Ein unvernünftiger Mensch ist der, der in die Hand gelobt und in Gegenwart seines Nächsten Bürgschaft leistet. (Spr 17:18)

Martin Somogyi (1/29/14, 10:05 AM)

Überraschend finde ich die Idee, dass die römisch-katholische (!!!) Kirche das Weihnachtsfest eingeführt haben soll, denn diese gibt es erst seit 1054.

Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die unermüdlichen Bestrebungen der Nationalsozialisten bis heute Frucht tragen, das Weihnachtsfest als ein von der Kirche beschlagnahmtes ursprünglich heidnisches Fest zu deklarieren. Den Nazis war klar, dass sie dieses tief in unseren Köpfen verwurzelte Fest den Christen nicht wegnehmen können, aber sie bemühten sich offensichtlich erfolgreich, es für ihre okkulte Welt zu okkupieren.

Einer viel glaubwürdigeren Berechnung zufolge fiel der Geburtstag Jesu auf das damalige Chanukka-Fest, welches in diesem Jahr tatsächlich auf den 25. Dezember fiel. Chrysostomos wies jedenfalls in seiner Weihnachtspredigt im Jahr 386 darauf hin, dass das Geburtsdatum Jesu aufgrund staatlicher Dokumente ermittelt worden sei. Von der frühen Kirche wurde stets die Unterstellung, das Fest habe ein „heidnisches“ ersetzt, zurückgewiesen (zB. von Hieronymus).

Zu argumentieren, dass Jesus sein eigenes Geburtstagsfest NICHT gefeiert hätte weil es nirgends erwähnung findet, halte ich für schwierig. Dieser Argumentation folgend, wären weder Jesus noch seine Jünger jemals auf der Toilette gewesen und hätten sich niemals die Zähne geputzt ...

Jesus selber betrachtete den Tempel als Symbol für sich selber bzw. als Neuen Tempel (Joh 2,19ff). Die Grundsteinlegung des damaligen Tempels erfolgte am 24. Kislev (Haggai 2,18; 2,10), die allegorisch auf die Geburt Jesu übertragen werden kann, zumal am Ende des Buches Haggai der Davidsohn Serubbabel am selben Tag seine Berufung als Messiasvorbild erhielt  (Haggai 2,20). 350 Jahre später reinigten die Makkabäer den geschändeten Tempel und waren ebenfalls am 24.Kislev mit den Vorbereitungen fertig und begannen am 25.Kislev das Fest der Tempelweihe zu feiern (1 Makk 4,50-54). Bekanntlich beginnt der jüdische Tag am Abend davor (= die Weih-Nacht!). Die Chanukkaleuchter wurden dann an den Fenstern gestellt, überall wo Juden wohnten (Josephus Flavius, Jüd. Alt. 12,7f). Die heutigen Advent- und Weihnachtsbräuche des Adventkranzes und des Christbaums sind nichts anderes als Adaptionen des Chanukkaleuchters und haben nichts mit vorchristlichen Bräuchen, wie es die die Nazis weismachen wollten, zu tun.

Dass es biblisch durchaus korrekt sein kann, „neue“ Gedenkfeiern, die nicht in der Thora als „Fest des Herrn“  festgelegt ist, einzuführen und auch zu feiern, zeigt das Chanukkafest = Tempelweihfest, das auch Jesus lt. Joh 10 feierte. Insofern ist die Haltung, „ich feiere nur die von Gott angeordneten Feste“, zwar ehrenwert aber m.E. biblisch zu hinterfragen. In den ersten drei Jahrhundert



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