DPW: Noch nicht erfüllte Prophetien (1/2)

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Heute möchte ich auf eine sehr interessante Thematik kommen, nämlich: Welche Prophetien gibt es im Wort Gottes, die noch ausstehend sind? Die überraschende Antwort ist: zu viele, um sie alle auf dieser Seite aufzulisten! Ich habe aber 7 Beispiele herausgesucht. Diese betreffen die Zukunft des Volkes Israels als auch der Länder, die es umgeben und der Erde überhaupt.

1. Damaskus

In Jesaja 17 wird sehr klar beschrieben, daß die Stadt Damaskus, heute in Syrien, zerstört werden wird. Das ist natürlich aufgrund der aktuellen Situation mit Bürgerkrieg und Feindschaft gegen Israel sehr aktuell. In den Grundlagen dieser Serie über das prophetische Wort hatten wir gesagt: Wir wissen ungefähr, was kommt, aber wir wissen nicht alle Details. Gott hat manche Sachen verborgen, manche macht Er offenbar. Hier bei diesem Beispiel trifft es zu: wir wissen nicht genau, wie Damaskus zerstört werden wird. Aber wir wissen, daß es zerstört werden wird:

"Weissagung gegen Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern eine verfallene Ruine werden. Verlassen sind die Städte von Aroer, den Herden werden sie zuteil, die lagern sich daselbst ungestört. Aus ist es mit der Wehrhaftigkeit Ephraims, und die Damaszener-Herrschaft ist zu Ende; was aber von Syrien noch übrigbleibt, wird der Herrlichkeit der Kinder Israels gleich sein, spricht Jahwe Zewaot."

Das Israel verheißene Land geht bis zum Euphrat. Wir verbinden den Euphrat oft mit dem Irak. Aber weiter oben fließt der Euphrat durch Syrien. König David war schon dort. Später ist es verloren gegangen, aber das Verheißene Land geht bis dorthin. Und das betrifft das heutige Gebiet von (auch) Syrien.

Zu jener Zeit wird die Herrlichkeit Jakobs gering sein und das Fett seines Fleisches hinschwinden. Es wird gehen, wie wenn der Schnitter Halme faßt und sein Arm Ähren abmäht, ja, wie wenn einer im Tal Rephaim Ähren liest. Es wird nur eine Nachlese von ihnen übrigbleiben [wenige Menschen], wie beim Abschlagen der Oliven: zwei oder drei Beeren im Wipfel des Baumes bleiben hängen, höchstens vier oder fünf in den Zweigen des Fruchtbaums, spricht Jahwe, der Gott Israels. Dann wird der Mensch nach seinem Schöpfer schauen und seine Augen auf den Heiligen Israels richten."

Hier sehen wir wieder eine der _vielen_ Bibelstellen, aus dem prophetischen Teil, wo Gott als Schöpfer einerseits und als der Gott Israels, der Heilige Israels, andererseits verbunden wird! In selben Vers werden diese beiden Dinge gleichgestellt!

Und er wird nicht mehr nach den Altären schauen, welche ein Werk seiner Hände sind, und er wird nicht mehr nach dem, was seine Finger gemacht haben, blicken, nach den Ascheren und Sonnensäulen. Zu jener Zeit werden ihre festen Städte wie die verlassenen Waldeshöhen und Berggipfel sein, welche man einst vor den Kindern Israel verließ; zu Ruinen sollen sie werden! Denn du hast des Gottes deines Heils vergessen und nicht an den Felsen deiner Stärke gedacht; darum hast du dir liebliche Pflanzungen angelegt und sie mit fremden Reben besetzt [das spricht über falsche Götter]. Am Tag, wo du sie gepflanzt hast, hast du sie eingezäunt, und früh wirst du deine Saat sprießen sehen; die Ernte aber wird am Tage der Krankheit und des unheilbaren Schmerzes dahin sein. Wehe, ein Toben vieler Völker, welche wie das Meer toben, und ein Rauschen von Völkern, welche wie mächtige Wasser rauschen! Die Völker rauschen gleich den großen Wassern;"

Hier ist eine der vielen Stellen, wo der HERR die Völker (= die Nationen, die Nichtjuden, alles außer Israel) mit dem Wasser vergleicht. Das ist ein Thema, das immer wieder im prophetischen Wort vorkommt. Zum Beispiel heißt es in den Psalmen, dass "die Wasser ihre rauschende Stimme erheben". Natürlich spricht hier nicht das Meer, sondern es ist ein Bild für Völker, die lautstark gegen Israel toben.

wenn er sie aber schilt, so fliehen sie weit davon und werden wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind und wie wirbelnder Staub vor dem Sturm dahingejagt. Siehe, zur Abendzeit ist Schrecken da; bevor es aber Morgen wird, sind sie nicht mehr vorhanden!"

