch den Propheten Daniel geredet worden ist, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der merke darauf!), dann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge; wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, etwas aus seinem Haus zu holen; und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um sein Kleid zu holen. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Bittet aber, daß eure Flucht nicht im Winter, noch am Shabbat geschehe. Denn dann (schon wieder ein dann!) wird eine große Trübsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden. Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist Messias, oder dort, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Messiase und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so geht nicht hinaus; siehe, er ist in den Kammern, so glaubt es nicht. Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler." (24:15-28)

Der Fokus geht offensichtlich zum Land Israel. Warum? Es steht hier geschrieben: „an heiliger Stätte“. Die Bibel nennt das Land Israel „heilig“. Genauer: Jerusalem. Noch genauer: die Stelle, wo Abraham seinen Sohn Isaak geopfert hätte und wo heute der Tempelberg ist. (Diese Bezeichnung „heilig“ für das Land Israel kommt in der Bibel nur ein einziges Mal vor, aber es kommt vor!) Der zweite Grund ist der „Greuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel spricht“. Wir wissen aus dem Zusammenhang, daß hier Jerusalem gemeint ist. Der dritte Grund: in Vers 16 heißt es „Judäa“. Also betrifft es jetzt diesen Teil der Erde. Der Greuel der Verwüstung spricht jetzt konkret über den Antichristen. Wir haben schon gesehen, Jesus beschreibt eine Situation und sagt dann, es ist sehr, sehr dringend, daß wir dann handeln. Hier in Vers 21 spricht der Herr selbst von einer "großen Trübsal". Dieser Ausdruck "große Trübsal" kommt auch an anderen Stellen in der Bibel vor und spricht über eine Zeit, die auf alle Fälle Israel, meiner Meinung nach die ganze Welt, betrifft. Der Herr sagt "Wie von Anfang der Welt bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird." Das heißt: es kommt eine schwierige Zeit, die es in diesem Ausmaß noch nie gab. Wir wissen zunächst noch keine Details, aber wir wissen, daß es kommt. Aber eine Sache kann uns Mut geben: wir wissen, daß diese große Trübsalszeit nur ein Mal kommt. Wenn wir die überwunden haben, dann ist es vorbei! 'Nie wieder.' Und der Herr sagt hier auch, daß es so schlimm ist, daß kein Fleisch errettet werden würde, wenn die Tage nicht verkürzt würden. Aber: um der Auserwählten willen werden sie verkürzt. Auch hier können wir sehr viel Ermutigung mitnehmen. Ich sehe hier sehr stark die Liebe des Herrn, seine Vorsorge und Versorgung. Das sind Punkte, auf die wir aufbauen können.

Wir sehen auch, Verse 23 und 24, daß der Herr wieder sagt: Achtung vor Verführung! Viele werden kommen und (leider auch) viele irreführen. In einer jüdischen Enzyklopädie ist bis heute von etwa 44 falschen Messiasen die Rede. (Der bekannteste wahrscheinlich Bar Kochba.) Und auch in der heutigen Zeit, in den letzten 50 Jahren, haben wir immer wieder von Sektenführern gehört, die dann Menschen verführen und es endet dann meistens in einem Massentod.

Ausdrücke wie im Vers 26 "er ist in der Wüste" oder "er ist in den Kammern" spricht für mich nicht nur wörtlich, sondern auch in einem Bild. Wir müßten eine 'spirituelle Erfahrung' machen, wo wir 'in die Wüste' transferiert werden' oder in den Kammern, da müssten wir unser 'wahres Inneres' finden, um 'Kräfte in uns freizusetzen'. Alle diese Dinge bringen uns von Jesus weg. Die Bibel gibt hier eine Warnung: Paulus schreibt: "Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange Eva mit ihrer List verführte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen [Jesus den] Messias abgelenkt werden." (2 Kor 11:3) Diese Einfalt = Einfachheit soll uns bewahren. Das Wort Gottes ist einfach, und klar. Die meisten der 'fremden' Angebote sind kompliziert, manchmal nur von 'speziell Eingeweihten' zu verstehen. Man bräuchte 'höheres Wissen', 'neue Erkenntnis', 'mehr Licht' - doch all das ist nicht in Einklang mit der Bibel und führt uns von der einfachen Nachfolge des Herrn weg. Nachfolge von Jesus ist einfach: 'Hören und gehorchen.' Wir hören Seine Stimme und tun, was er sagt. Voller kindlichem Vertrauen. Es ist manchmal sehr schwer, aber es ist trotzdem einfach zu verstehen.

