Das Brot des Lebens

Kategorie(n): Bibel  

... das vom Vater kommt

Markus 8:10-22

Und er stieg sogleich mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanutha. Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel begehrten, um ihn zu versuchen. Und er seufzte auf in seinem Geist und spricht: 'Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden!' Und er ließ sie [stehen], stieg wieder in das Schiff und fuhr an das jenseitige Ufer. Und sie vergaßen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich auf dem Schiff. Und er gebot ihnen und sprach: 'Sehet zu, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.' Und sie überlegten miteinander: 'Weil wir keine Brote haben.' Und er erkannte es und spricht zu ihnen: 'Was überlegt ihr, weil ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz verhärtet? Augen habt ihr und seht nicht? Und Ohren habt ihr und hört nicht? Und erinnert ihr euch nicht, als ich die fünf Brote unter die Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken ihr aufgehoben habt?' Sie sagen zu ihm: 'Zwölf.' Und als ich die sieben unter die Viertausend brach, wieviele Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Und sie sagen: 'Sieben.' Und er sprach zu ihnen: 'Versteht ihr noch nicht?'"


In dieser Schriftstelle sind viele kleine Edelsteine versteckt.

Zuerst der Name des Gebietes, in dem sich diese Begebenheit abspielt: Dalmanutha. Im Hebräischen bedeutet es: "Ort der dünnen oder dürftigen Portion".

Wir kennen die Geschichte vom Manna, oder auf Hebräisch 'man', in der Wüste. Gott hat sein Volk 40 Jahre lang mit einer weißen, flockigen Substanz vom Himmel her versorgt. Jede Woche konnten die Söhne Israels es 6 Tage lang einsammeln und essen. Jeden Tag sollten sie genug für die Familie einsammeln. Wenn sie versuchten, es über Nacht aufzubewahren, wurde es schlecht. Ausser am Freitag natürlich, wo sie genug für den Shabbat einsammelten, und es durch ein Wunder 2 Tage lang frisch blieb.

Der Name "Manna" bedeutet einfach "Portion". Wenn du heute in Jerusalem ein Falafel isst, und der Verkäufer dich fragt, "Wie viel?", sagst du einfach "Manna achad", oder "Eine Portion."

Yeshua kam in die Gegend der dünnen oder dürftigen Portionen und wurde sofort von den Pharisäern befragt. Er hat dort nur wenig Zeit verbracht und ist von dort auf die andere Seite vom See Genesareth gegangen. Dort hat er mit den Jüngern über Sauerteig und Brot geredet. Lustigerweise hatten die Jünger darauf vergessen, Brot mitzunehmen. Es steht geschrieben, dass es nur ein Brot im Boot gab. Ich frage mich, woraus dieses Brot bestand oder: wer dieses Brot war.

Nach den Schreibern des Neuen Testaments hat Yeshua zu dieser Zeit die Frage der Jünger nach dem Brot nicht beantwortet, sondern schien über ihr mangelndes Verständnis und ihren Unglauben traurig zu sein. Doch es gibt eine andere Stelle mit einer Erklärung:

Johannes 6:31-35

"'Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben steht: "Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen."' Da sprach Jesus zu ihnen: 'Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel. Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten.'"


Anders als in anderen Ländern enthält das Brot in Israel keine Konservierungsmittel - sogar in diesem modernen Zeitalter. Daher kaufen die meistens Familien jeden Tag einen neuen Leib. Weil im Brot keine Chemiestoffe enthalten sind, ist das Brot am ersten Tag sehr schmackhaft. Am zweiten Tag ist es dann sehr trocken und wird als Toast verwendet.

Zu einer Shabbat Feier wird frisches, hausgemachtes Chala - Shabbat Brot - vorbereitet. Was für ein Genuss, wenn wir dann das warme, frische Brot nehmen und zum ersten Mal hineinbeissen! Wir feiern Kiddush und das Abendmahl, und erinnern uns an alles, was der Herr in unserem Leben gemacht hat und danken ihm dafür! Die Freude ist gross!

Denken wir bei all dem daran, was Yeshua wirklich gemeint hat, wenn er in Matthäus 6:9-11 sagt:

"So nun sollt ihr beten: 'Unser Vater im Himmel! Geheiligt werde dein Name! Dein Königreich komme! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden! Gib uns heute unser tägliches Brot!'"

Im ganzen Gebet gibt es keine Referenz zu etwas Materiellem. Sondern es hat alles mit dem Königreich Gottes - und mit unserer Einstellung dazu - zu tun.

Ich glaube, dass Yeshua selbst unsere tägliche Portion sein möchte. Unsere Stärke, unser Lebensunterhalt, von dem wir vollkommen abhängig sind! Der, den wir jeden Tag in der Früh einsammeln. Und der, der uns jeden Shabbat eine doppelte Portion gibt.

Wo lebst du eigentlich?
Im Gebiet Dalmanutha - der dürftigen Portion?
Oder im Gebiet von Bethlehem, auf Hebräisch "Beit Lechem",
dem "Haus des Brotes"?

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