Überwinden!

Kategorie(n): Bibel  

"Liebt nicht die Welt noch das, was in der Welt ist. Denn wer die Welt liebt, in dem ist die Liebe des Vaters nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Stolz des Lebens, stammt nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt geht mit ihrer Begierde vorüber. Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit." (1. Joh 2:16-17)

Wir, die Gläubigen, werden hier vor 3 Dingen gewarnt: 1. Vor der Begierde des Fleisches 2. vor der Begierde der Augen und 3. vor dem Stolz des Lebens. Diese drei Dinge sind Gott dem Vater entgegengesetzt.

Die Begierde des Fleisches ist der Teil in uns, der gegen Gott rebelliert. Das Fleisch will eigene Wege gehen. Es sagt, "Ich will!", "Ich brauche!", "Ich muss haben!". Es steht im Gegensatz zu dem Geist. "Das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber ist Leben und Friede." (Röm 8:6) Wenn wir aber "im Geist wandeln und nicht im Fleisch" - und nur dann! - gibt es "keine Verurteilung mehr für uns, die wir in Messias Jesus sind." (Röm 8:1-4)

Die Begierde der Augen spricht über Maßlosigkeit. "Die Augen der Menschen sind unersättlich." (Sprüche 27:20)

Und der Stolz des Leben spricht über das sündige Verlangen des Menschen, besser als andere zu sehen. Wir wollen Ansehen gewinnen, anstatt anderen zu dienen. Wir sammlen Reichtum, um anzugeben. Wir streichen unsere Qualitäten hervor, um andere niederzudrücken. Alles das ist ein Ausdruck unseres Stolzes.

Eva

Diese drei Anfechtungen sind nichts Neues. Schon im Paradies hatte die Schlange diese Methoden angewandt. Als sie Eva verführte, steht geschrieben: "Das Weib sah, daß der Baum gut zu essen wäre und lieblich anzuschauen und begehrenswert, um Einsicht zu gewinnen." (Gen 3:6)

Wir sehen eine erstaunliche Parallele: Die drei Dinge, vor denen wir im 1. Johannesbrief gewarnt werden, treten auch hier wieder auf:

  • Die Phrase "gut zu essen" entspricht dem Ausdruck der "Begierde des Fleisches"
  • Die Phrase "lieblich anzuschauen" entspricht dem Ausdruck der "Begierde der Augen"
  • Die Phrase "Stolz des Lebens" entspricht dem Ausdruck "begehrenswert, um Einsicht zu gewinnen".

Jesus

In Mattäus 4 lesen wir, wie der Teufel Yeshua verführen wollte: "Danach wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. Und er fastete 40 Tage und 40 Nächte, dann hungerte ihn." (4:1-2)

Es zahlt sich aus, etwas tiefer in diesen Text zu schauen. Fangen wir bei den 2 Versen davor an. Es ist unmittelbar nach der Taufe des Sohnes Gottes. "Und als Yeshua getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser, und siehe, die Himmel taten sich auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabschweben und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln sprach: 'Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.'" (Matt 3:16-17)

Der Teufel greift das an, was Gott tut. Der Vater im Himmel hatte gerade zuvor über Yeshua Zeugnis abgelegt, indem er öffentlich und mit lauter, hörbarer Stimmt erklärte, dass er Gottes Sohn ist und dass er Wohlgefallen an ihm hat. Genau da setzt der Teufel an und spricht seine erste Versuchung: "Wenn du Gottes Sohn bist, befiehl, dass diese Steine Brot werden." (4:3) Der Teufel sprach eine Herausforderung aus. Er wusste, dass Yeshua Gottes Sohn ist. Aber er wollte ihn dazu bringen, seine Göttlichkeit und Autorität zu mißbrauchen und gegen den Willen des Vaters zu handeln. Doch Jesus überwand ihn durch das scharfe, zweischneidige Schwert. "Er aber antwortete: 'Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.'" (Matt 4:4)