Das Zweite, das uns bewahrt, ist Reinheit. Damit ist in der Bibel etwas wie '100 Prozent' gemeint. Ein wunderschönes Hochzeitskleid, ganz weiß, mit nur einem kleinen schwarzen Fleck ... ist nicht mehr rein. Es ist nicht mehr '100 Prozent'! Unsere Nachfolge soll rein sein. Sie soll zu 100 Prozent dem Herrn gelten. Nicht nur ein Teil und daneben habe ich noch andere Sachen. Das ist nicht rein. Das ist wie ein Wasser, in dem etwas Fremdes drinnen ist.

Die Reinheit und Einfachheit von Jesus schützen uns vor Verführung.

Der Herr beschreibt dann in Vers 27das echte Kommen: "Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler." Dann, in Vers 29: "Bald aber nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels in Bewegung geraten. Und DANN wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und DANN werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen und werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen sehen. Jesus mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen zu sehen - DAS ist es doch wert, zu überwinden! Und er wird seine Engel mit starkem Shofar-Schall aussenden, und sie werden seine Auserwählten von den vier Winden her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen versammeln ." (24:29-31)

In Lukas 9 gibt es wieder eine Parallelstelle, wo von der Herrlichkeit gesprochen wird, und da sagt Jesus, Er wird in Seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der der heiligen Engel kommen! (Luk 9:26) Eine dreifache Herrlichkeit!

Ich möchte an dieser Stelle etwas sagen, was mich seit vielen Jahren beschäftigt und begleitet - und es hat wieder mit Verführung zu tun. Ich bin zu tiefst davon überzeugt, daß der Teufel irgendwann versuchen wird, die Wiederkunft des Herrn zu fälschen. Wir haben mittlerweile die technischen Möglichkeiten dazu. Ich weiß nicht, ob ihr das schon gehört habt, es ist nicht so bekannt, aber es wird eingesetzt: das ist das ganze Thema der Holographie. Mit einem Hologramm kann etwas hierher in den Raum - dreidimensional! - mit Lasertechnik projiziert werden: daß man es mit eigenen Augen sieht, daß man es mit eigenen Ohren hört, und glaubt, es sei echt ... etwas, was sich jetzt gerade in unserer Gegenwart abspielt ... etwas, was ich jetzt gerade 'erlebe' - und trotzdem ist es das NICHT. In Japan z. B. gibt es Konzerte mit langen Shows, die alle nicht echt sind.

Was ich damit sagen möchte, ist das: glaubt bitte nicht alles, was ihr seht und/oder hört! (Speziell, wenn es im Fernsehen oder am Internet ist!)

3 Beispiele

Der Herr legt so eine große Betonung darauf, nicht verführt zu werden. Ich möchte noch drei Bereiche erwähnen, wo ich viel Verführung sehe: und zwar durch die Geschichte hindurch und in der heutigen Zeit wird es immer mehr. Das eine ist der Bereich des Sports. Und zwar der Spitzensport, der Hochleistungssport - der den Menschen ins Zentrum stellt - ist immer schon von geistlichen schrägen Sachen begleitet worden. Es gibt heute bei Fußballspielen und bei anderen Sportarten Unglaublich Dinge, die da mitkommen. Die sind 'Teil der Show'. Der heutige Fußballer ist tätowiert, hat eine extrem dreckige Sprache, hat Werte-Vorstellungen, die total konträr zur Bibel sind - und ist aber trotzdem 'der Star'. Die Vereine sprechen davon, Menschen 'zu besitzen', die Medien verwenden Ausdrücke wie 'dieser Spieler gehört diesem Verein'. Menschen werden als Ware betrachtet. (Ich habe das persönlich bei einem Firmenchef erlebt, der diese Worte verwendet hat - und mich damit gemeint hat!). Es sind moderne Beispiele von dem, was die Bibel in Offenbarung 18:11-13 beschreibt, wo "die Kaufleute der Hure Babylon trauern, weil niemand mehr ihre Ware kauft: die Ware von Gold und Silber ... und Leiber und Seelen der Menschen". Diese 'Stars' hängen als Poster im Zimmer eines 8-jährigen Buben. Das ist sein Vorbild. So möchte er auch einmal werden.