Und jetzt kommt eine allgemeine Aussage. Sie spricht darüber, wie der Gott Israels für Sein Volk kämpft. Gegen die, die gegen Israel kämpfen. Dieses Thema werden wir gleich noch häufiger sehen.

Das ist der Anteil derer, die uns berauben, und das Los derer, die uns plündern." (Jesaja 17)

Wird diese Prophetie über Damaskus jetzt, in unseren Tagen erfüllt werden? Wir wissen es nicht. "Wacht und betet", sagt der Herr.

Wir können uns vorstellen, daß in dieser angespannten Situation - wenn mit Syrien etwas Großes geschieht (schließlich ist Damaskus die Hauptstadt), und wo viele arabische Nationen involviert sind - es sehr schnell gehen kann, daß etwas Nächstes bewirkt wird und daß es eine (vom Gebiet her) größere Auswirkung hat. Schauen wir, vielleicht ist es ja sogar mit dem zweiten Punkt aus dem Psalm 83 verbunden:

2. Psalm 83

Dieser Psalm ist sehr scharf. Dort wird ausgedrückt, wie Gott es haßt, daß sich andere Nationen in totaler Feindschaft gegen Israel stellen. Und hier wird die Sicht Gottes dargestellt, wie Gott das sieht. Und auch das betrifft unsere heutige Welt in hohem Maß: konkrete Nationen, die UNO, die USA (heute Gott sei Dank nicht), die EU, Rußland. Asaph hat diesen Psalm verfasst - und er wird ein Seher genannt:

"Ein Psalmlied; von Asaph. Bleibe nicht still, o Gott, schweige nicht und halte nicht inne! Denn siehe, deine Feinde toben,"

Die Feinde Israels sind Gottes Feinde - es heißt hier "Deine Feinde"

und die, die dich hassen, erheben das Haupt."

Was machen die, die Gott hassen?

Sie machen listige Anschläge gegen dein Volk [Israel], verabreden sich gegen deine Schutzbefohlenen. Sie sprechen: 'Kommt, wir wollen sie vertilgen, daß sie kein Volk mehr seien, daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!'"

Wie aktuell dieser Psalm spricht! - siehe der Iran heute.

Ja, sie fassen einen einmütigen Beschluß, sie schließen einen Bund gegen dich; die Zelte Edoms und die Ishmaeliter, Moab und die Hagariter; Gebal, Ammon und Amalek, die Philister samt denen zu Tyrus. Auch Ashur hat sich mit ihnen befreundet und leiht den Kindern Lots seinen Arm. (Selah)"

Wir werden gleich sehen, wer genau diese verschiedenen Völkergruppen sind.

Tue ihnen wie Midian, wie Sisera, wie Jabin am Bach Kishon, die zu Endor vertilgt wurden, zu Dünger fürs Ackerfeld wurden. Mache ihre Edlen wie Oreb und Seb, wie Sebach und Zalmunna alle ihre Fürsten, die da sagen: 'Wir wollen die Wohnstätten Gottes [das Land Israel] für uns erobern!' O Gott, setze sie dem Wirbelsturm aus, mache sie wie Stoppeln vor dem Wind; wie ein Feuer, das den Wald verbrennt, und wie eine Flamme, welche die Berge versengt; so verfolge sie mit deinem Wetter und schrecke sie mit deinem Sturm!"