Beim zweiten Versuch setzt der Teufel wieder genau dort an, wo Jesus ihn besiegt hat: "Es steht geschrieben." Er versucht es mit der gleichen Waffe: "Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürze dich hinab. Denn es steht geschrieben: 'Seinen Engeln wird er dich anbefehlen, und sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß an keinen Stein stoßest.'" Doch er kommt gegen den gehorsamen Sohn Gottes nicht an. Wiederum kontert Yeshua mit dem Wort seines Vaters. (4:5-7)

Schließlich versucht der Teufel ein drittes Mal, Yeshua den Messias zur Sünde zu reizen. Und wieder setzt er dort an, wo es zuletzt aufgehört hatte. Jesus sagte, dass "der Herr" sein Gott ist. Satan spricht im Kontrast dazu, dass er Gott sein möchte: "Das alles werde ich dir geben, wenn du niederfällst und mir huldigst." Doch wieder überwindet unser Erlöser. Wieder in der Kraft des Heiligen Geist durch das lebendige und kraftvolle Wort Gottes: "Hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: 'Dem Herrn, deinem Gott, sollst du huldigen und ihm allein dienen.'" (Matt 4:8-10)

Wir erleben das auch. Gott gibt uns eine Verheißung, ein Wort, einen Zuspruch, eine Prophetie. Und was darauf in unserem Leben folgt, ist genau das Gegenteil. Der Teufel greift das an, was Gott tut. Er stellt sein Wort in Frage. Er will Mißtrauen säen oder uns dazu bringen, das Wort Gottes zu unserem eigenen Ruhm zu verwenden. Erschrick nicht! Es war bei Jesus genauso. Und es bestätigt geradezu, dass Gott etwas in deinem Leben tut oder etwas Großes vorhat. Steh fest, halte dich noch mehr an Jesus und überwinde alle diese Anfechtungen durch das Schwert des Geistes, das Wort Gottes!

Auch bei der Versuchung von Jesus in der Wüste sehen wir diese drei Parallelen:

  • Die Versuchung "Befiehl, daß diese Steine Brot werden" entspricht der "Begierde des Fleisches".
  • Die Versuchung, sich vom Tempel hinabzustürzen, damit alle mit ihren Augen sehen, wie Engel kommen und Jesus retten, entspricht der "Begierde der Augen".
  • Die Versuchung "Das alles werde ich Dir geben [alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit]" entspricht dem "Stolz des Lebens".

Der Weg zum Überwinden

Die letzte, wieder sehr erstaunliche Parallele gibt uns gleichzeitig die Lösung. Sie zeigt uns den Weg, wie wir diese drei Feinde überwinden können. Jesus spricht in der Bergpredigt darüber. Er nennt drei Dinge: 1. Almosen geben 2. Beten 3. Fasten. (Matt 6:1-18)

  • 1. "Fasten" steht in direktem Gegensatz zur Begierde des Fleisches. Wir bringen ein Opfer und lassen uns von Geist Gottes leiten, denn "wenn wir mit dem Geist die Werke des Fleisches töten, werden wir leben" (Röm 8:13) und "alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Söhne Gottes". (Röm 8:14)
  • 2. "Almosen geben" steht in direktem Gegensatz zur Begierde der Augen, die immer mehr haben wollen. Wir denken an die Worte von Jesus, der gesagt hat: "Geben ist seliger als Nehmen." (Apg 20:35)
  • 3. "Beten" und sich vor Gott zu demütigen steht in direktem Gegensatz zum Stolz des Lebens. Wir glauben nicht, es in eigener Kraft zu schaffen, sondern wissen, dass wir auf den Herrn angewiesen sind. Wir erinnern uns an die Worte von Jesus selbst: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun." (Joh 15:5)

Jesus spricht über Almosen, beten und fasten auf eine Art, als wäre es selbstverständlich und normal, das wir es regelmäßig praktizieren. Diese drei Dinge als "Waffen der Gerechtigkeit" zu sehen, wird uns helfen, sie als Lebensstil zu übernehmen und dadurch leichter, öfter und schneller zu überwinden!

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