Dazu möchte ich ein ermutigendes Erlebnis sagen: Vor fünf Jahren gab es im österreichischen Fernsehen eine Fußball-Übertragung, bei der der Kapitän einer Mannschaft vor Beginn des Spieles mit Mikrofon laut vorgelesen hat, sie seien 'gegen Rassismus'. Klingt ja gut, oder? Dann hat er weiter gelesen: Wir stehen gegen jede Art von Diskriminierung, Ausgrenzung - egal, welche Hautfarbe ein Mensch hat, egal, welche Rasse, egal, was für ein Geschlecht und egal, welche sexuelle Ausrichtung. Ich habe diese Proklamation live gesehen und mir gedacht: 'Herr, es reicht!' Dann habe ich dagegen gebetet und habe gesagt: 'Herr, bitte nimm diese Mannschaft weg!' Es war ein Team aus der höchsten Liga. Ich hatte konkret gebetet: 'Herr, laß sie aus dieser Liga absteigen, damit sie aus dem Fokus der Medien und der Öffentlichkeit draußen sind.' Ein Jahr später, am Ende der Saison, war es genau diese Mannschaft, die abgestiegen ist. Bis heute sind sie nicht wieder aufgestiegen. Der Herr hat sie entfernt.

Beim Sport kommt viel an geistlich Unreinem mit. Es gab auch einen Trainer einer Mannschaft, der sich öffentlich sehr falsch verhalten hat. Ich habe gebetet: 'Herr, nimm ihn weg!' Schon ein paar Wochen später war er weg. Es erinnert mich an Psalm 149:5-9: "Die Gerechten sollen vor Herrlichkeit frohlocken, sie sollen auf ihren Lagern jauchzen; das Lob Gottes sei in ihrem Mund und ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand, um Rache an den Völkern zu üben, Strafe an den Nationen, um ihre Könige mit Ketten zu binden und ihre Edlen [und Fußballer] mit eisernen Fesseln, um das geschriebene Urteil an ihnen zu vollstrecken; das ist eine Ehre für alle seine Gerechten. Hallelujah!"

Ich meine damit: Gott hört unsere Gebete! Wir können nicht einfach nur gelähmt zuschauen, was da alles geschieht, oh wie schrecklich. Sondern wir können etwas dagegen tun! Auch in unserem Land! Wir sind das Salz der Erde. Und unsere Gebete sind wie Weihrauch in der Gegenwart des Herrn.

Der zweite Bereich ist die Musik. Hier kommt viel unreiner, teilweise satanischer Inhalt und Einfluß auf Menschen, Kinder und Jugendliche im Speziellen. Mehr dazu möchte ich in einem anderen Artikel schreiben.

Der dritte Bereich - ein ganz heißes Eisen - ist die Einheit. Das ist einerseits die 'Einheit der Welt' die wir sehen und erleben, wie wir plötzlich zu einer angeblichen 'Einheit' zusammenwachsen. Sollte ich sagen: wir sollen dazu geführt werden. Sollte ich sagen: wir sollen dazu gezwungen werden. Und auch im geistlichen Bereich, auf mehreren Ebenen, meint man, die Religionen wären doch miteinander zu vereint, wir hätten doch 'Gemeinsamkeiten'. Der Buddhist sagt: 'Ich glaube, es gibt einen Gott.' Das glaube ich auch. Sind wir jetzt miteinander eins? Es gibt eine biblische Basis für Einheit, und die ist ganz prinzipiell nur zwischen Gläubigen möglich. Nicht zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Das ist wie Licht und Finsternis. Die haben keine Einheit miteinander.