Jetzt kommt eine interessante Aussage. Nämlich: mitten im Gericht Gottes über solche feindliche Nationen gibt es trotzdem Gnade und die Möglichkeit zur Umkehr. Warum bringt Gott Gericht? Ein Punkt ist, u  die Menschen aufzurütteln und doch noch zu Ihm zurück zu führen. Wodurch wirkt er oft? Durch Schande und Schmach. Das typische Denken im Nahen Osten ist: Wer hat das Land? Wer das Land hat, hat den stärkeren Gott. Wenn Israel eine moslemische Nation besiegt, hat es in der Vergangenheit öfters dazu geführt: viele Moslems haben sich schon bekehrt, weil sie gedacht haben: wenn unser Gott stärker wäre, dann hätten wir doch das Land! Wieso hat der Gott Israel  das Land? Ist es vielleicht der größere Gott? Und hier steht geschrieben: Gott beschämt sie, um sie zu Ihm zu wenden! Gott bringt Schande, damit sie den wahren Gott erkennen:

Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie deinen Namen suchen, o HERR! Laß sie beschämt und abgeschreckt werden für immer, laß sie schamrot werden und umkommen, so daß sie erfahren müssen, daß du, der du Jahwe heißt, allein der Höchste über die ganze Erde bist!" (Psalm 83)

Hier ist ein Anstieg, es ist progressiv: zuerst Schande, abgeschreckt werden, schamrot ... aber dann, wenn sie doch nicht umkehren, umkommen. Aber immer noch: sogar die Feinde Gottes will Gott durch Gericht für sich gewinnen. Beim Gericht über Ägypten durch die 10 Plagen hat Gott einige Ägypter dadurch herausgerettet. Als sie erkannt haben: der 'Sonnengott' kann nicht der wahre Gott sein.

Alle Völker, die in diesem Psalm aufgeführt sind, liegen rund um Israel. Zusammengefaßt ist es im Wesentlichen, von Israel aus gesehen: im Norden: der Libanon, Nordosten: Syrien und etwas Irak, Osten: Jordanien und auch, sehr interessant, die Sinai-Halbinsel. (Vieles, was nicht durch die Medien geht, spielt sich auf der Sinai-Halbinsel ab. Zur Zeit wird sie gerade von Terroristen infiltriert. Sowohl für Israel, als auch für Ägypten ist es sehr schwierig, da etwas zu unternehmen. Und diese Terroristen sind Feinde von Israel _und_ von Ägypten.)

Die im Psalm 83 genannten Nationen sind im Wesentlichen die Nationen, die heute mit Israel stark im Konflikt stehen.

Wann wird diese Prophetie erfüllt werden? Wir wissen es nicht. Aber die Lage ist so angespannt, es kann schnell gehen. Wachen wir und beten wir.

Der dritte Punkt ist möglicherweise eine Steigerung, nämlich die Prophetie aus

3. Sacharjah 12

worin beschrieben ist, daß nicht nur ein paar, sondern alle Völker gegen nicht nur Israel, sondern spezifisch Jerusalem ziehen. Nach meinem Verständnis ist diese Sache bereits im Gang, seit einger Zeit, und die dann darin gipfeln wirr, daß nicht nur - so wie jetzt - politisch, wirschaftlich (BDS) usw., sondern schließlich auch auf militärischer Ebene. Was sagt der Prophet?

"Dies ist der Ausspruch, das Wort des HERRN über Israel: Es spricht Jahwe, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und den Geist des Menschen in seinem Innern bildet: Siehe, Ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch gegen Judah wird es bei der Belagerung Jerusalems gehen. Und es soll geschehen an jenem Tage, daß Ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reißen; und alle Nationen der Erde werden sich gegen sie versammeln."

Der Stein, den man nicht heben kann, ist Jerusalem, das man nicht aufheben und verrücken kann. Wir sehen diesen Kampf vor unseren Augen: Wem gehört das Land Israel und wem gehört Jerusalem? Viele sind involviert, die meinen, es gehöre ja eigentlich ihnen. Und viele der Mächtigen der Welt wollen sagen: Wir haben die 'Friedenslösung'. Wir entscheiden, was mit Israel und was mit Jerusalem geschieht. Damit sind sie in direkter Konfrontation mit dem Gott Israels. Denn Gott hat bereits entschieden. Und Gott sagt: Ich wirke. Und ich mache Jerusalem zu einem Laststein. Jeder, der es heben will, wird sich selbst daran wund reißen. Wir sehen, als Anknüpfung an den Artikel über das Shmittah-Jahr, wie Nationen (2015 waren es die USA) es immer wieder versuchen und genau an diesem Punkt scheitern. Auch sie wollen schließlich entscheiden, was mit Jerusalem geschieht. Aber der allmächtige Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, hat es bereits entschieden Was geschah in den letzten Jahrzehnten mit den USA? Sie haben sich zu ihrem eigenen Schaden wund gerissen. (Das war vor Donald Trump!)