Und das ist leider auch wieder im Leib Christi eine große Gefahr. Denn auch hier gilt: das Bestreben 'Wir schauen von dem, was uns trennt, weg - wir schauen auf das, was wir gemeinsam haben.' - das ist nicht die Einheit des Herrn. Und auch ein 'miteinander Gemeinschaft haben' funktioniert nur, wenn wir im Licht wandeln, sagt die Bibel. Nicht, wenn wir Sünde verstecken. [Ich meine das nicht verurteilend, ich muß auf mein eigenes Herz schauen; ich möchte nur vor etwas warnen, was nicht vom Herrn ist.] Möge der Herr jedem von uns Unterscheidung geben. Das ist übrigens auch die Lösung zum Sport, zur Musik, zu allem anderen. Was immer wir hören, im Radio, im Fernsehen, am Internet, bei Gesprächen, was wir lesen, was wir sehen: wir können immer so beten, innerlich oder laut: 'Herr, gib mir bitte Unterscheidung! Zeig mir: ist das von Dir oder nicht?'

Der Feigenbaum

Ab Vers 32: "Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis [der Feigenbaum ist in der Bibel, in den prophetischen Schriften, ein Symbol für Israel]: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter gewinnt, so merkt ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so merkt, daß er nahe vor der Türe ist. Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist; Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater." (24:32-36) In der Parallelstelle steht "auch der Sohn nicht, auch nicht die Engel". Auch bemerkenswert ist, daß es dort heißt: "Betrachtet den Feigenbaum und alle Bäume." Das ist ein Bild für: Israel und alle Nationen. Und was wir sehen, hängt wieder mit dem "Ethnos" zusammen (siehe voriger Artikel). Nicht nur Israel ist aus dem Nichts wieder eine Nation geworden, sondern viele Völker, weltweit, werden eigene Nationen. Denken wir an Jugoslawien und die Balkanstaaten oder an Estland, Lettland usw., wie einfach eine Nation, die nicht war, entstanden ist. Das drückt die Bibel in einem Gleichnis aus, so wie es hier geschrieben steht: Der Baum beginnt zu blühen. Zweige kommen, Blätter kommen. Es entsteht etwas Neues. Und wenn wir das sehen, daß das geschieht - und wiederum: weltweit - dann wissen wir, daß "der Sommer nahe ist": Oder wie es im Vers 33 ausgedrückt wird: "daß ER nahe vor der Tür steht."

3. Die Tage Noahs und die Tage Lots

"Und wie es in den Tagen Noahs war ..." (24:37) Wenn ich von Noah und den "Tagen Noahs" lese, habe ich immer so einen Frieden im Herzen. Noah und die Flut ... was gibt es Größeres, wo Gott zeigt, daß Er alles unter Kontrolle hat! Einer weltweiten Flut kann niemand entkommen. "Und wie es in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sündflut aßen und tranken, heirateten und sich verheiraten ließen - bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging - und nichts merkten, bis die Sündflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird genommen, und der andere wird zurückgelassen. Zwei werden auf der Mühle mahlen; eine wird genommen und die andere wird zurückgelassen. So wacht nun, da ihr nicht wißt, zu welcher Stunde euer Herr kommt! Das aber merkt: wenn der Hausvater wüßte, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn des Menschen Sohn kommt zu der Stunde, da ihr es nicht meint." (24:37-44)

Wie war es denn in den Tagen Noahs und, etwas später, in den Tagen Lots? Hier sind 6 Punkte, die diese Tage charakterisieren. Dazu die Parallelstelle aus Lukas 17: "Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich verheiraten, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging; und die Sündflut kam und vertilgte alle. Ähnlich wie es in den Tagen Lots zuging: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tage aber, da Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. [Jesus spricht hier!] Gerade so wird es an dem Tag, da der Menschensohn geoffenbart wird, sein." (Luk 17:26-30)

Die Dinge, die hier beschrieben sind - kaufen und verkaufen, pflanzen und bauen, essen und trinken, heiraten und verheiratet werden - sind das schlechte Dinge? Nein, das ist alles nicht schlecht. Aber wenn der Fokus so stark darauf gerichtet ist, daß man so sehr auf der Erde lebt und so sehr weltlich ist und so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, daß man kein geistlich offenes Auge und Ohr hat, dann ist es schlecht! Die Menschen sind so stark in dem Eigenen gefangen - und das kann, liebe Brüder und Schwestern im Herrn, auch bei uns sein! - da sind auch wir herausgefordert, daß nicht wir auch in diese Falle tappen.

Was kennzeichnet die Tage Noahs und die Tage Lots?

Die Tage Noahs:

1. Starke dämonische Aktivität ("Gottessöhne mit den Menschentöchtern", Gen 6:1-4). Wir sehen das auch in der heutigen Zeit.

2. Als Folge davon ein korruptes Gedankenleben. Wobei mit 'korrupt' hier nicht nur finanziell korrupt gemeint ist, sondern allgemein: wie bei einem Apfel, den man aufschneidet und 3 Monate liegen läßt. Der ist faul geworden, zu nichts zu gebrauchen außer wegzuwerfen; er ist vom Wesen her korrupt. So ist es mit menschlichen Herzen und ihren Gedanken.

3. Sexuelle Perversion, die offen ausgelebt wurde. (auch bei den Tagen Lots)

4. "Die Erde war von Gewalt erfüllt." (Gen 6:11)

Die Tage Lots: hier kommen noch 2 Punkte dazu:

5. Eine offene, aggressive Homosexualität. Also nicht nur nach dem Motto: 'Jeder darf tun, was er will', sondern 'Und wenn du nicht dafür bist, wirst du verfolgt'. [Warum wird übrigens gerade dieser Punkt so betont? War geht die Welt gerade bei diesem Thema so in die Luft? Warum ist das bei vielen anderen Themen nicht der Fall? Ich persönlich habe die Vermutung, daß es eine Vorbereitung auf den Antichristen ist. Wir werden sehen.]

6. Materialismus. Das heißt: mit den Dingen dieser Welt beschäftigt. So stark, daß Menschen kein Sinn mehr für das Geistliche haben.

Das sind die Tage Noahs und die Tage Lots und die Tage des Menschensohnes, sagt Jesus.

Und schließlich: es gab in den Tagen Noahs nicht nur schlechte Dinge, sondern auch etwas Gutes. Noah selbst und die Arche. Noah ist ein Beispiel für uns. Noah ist ein Vorbild. Es heißt: "Noah wandelte mit Gott." (Gen 6:9) Wir müssen mit Gott wandeln. Wir können uns an Noah ein Beispiel nehmen. Noah hat überwunden! Noah wurde errettet. Im Neuen Testament ist über Noah geschrieben: "Durch Glauben baute Noah, als er betreffs dessen, was man noch nicht sah, eine Weissagung empfangen hatte, in ehrerbietiger Scheu eine Arche zur Rettung seines Hauses. Durch ihn [den Glauben] verurteilte er die Welt und wurde ein Erbe der Glaubensgerechtigkeit, der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt." Seht ihr, es ist im Alten und im Neuen Testament immer dasselbe gewesen: man wird vor Gott durch Glauben gerecht, aus Gnade. Noah wurde durch Glauben gerecht. Abraham wurde durch Glauben gerecht.

Im nächsten Artikel werden wir sehen, wie spezifische Menschengruppen von der Wiederkunft von Jesus betroffen sein werden. Was für eine Auswirkung hat das Kommen des Herrn auf ganz bestimmte Menschen?

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