An jenem Tage, spricht der HERR, will ich alle Rosse mit Scheu und ihre Reiter mit Wahnsinn schlagen; aber über das Haus Judahs will ich meine Augen offen halten, und alle Rosse der Völker will ich mit Blindheit schlagen. Und die Fürsten Judahs [ein Fürst ist ein Herrscher; wir können diese Stelle also durchaus auf die 'Herrscher' heute, auf die Politiker, anwenden] werden in ihren Herzen sagen: Meine Stärke sind die Bewohner Jerusalems, durch Jahwe Zewaot, ihren Gott!"

Und jetzt kommt wieder(!) eine Stelle, wo der HERR über die Armee Israels spricht. Und darüber, wie Gott Israels Armee verwendet. Die Welt haßt es und schreit dagegen, aber Gott sagt: Ich tue das. Und immer mehr wird offenbar werden - auch bei gläubigen Christen: wer steht wirklich auf der Seite Israels, wer kennt das prophetische Wort und weiß: das, was hier geschieht, ist Gottes Wille. Und wer kennt es nicht und schreit dagegen? 'Die bösen Juden, was die alles aufführen.'

An jenem Tage will Ich die Fürsten Judahs gleich einem glühenden Ofen zwischen Holzstößen und gleich einer brennenden Fackel in einem Garbenhaufen machen, daß sie alle Völker ringsum zur Rechten und zur Linken verzehren; Jerusalem aber soll wieder an seinem alten Platz bewohnt werden. Und Jahwe wird die Hütten Judas zuerst erretten, damit sich der Ruhm des Hauses Davids und der Ruhm der Bewohner Jerusalems nicht gegen Judah erhebe. An jenem Tage wird Jahwe die Einwohner Jerusalems beschirmen, so daß an jenem Tage der Schwächste unter ihnen wie David sein wird, und das Haus Davids wie Gott, wie der Engel Jahwes vor ihnen her."

Und jetzt kommt sozusagen der Höhepunkt:

Und es soll geschehen, an jenem Tage, daß Ich trachten werde, alle Nationen, die gegen Jerusalem kommen, zu vertilgen."

Da ist mein Herzensschrei: 'Herr, bitte laß Österreich da nicht dabei sein!'

Aber über das Haus Davids und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich schauen, den sie durchstochen haben, und sie werden um ihn klagen, wie man um einen einzigen Sohn klagt, und sie werden bitterlich über ihn weinen, wie man bitterlich über einen Erstgeborenen weint. An jenem Tage wird große Klage zu Jerusalem sein, wie die Klage zu Hadad-Rimmon in der Ebene Megiddos war."

Wir können uns vorstellen: Sie haben den Messias seit 2.000 Jahren verworfen und jetzt - endlich! - gehen ihnen die Augen auf! Und laut Römer 11 wird "ganz Israrel errettet werden" - eine Verheißung, die nur Israel hat! Auf einmal merken sie es, und sagen: 'Wir haben den Erstgeborenen gekreuzigt.'

Das Land wird klagen, jedes Geschlecht für sich; das Geschlecht des Hauses Davids für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Natans für sich und ihre Frauen für sich; das Geschlecht des Hauses Levis für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Shimeis für sich und ihre Frauen für sich; desgleichen alle übrigen Geschlechter, ein jegliches Geschlecht für sich und ihre Frauen für sich." (Sacharjah 12)

Ihr merkt, wie gewisse prophetische Stellen im Wort Gottes nicht nur über eine bestimmte Sache sprechen, sondern verschiedenen Sachen miteinander verbinden. Zum Beispiel diese endgültige Endzeit-Schlacht um Jerusalem und das Kommen des Herrn und das Erkennen der Juden von dem Messias. Es spielt alles ineinander. Und diese propehtische Stellen geben sozusagen ein größeres Bild von dem, was geschehen wird.

[Im nächsten Artikel schauen wir weitere Prophetien an, die der Herr noch erfüllen wird.]

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